In der Tarifrunde bei der Deutschen Telekom weitet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die betrieblichen Warnstreiks am morgigen Freitag, den 8. Mai, auf über acht Standorte in Rheinland-Pfalz und im Saarland aus. Zum vollschichtigen Ausstand aufgerufen sind Beschäftigte in Koblenz, Bad Kreuznach, Mainz, Kaiserslautern, Neustadt, Ludwigshafen, Trier und Saarbrücken. Darüber hinaus ruft ver.di auch Beschäftigte in T-Shops sowie bei T-Systems zu Solidaritätsstreiks auf, sodass die Warnstreiks über diese acht Hauptstandorte hinausreichen. Es werden über 700 Beschäftigte insgesamt an den unterschiedlichen Standorten erwartet.
Damit verschärft ver.di den Druck vor der dritten Verhandlungsrunde deutlich. Hintergrund ist die bislang fehlende Bewegung der Arbeitgeberseite in der vergangenen zweiten Verhandlungsrunde. Während die Beschäftigten tagtäglich für funktionierende Netze, Service und technische Infrastruktur sorgen, verweigert der Konzern bislang ein Angebot, das der Leistung der Kolleginnen und Kollegen gerecht wird.
„Die Deutsche Telekom ist ein wirtschaftlich starker Konzern. Gerade deshalb ist es nicht hinnehmbar, die Beschäftigten in dieser Tarifrunde weiter hinzuhalten. Wer von den Kolleginnen und Kollegen Verlässlichkeit, Flexibilität und hohe Leistung erwartet, muss auch bei Einkommen und Wertschätzung liefern“, erklärt Andreas Wiese, zuständiger Gewerkschaftssekretär.
Von den Warnstreiks betroffen sind mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns. Aufgrund der Arbeitsniederlegung kann es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau und zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen. Die Notleitungen sind sichergestellt und werden zuverlässig versorgt.
ver.di fordert in der diesjährigen Tarifrunde Deutsche Telekom eine Entgeltsteigerung in Höhe von 6,6 Prozent, bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten. Zusätzlich fordert ver.di die Einführung eines ver.di-Mitgliederbonus in Höhe von 660 Euro im Jahr. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der dual Studierenden sollen um monatlich 120 Euro erhöht werden. Für diese fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbonus in Höhe von 240 Euro im Jahr.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht aus insgesamt 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. ver.di und Deutsche Telekom AG haben im Vorfeld der Tarifrunde eine Vereinbarung über gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geschlossen.
Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11. und 12. Mai 2026 angesetzt.
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Quelle Text/Bild:
ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland
Münsterplatz 2-6
55116 Mainz
www.verdi.de
Mainz, 07.05.2026













