Verrückte Schlussphase am Betze – FCK und Darmstadt trennen sich 3:3

Einen 0:2-Rückstand in der Schlussphase in eine 3:2-Führung gedreht, in der Nachspielzeit aber dann doch noch wieder den 3:3-Ausgleich kassiert – der Betze durchlebte am Sonntag, 11. September 2022, eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Zweimal Kenny Prince Redondo sowie Mike Wunderlich vom Elfmeterpunkt trafen in der turbulenten zweiten Hälfte für den FCK.

8. Spieltag in der Zweiten Liga: Die Roten Teufel empfingen die Darmstädter Lilien auf dem Betzenberg und veränderten dabei ihre Startaufstellung auf einer Position: Daniel Hanslik rückte für Mike Wunderlich in die erste Elf, Marlon Ritter rutschte daher wieder vom linken Flügel ins Zentrum. Und eben jener Marlon Ritter wurde nach drei Minuten erstmals brandgefährlich, Marcel Schuhen im Darmstädter Tor konnte den ersten Lautrer Torschuss aber parieren. Und auch bei der zweiten guten Gelegenheit fünf Minuten darauf hieß der Absender Marlon Ritter, dieses Mal ging sein Schuss knapp am langen Pfosten vorbei. In einer recht ausgeglichenen Partie blieb der FCK zunächst die gefährlichere Mannschaft.



Mitte der ersten Hälfte schickte Philipp Klement mit feinem Zuspiel Philipp Hercher auf die Reise, dessen Abschluss auf vollem Lauf wurde aber ebenfalls vom starken Marcel Schuhen abgewehrt. Die Begegnung verlor in der Folge etwas ihre taktischen Fesseln und ging nun phasenweise hoch und runter. Vor allem aber war die Partie von einer robusten Spielweise zweier Mannschaften, die sich nichts schenkten, geprägt. Und die Zuschauer auf dem Betze bekamen kurz vor der Pause noch einen Aufreger serviert: Nach einer missglückten Rückgabe brachte Andreas Luthe am Fünfmeterraum Lilien-Kapitän Fabian Holland zu Fall, Schiedsrichter Marco Fritz zeigte auf den Punkt. Tobias Kempe lief mit der letzten Aktion der ersten Hälfte an und brachte die Gäste mit dem Halbzeitpfiff in Führung.

Zum Seitenwechsel wechselten die Roten Teufel auch zweimal personell, brachten Hendrick Zuck und Kenny Prince Redondo neu ins Spiel. Den besseren Start aber erwischten die Lilien, Philipp Tietz traf kurz nach Wiederbeginn mit einem Distanzschuss aus rund 20 Metern zum 2:0 für die Gäste. Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken übernahm Darmstadt nun mehr die Spielkontrolle, während die Roten Teufel – angetrieben von der weiterhin lautstarken Unterstützung der knapp 40.000 Zuschauer auf dem Betze – versuchten, zum Anschluss zu kommen. 20 Minuten nach Wiederbeginn traf dann auch Terrence Boyd gegen seinen Ex-Club sehenswert unter die Latte, dem Treffer wurde aber wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt. Kurz darauf kam der FCK-Stürmer nach Klement-Flanke am Fünfmettraum zum Kopfball, Marcel Schuhen im Darmstädter Tor war aber zur Stelle. Die Roten Teufel, die mittlerweile nach den Einwechslungen von Robin Bormuth und Mike Wunderlich auf Dreierkette umgestellt hatten, waren nun wieder deutlich druckvoller und versuchten immer wieder, Terrence Boyd in Szene zu setzen. Den Anschlusstreffer aber machte ein anderer: Kenny Prince Redondo nahm eine Flanke von Geburtstagskind Boris Tomiak an der Strafraumgrenze mit dem Kopf und platzierte ihn ganz stark neben den rechten Pfosten. Es sollte der Auftakt für wilde Minuten sein. Nur zwei Zeigerumdrehungen später wurde Hendrick Zuck im Strafraum gefällt, Schiedsrichter Marco Fritz zeigte zum zweiten Mal an diesem Tage auf den Punkt. Dieses Mal übernahm der eingewechselte Mike Wunderlich die Verwandlung und verwandelte ganz sicher zum 2:2 – die Stimmung am Betze kochte über! Und der FCK wollte noch mehr, nach einer scharfen Flanke von Terrence Boyd verfehlte Philipp Hercher sieben Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit die FCK-Führung nur knapp. Kurz darauf war der Betze-Wahnsinn dann aber doch noch Realität. Marlon Ritter flankte bei einem schnellen Angriff von rechts scharf ins Zentrum, Kenny Prince Redondo flog in den Ball und verwandelte das Fritz-Walter-Stadion endgültig in ein Tollhaus. Es sollte aber noch nicht der Endpunkt dieser verrückten Partie sein. Der gerade eingewechselte Aaron Seydel traf in der Nachspielzeit nach einem langen Ball aus der Drehung zum erneuten Ausgleich – der 3:3-Endstand.

Statistik:
1. FC Kaiserslautern – SV Darmstadt 98 3:3 (0:1)
FCK: Luthe – Zimmer (64. Bormuth), Tomiak, Kraus, Durm (46. Zuck) – Niehues (64. Wunderlich), Ritter – Hercher, Klement (90. Bünning), Hanslik (46. Redondo) – Boyd
Darmstadt: Schuhen – Pfeiffer, Gjasula, Zimmermann– Bader, Kempe (88. Seydel), Schnellhardt, Holland – Mehlem (78. Warming) – Manu, Tietz
Tore: 0:1 Kempe (45.+2, FE), 0:2 Tietz (49.), 1:2 Redondo (74.) 2:2 Wunderlich (77., FE), 3:2 Redondo (87.). 3:3 Seydel (90.+1)
Gelbe Karten: Luthe / Schnellhardt, Schuhen
Schiedsrichter: Marco Fritz
Zuschauer: 38.380

Quelle Text/Bild:
1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA
Fritz-Walter-Straße 1
67663 Kaiserslautern

www.fck.de

Kaiserslautern, 11.09.2022

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