Stabwechsel in der herzlichen digitalen Stadt – Ilona Benz wird neue CDO

Prof. Dieter Rombach und Prof. Gerhard Steinebach beenden Tätigkeit

Als die Stadt Kaiserslautern im Jahr 2017 einen Chief Digital Officer und einen Chief Urban Officer berief, betrat die Stadt damit im Kreise der deutschen Städte und Gemeinden ein nahezu unbestelltes Feld. Dass die Förderung der Digitalisierung in Stadt und Verwaltung und die konsequente Verzahnung mit der Stadtentwicklung durch eine solche Berufung personalisiert werden konnten, war damals bundesweit einmalig. Dass mit den Professoren Dieter Rombach und Gerhard Steinebach zwei international anerkannte Experten auf ihrem Gebiet als Chief Digital bzw. Chief Urban Officer engagiert werden konnten, ein Glücksgriff. Mit Wirkung zum 31. März 2022 beendeten die beiden nun plangemäß ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Rahmen der digitalen Transformation der Stadt. Sie werden künftig jedoch noch beratend zur Verfügung stehen.
In die Zeit seit der Bestellung durch Oberbürgermeister Klaus Weichel und die offizielle Berufung durch den Stadtrat im Mai 2018 fallen zahlreiche wegweisende Entwicklungen der herzlich digitalen Stadt Kaiserslautern. Dazu zählt auch die Förderung des Bundes als „Smart City“, über die u.a. die Funktionen des CDO und des CUO hauptamtlich verstetigt werden sollen. Ein entsprechendes Modell wurde von CDO und CUO entwickelt und vom Stadtrat in seiner Sitzung am 4. April 2022 beschlossen. Bis zur Verstetigung geht die Funktion des CDO auf die Geschäftsführerin der KL.digital GmbH über, das heißt, Ilona Benz wird Nachfolgerin von Dieter Rombach als CDO. Die Aufgaben und Funktionen des CUO sollen zunächst durch eine externe Fachberatung wahrgenommen werden. Eine entsprechende Ausschreibung wird derzeit vorbereitet.



„Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass beide, für den Wissenschafts- und IT-Standort Kaiserslautern so bedeutenden Ämter möglichst nahtlos auf neue Köpfe übergehen“, erklärt Dieter Rombach. „Dass Ilona Benz als national bekannte Persönlichkeit einer dieser Köpfe ist, ist ein außerordentlicher Glücksfall. An die bisher geleistete Arbeit kann damit ohne zeitlichen Verzug optimal angeknüpft werden. Bei ihren anstehenden Aufgaben unterstütze ich Frau Benz gerne in beratender Funktion.“, so Rombach. Wie erfolgreich diese Arbeit bislang war, das erläutert der scheidende CUO, Gerhard Steinebach: „Seit dem 2. Platz beim Bitkom-Wettbewerb 2017 haben wir viele erfolgreiche Projekte in der Stadt umgesetzt und einige zukunftsweisende Leitprojekte begonnen. Unter der Marke ‚herzlich digital‘ haben wir uns national einen hervorragenden Namen als kommunaler Vorreiter auf dem Feld der Digitalisierung gemacht.“ Wichtiger Schwerpunkt der Arbeit war und ist die nachhaltige Verankerung der Digitalisierungsstrukturen in der Verwaltung. So soll, initiiert von CDO und CUO, innerhalb der Verwaltung ein Referat „Digitalisierung und Innovation“ entstehen, und ebenso ein Digitalisierungsausschuss des Stadtrats. Damit wird sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 13. Juni befassen.
„Dass die herzlich digitale Stadt national einen solch guten Ruf genießt, verdanken wir dem unermüdlichen Einsatz von Dieter Rombach und Gerhard Steinebach“, so Oberbürgermeister Klaus Weichel. „Erst der Erfolg beim Bitkom-Wettbewerb, dann Modellstadt des Landes Rheinland-Pfalz, dann der Gewinn des Smart-City-Wettbewerbs. Die letzten fünf Jahre waren eine unglaubliche Reise und wir freuen, uns, dass wir diese mit der Unterstützung unseres CDO und CUO tätigen konnten.“
Auch Ilona Benz bedankt sich bei Prof. Rombach und Prof. Steinebach für das jahrelange ehrenamtliche Wirken und stellt zugleich ihre Pläne als neue CDO vor: „In den nächsten Monaten werde ich gemeinsam mit dem großen herzlich digitalen Team insbesondere an drei Schwerpunkten arbeiten“, so Benz. „Wir wollen den Lautrerinnen und Lautrern niedrigschwellig zeigen, wie genau unsere Projekte ihren Alltag und das Leben in der Stadt verbessern. Smart City soll vom abstrakten Modebegriff zu etwas konkret Begreifbarem und Nützlichem werden.“ So werde man über die Sommermonate beispielsweise die Präsenz bei lokalen Veranstaltungen intensivieren, um direkt mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Dazu gehöre auch die deutlichere Einbettung der Smart-City-Projekte in den übergeordneten Kontext von Stadtentwicklung und kommunaler Daseinsvorsorge. „Denn schlussendlich geht es nicht in erster Linie um Daten, Kabel und Blech, sondern um einen flüssigeren Verkehr, die Belebung öffentlicher Plätze, die Inklusion oder bessere Planungsgrundlagen und -werkzeuge für die Stadtverwaltung“, erläutert Benz weiter.
Um dies zu erreichen, wolle man zum einen näher an den Konzern Stadt heranwachsen, um die Erfahrungen und Erkenntnisse aus vielen Jahren Projektarbeit, der Nutzung neuer Arbeitsmethoden und -werkzeuge und erprobte Verfahren und technische Lösungen in die bestehenden Strukturen der Stadt hineinzutragen. „Projektarbeit ist nur dann wirksam, wenn die Ergebnisse und Erkenntnisse in vorhandenen Strukturen verstetigt werden können. Das gilt für technische Lösungen ebenso wie für Prozesse und Methoden.“ Zum anderen gelte es, Partizipation und Teilhabe der Bürgerschaft zu stärken, insbesondere durch den weiteren Ausbau der neuen Mitmachplattform „Kaiserslautern MitWirkung“, aber auch durch die intensivere Nutzung bereits vorhandener zivilgesellschaftlicher Gremien wie etwa des Beirats Digitalisierung.

Foto: herzlich digital

Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern,
Willy-Brandt-Platz 1,
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Kaiserslautern, 17.05.2022

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