AOK gibt Gesundheitstipps zum richtigen Umgang mit anhaltender Hitze

Die AOK bietet aus Anlass des Hitzeaktionstages am 11. Juni wieder umfangreiche Informationen zum Thema „Hitze und Gesundheit“ und zum Schutz vor anhaltender Hitze. In diesem Jahr gibt es unter der Adresse www.aok.de/pk/hitzeschutz unter anderem spezielle Informationen zum Thema Hitze und Frauengesundheit. Zudem werden die AOK-Versicherten auf verschiedenen Kommunikationskanälen gezielt mit Verhaltenstipps informiert, sobald der Deutsche Wetterdienst Hitzewarnungen herausgibt.
Die AOK informiert vor allem über die oftmals unterschätzten Gesundheitsgefahren durch länger andauernde Hitzeperioden. Gefährdet sind in solchen Phasen insbesondere Personen, deren Kreislauf bereits beeinträchtigt ist. Dazu gehören unter anderem ältere Menschen, Schwangere und chronisch kranke Menschen, bei denen beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes diagnostiziert wurde. „Mit den AOK-Gesundheitstipps zum richtigen Umgang mit Hitzewellen möchten wir gerade diese stark belasteten Menschen erreichen und ihnen aufzeigen, wie sie sich bei länger anhaltenden Hitzewellen verhalten sollten“, betont Udo Hoffmann, Beauftragter des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.
Bei Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes wird es in diesem Sommer auch gezielte Informationen über die Social-Media-Kanäle der AOK geben. Zusätzlich bietet die AOK auch individuelle Beratung zum Thema an: Persönliche Fragen von Versicherten beantwortet ein Team aus Medizinern ab sofort beim medizinischen Hitzetelefon von AOK-Clarimedis unter der Telefonnummer 0800 1 265 265. Das Hitzetelefon ist täglich und rund um die Uhr erreichbar.

Mehr Krankmeldungen nach länger anhaltenden Hitzeperioden
Eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) auf Basis von AOK-Gesamtdaten hat gerade erst gezeigt, dass Hitze nicht nur akute Gesundheitsnotfälle wie beispielsweise Schlaganfälle auslösen kann, sondern auch bestehende Erkrankungen und deren Symptome verschlimmert und dadurch Personen an der Grenze ihrer Arbeitsfähigkeit in den Krankenstand treibt. Laut der Analyse führt ein durchschnittlicher Hitzetag mit Temperaturen über 30 Grad bereits kurzfristig zu einem Anstieg der Krankmeldungen um etwa 3,5 Prozent. Dieser kurzfristige Effekt verstärkt sich mit der Dauer der Hitzebelastung. So beträgt der Anstieg der Krankmeldungen am dritten aufeinanderfolgenden Hitzetag bereits 5 Prozent und verdreifacht sich nach sieben Hitzetagen in Folge auf etwa 11 Prozent. Hitzewellen können möglicherweise auch die Diagnose von bisher unbehandelten Krankheiten wie Depressionen auslösen, die schon vorher bestanden.



Hitzeschutz als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Hoffmann: „Die Studie macht klar, dass Hitzeschutz in der Arbeitswelt einen höheren Stellenwert bekommen muss. Im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung helfen wir Betrieben bei der Umsetzung von entsprechenden Maßnahmen.“ Das Thema betreffe aber auch weitere Bereiche des täglichen Lebens, von der Kita über die Schule bis zum Sportverein. Die AOK unterstütze daher die Forderung der Partner des Hitzeaktionstages nach einer sektorenübergreifenden Gesamtstrategie für gesundheitlichen Hitzeschutz, die alle Ebenen von der Kommune bis zum Bund umfasst. „Hitzeaktionspläne müssen als kommunale Aufgabe gesetzlich verankert und von Bund und Ländern finanziell und personell unterstützt werden“, so Hoffmann weiter.
Auch gerade Kinder zählen zu den besonders hitzeempfindlichen Bevölkerungsgruppen. Deshalb engagiert sich die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland auch im Bereich der frühkindlichen Gesundheitsförderung. Mit dem Präventionsprogramm „Hitzeschutz in der KiTa“ unterstützt die Gesundheitskasse Kindertagesstätten dabei, wirksame Schutzmaßnahmen gegen Hitze und starke Sonneneinstrahlung zu etablieren. Dazu gehören unter anderem Workshops für pädagogische Fachkräfte, die Entwicklung einrichtungsspezifischer Hitzeschutzmaßnahmen sowie die Förderung von Sonnensegeln für den Außenbereich. Ziel ist es, Kinder, Eltern und Fachkräfte für die gesundheitlichen Risiken von Hitze zu sensibilisieren und den Kita-Alltag langfristig an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Link zum Programm: KiTa Hitzeschutz | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Der von der AOK als Partnerin unterstützte Hitzeaktionstag ist erstmals 2023 von der Bundesärztekammer und der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) e.V. initiiert worden und findet in diesem Jahr mit vielen regionalen und bundesweiten Aktionen und Veranstaltungen am 11. Juni statt.

Informationen der AOK zum Thema Hitze: www.aok.de/pk/hitzeschutz
Informationen zum Hitzeaktionstag: www.hitzeaktionstag.de

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Quelle Text/Bild:
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse
Virchowstraße 30
67304 Eisenberg

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Eisenberg, 10.06.2026