Unsere Freiwilligen Feuerwehren sind eine unverzichtbare Säule der inneren Sicherheit. Gerade die vergangenen Wochen haben gezeigt, was die Kameradinnen und Kameraden leisten. Bei anhaltender Hitze, Dürre sowie zahlreichen Flächen- und Waldbränden waren viele Wehren im Dauereinsatz – ehrenamtlich, neben Beruf und Familie. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen. Extremwetterereignisse nehmen zu, Einsätze werden vielfältiger und anspruchsvoller, und durch die veränderte weltpolitische Lage gewinnen Zivil- und Katastrophenschutz zusätzlich an Bedeutung.
„Wer den Feuerwehren immer mehr abverlangt, muss deshalb auch für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgen. Dazu gehören eine moderne Ausstattung, eine bedarfsgerechte Aus- und Fortbildung und vor allem eine dauerhaft auskömmliche Finanzierung durch das Land. Die Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer müssen vollständig dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz zugutekommen. Mit Sorge sehen wir daher Regelungen, bei denen die tatsächlichen Belastungen ehrenamtlicher Strukturen nicht ausreichend berücksichtigt werden, wie aktuell bei der geplanten Landesverordnung zur Staffelung des Mehrbelastungsausgleichs im Brandschutz, in der allgemeinen Hilfe und im Katastrophenschutz“, betont Moritz Petry, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes.
„Gleichzeitig müssen wir das Ehrenamt von Bürokratie entlasten“, so Petry weiter. Feuerwehrangehörige sollen sich auf Ausbildung und Einsatz konzentrieren können – nicht auf immer mehr Verwaltungsaufgaben. Dafür brauchen die kommunalen Verwaltungen eine angemessene Personalausstattung und dort, wo es erforderlich ist, auch hauptamtliche Gerätewarte. „Solche Stellen dürfen nicht an kommunalaufsichtlichen Vorgaben scheitern. Wer dieses außergewöhnliche Engagement dauerhaft sichern will, muss zudem Anerkennung spürbar machen und frühzeitig Nachwuchs gewinnen“, unterstreicht Petry.
Petry fordert mehr Anstrengungen bei der Nachwuchsgewinnung und Anerkennung der Leistungen unserer freiwilligen Feuerwehren: „Wertschätzung und Dank ist das eine. Sie muss aber auch bei den Kameradinnen und Kameraden spürbar werden. Ähnlich wie in Hessen sollte eine Anerkennungsprämie für diejenigen eingeführt werden, die sich länger bei der Feuerwehr engagieren. Die Gemeinden und Städte sollten in die Lage versetzt werden, für alle ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen eine Aufwandsentschädigung gewähren zu können und zu dürfen. Wir brauchen eine stärkere Nachwuchsarbeit – von den Bambini- und Jugendfeuerwehren bis hinein in die Schulen. Je früher wir ansetzen, desto eher kann hieraus ein Hobby und später ein langfristiges Engagement werden.“
„Die Freiwilligen Feuerwehren sind für unsere Sicherheit unverzichtbar. Wer sich ehrenamtlich für andere in Gefahr begibt, verdient mehr als Dank und warme Worte: Er braucht verlässliche Finanzierung, gute Ausstattung und Rahmenbedingungen, die dieses Engagement dauerhaft ermöglichen“, so Petry abschließend.
Quelle Text:
Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz
Deutschhausplatz 1
55116 Mainz
www.gstb-rlp.de
17.08.2026
#kaiserslautern #kaiserslauterngermany #Lautern #nachrichtenkl #ktown #klnews #pfalz #westpfalz













