Fusion von BKK Pfalz und BKK mkk: ver.di warnt vor Verschlechterungen für Beschäftigte

Am heutigen Tag beraten die Verwaltungsräte der BKK Pfalz und der BKK mkk über eine mögliche Fusion beider Krankenkassen. Im Zusammenhang mit den Fusionsplänen wird auch über eine mögliche Einbeziehung der mhplus Krankenkasse spekuliert.

ver.di warnt davor, dass eine Fusion zulasten der Beschäftigten erfolgen könnte. Während bundesweit über Strukturreformen in der gesetzlichen Krankenversicherung diskutiert wird und Krankenkassen verstärkt Zusammenschlüsse prüfen, liegen ver.di Hinweise vor, dass insbesondere die Beschäftigten der BKK Pfalz die Hauptlast einer Fusion tragen könnten.

Nach den ver.di vorliegenden Informationen besteht die Gefahr, dass die tariflichen Arbeitsbedingungen der BKK Pfalz auf das niedrigere Niveau der größeren Fusionspartner abgesenkt werden. Damit drohen den Beschäftigten langfristig erhebliche finanzielle Einbußen.

Gleichzeitig verdichten sich Hinweise, dass die Führungsebene von diesen Einschnitten ausgenommen werden soll. So soll der derzeitige Vorstand der BKK Pfalz in ein Altersteilzeitmodell wechseln. Darüber hinaus sollen weitere Führungskräfte durch den Wechsel in außertarifliche Beschäftigungsverhältnisse ihre bisherigen Einkommens- und Arbeitsbedingungen einzelvertraglich absichern können.

„Sollte dies tatsächlich der Wahrheit entsprechen, wäre das ein Skandal. Die Beschäftigten in den niedrigeren Gehaltsgruppen müssten Einbußen im sechsstelligen Bereich über zwanzig Jahre verkraften, während die Führungsebene keine Unterschiede bemerken wird.“, erklärt Sabine Schunck, Bezirksgeschäftsführerin von ver.di Pfalz.

Zusätzliche Sorge bereiten ver.di Signale der BKK mkk, wonach auch künftig keine Tarifverhandlungen mit ver.di geführt werden sollen.

„Der Vorstandsvorsitzende der BKK-Tarifgemeinschaft kehrt seinem selbst verhandelten Tarifvertrag den Rücken und lässt vor allem seine Beschäftigten im Regen stehen.“, sagt Sebastian Hey-Brenkert, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Pfalz.

Nach Auffassung von ver.di hätte es Alternativen gegeben. So wäre beispielsweise auch eine regionale Fusion mit der IKK Südwest denkbar gewesen. Ebenso hätte ein Zusammenschluss mit Partnern erfolgen können, die vergleichbare tarifliche Standards wie die BKK-Tarifgemeinschaft anwenden. Dass dieser Weg offenbar nicht gewählt wurde, wirft Fragen auf.

„Unabhängig davon, wie sich der Verwaltungsrat entscheidet, kündigen wir von dieser Stelle aus an, für alle Beschäftigten der voraussichtlich zukünftig entstehenden großen Krankenkasse für Arbeitsbedingungen auf dem Niveau des bisherigen Tarifvertrags der BKK-Tarifgemeinschaft zu kämpfen.“, erklärt Sebastian Hey-Brenkert.



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Quelle Text/Bild:
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Mainz, 10.07.2026