ZRW und ZAK: Wasserstoff für die Westpfalz

Die Westpfalz macht sich auf den Weg zur Wasserstoffregion. In den Räumlichkeiten der ZAK fand nun der dritte von insgesamt sechs Strategiedialogen statt. Die Akteure ziehen ein hoffnungsvolles Halbzeit-Fazit.

Im Rahmen des HyStarter-Wettbewerbes des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr setzte sich die ZukunftsRegion Westpfalz e.V. im vergangenen Jahr mit ihrer Bewerbung durch, die Westpfalz zählt damit zu den 15 ausgewählten Regionen in Deutschland, die seit geraumer Zeit fachlich und organisatorisch bei der Entwicklung eines regional zugeschnittenen Wasserstoffkonzepts und der Bildung eines Netzwerks für lokale Wasserstoffakteure begleitet werden. Mit Hilfe der bundesweiten Expertise des HyStarter-Projektteams der EE ENERGY ENGINEERS wurde ein schlagkräftiges Akteursnetzwerk aufgebaut und eine Potenzialuntersuchung erarbeitet. Ziel ist es, ein Konzept zum Aufbau einer regional integrierten Wasserstoffwirtschaft auszuformulieren.



Inhaltlich setzten sich die Teilnehmer beim dritten Strategiedialog unter anderem mit der Wasserstoffproduktion aus Reststoffen auseinander. Ebenfalls wurde der Fokus auf Wasserstoff- Tankstellen gelegt. Längst sei klar, wo die Möglichkeiten in der Region liegen, so Projektleiter Dr. Michael Walk von der ZukunftsRegion Westpfalz e.V.. Er wolle dabei auch über die Grenzen der Region hinausschauen und mit anderen HyLand-Regionen kooperieren, um Synergien zu erkennen und unter Nachbarn zu nutzen.

Frederik Budschun (EE ENERGY ENGINEERS), der gemeinsam mit Justus Beste das Projekt begleitet, sieht realistische Chancen dafür, dass Wasserstoff eines Tages am selben Standort erzeugt und angewendet wird. „Es gibt einige vielversprechende Leuchtturmprojekte in der Region, zu ihnen zählen auch die bereits weit gediehenen Wasserstoff-Projekte der ZAK“, so Budschun.
„Transportkosten können umgangen werden und auch der Betrieb einer Wasserstoff-Tankstelle ist kalkulierbar und durchaus realistisch.“

Die Unsicherheiten bei der Energieversorgung seien längst auch in der Kommunalpolitik angekommen, berichtete Landrat Ralf Leßmeister, gleichzeitig Verwaltungsratsvorsitzender der ZAK. Er sei gespannt auf die neuen Erkenntnisse und hoffe, dass die Westpfalz bei der Wasserstoffproduktion „vorne dabei“ sein wird. „Zur Zeit fehlt es an den entsprechenden Förderungen, sonst könnten wir loslegen“, so Leßmeister.

Auch ZAK-Vorstand Jan Deubig sieht in der regionalen Wertschöpfung durch die Produktion von netzdienlichem grünen Wasserstoff „eine große Chance für die Westpfalz“. Auch ihm war die Ungeduld über fehlende Drittgelder anzumerken. „Wir brauchen eine andere Förderstrategie.“

Der vierte Strategiedialog findet am 13. September statt, Teil fünf Ende 2022 und Teil sechs dann im nächsten Jahr. Für den Spätherbst ist zudem eine Informationsveranstaltung geplant, bei der die ZukunftsRegion Westpfalz e.V. zusammen mit den Akteuren erste Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Quelle Text/Bild:
Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern – gemeinsame kommunale Anstalt der Stadt und des Landkreises Kaiserslautern (ZAK)
Kapiteltal
67657 Kaiserslautern

www.zak-kl.de

Kaiserslautern: 10.08.2022