Erziehungsdiskurse der Neuen Rechten: Offener Vortrag am 27. Juni an der TU Kaiserslautern

Neurechtes Denken rüttelt an unserer demokratischen Grundordnung. Wie sich die Neue Rechte in Erziehungs- und Bildungsfragen positioniert, ist eines der Forschungsthemen von Prof. Dr. Meike Sophia Baader, Universität Hildesheim. Am 27.06.2022 hält die Erziehungswissenschaftlerin hierzu einen Vortrag an der Technische Universität Kaiserslautern (TUK). Neben dem grundsätzlichen Stellenwert, der Bildung und Erziehung in neurechten Ideologien zukommt, wird sie ebenso spezifische Aspekte wie Erinnerungskulturen, Familienpolitik, Geschlecht und Sexualität ansprechen. Interessierte sind herzlich von 16 bis 18 Uhr in die Rotunde (Gebäude 57, Erdgeschoss) eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei.



„Die Neue Rechte verschiebt die Grenze des Sagbaren, der im Grundgesetz festgeschriebenen Meinungsfreiheit, immer weiter nach rechts“, sagt Prof. Dr. phil. Mandy Schiefner-Rohs, die Baader im Rahmen eines Seminars für angehende Lehrkräfte an die TUK eingeladen hat. „Sich mit neurechten Denkweisen auseinander zu setzen, ist nicht zuletzt für die Lehrer:innenbildung höchst relevant“, ergänzt die Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik. „Daher öffnen wir den Vortrag für weitere Akteur:innen aus dem Bildungssektor sowie die interessierte Öffentlichkeit.“

Über Meike Sophia Baader
Meike Sophia Baader ist Professorin für „Allgemeine Erziehungswissenschaft“ an Universität Hildesheim. Ihre wissenschaftliche Ausbildung begann sie 1979 an der Universität Heidelberg, wo sie Germanistik und Erziehungswissenschaft studierte. Nach einer Phase mit Unterrichtstätigkeit in der beruflichen Weiterbildung und verschiedenen Lehraufträgen promovierte sie 1994 zum Dr. phil. mit einer erziehungswissenschaftlichen Arbeit zu „Die romantische Idee des Kindes und der Kindheit“. 2002 habilitierte sie sich an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Potsdam mit einer Schrift zum Thema „Transformationen des Religiösen. Religiöse Dimensionen von Reformpädagogik 1870-1950“ und erhielt die Lehrbefugnis „venia legendi“ für Erziehungswissenschaft. An der Universität Hildesheim, an der sie seit 2005 forscht und lehrt, verantwortet sie aktuell zudem als Vizepräsidentin die Bereiche Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. Sie ist Gewähltes Mitglied im Fachkollegium der DFG 109 „Erziehungswissenschaft“ und Leiterin des Graduiertenzentrums der Universität Hildesheim.

Baaders Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der Kindheitsforschung und Familienforschung sowie Übergängen im Bildungssystem. Sie forscht zu Gender und Diversity ebenso wie in der historischen Bildungsforschung zu Kindheit, Jugend und Familie in der Moderne / Internationale Reformpädagogik und Erziehung, Bildung und soziale Bewegungen, nicht zuletzt zu Demokratie und Erziehung.

Quelle Text/Bild:
TU Kaiserslautern
Hochschulkommunikation
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67663 Kaiserslautern

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Kaiserslautern, 21.06.2022