FCK gewinnt Nervenschlacht gegen Haching und verlässt die Abstiegsplätze

Mit einem knappen 3:2-Heimsieg hat sich der 1. FC Kaiserslautern am Samstag, 24. April 2021, gegen die SpVgg Unterhaching durchgesetzt und damit die Abstiegsränge vier Spieltage vor Saisonende verlassen. Nachdem Philipp Hercher und Adam Hlousek im ersten Durchgang getroffen hatte, sorgte Marvin Pourié kurz vor Ende vom Elfmeterpunkt für den 3:2-Siegtreffer.

Am Samstagmittag wartete die nächste wichtige Aufgabe im Abstiegskampf auf die Roten Teufel. Mit der SpVgg Unterhaching war der Tabellenletzte der 3. Liga zu Gast auf dem Betzenberg und die Roten Teufel wollten zum Ende der Englischen Woche unbedingt nachlegen. Cheftrainer Marco Antwerpen musste dabei auf den gesperrten Anas Ouahim, den erkrankten Hendrick Zuck und den angeschlagenen Daniel Hanslik verzichten. Für die drei rückten Nicolas Sessa, Adam Hlousek und Kenny Prince Redondo neu in die Startelf.



Nach zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage war die Marschrichtung vor dem Spiel klar: der nächste Heimsieg sollte her. Und das war auch von Beginn an zu spüren. Schon nach fünf Minuten hatte der FCK die große Möglichkeit aufs frühe 1:0. Nach einer Hereingabe von Felix Götze landete eine gefühlvolle Direktabnahme von Marvin Pourié an der Latte, der Nachschuss von Kenny Prince Redondo trudelte knapp am langen Pfosten vorbei. Und auch die nächste gute Gelegenheit hatte der FCK. Nach einer Viertelstunde fand eine gut getimte Flanke von Jean Zimmer den Kopf von Marvin Pourié, der Ball aber ging links am Tor vorbei. Die Roten Teufel blieben am Drücker, keine zwei Minuten später versuchte es Philipp Hercher mit links vom rechten Strafraumeck, sein Geschoss zischte scharf am langen Pfosten vorbei. Und auch anschließend schossen sich die Roten Teufel weiter warm, ohne sich mit zählbarem Ertrag zu belohnen: Ein Schuss von Tim Rieder im Anschluss an eine Ecke ging über das Hachinger Tor, ein Drehschuss von Marvin Pourié wurde vom Hachinger Schlussmann Jo Coppens aus dem Winkel gefischt. Nach einer halben Stunde nahm die Partie dann ein mörderisches Tempo auf. Zunächst konnte sich Philipp Hercher nach einem Doppelpass mit Jean Zimmer im Strafraum durchsetzen und den Ball zum 1:0 ins Netz schieben. Unterhaching fand jedoch eine schnelle Antwort und erzielte den postwendenden Ausgleich. Moritz Heinrich setzte sich am linken Flügel robust durch, zog nach innen und traf zum 1:1 ins kurze Eck. 60 Sekunden später führte der FCK aber wieder. Eine Flanke von Tim Rieder von rechts fand den aufgerückten Adam Hlousek am langen Pfosten und der stellte mit dem Kopf die FCK-Führung wieder her. Damit war die wilde Fahrt noch nicht zu Ende, beim nächsten FCK-Angriff brannte es gleich wieder lichterloh, Nicolas Sessa wurde auf der Strafraumgrenze gefoult. Nachdem Schiedsrichter Sören Starks zunächst Richtung Elfmeterpunkt deutete, entschied er sich nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Freistoß aus 16 Metern. Sessa führte den Freistoß selbst aus, der Ball landete am rechten Pfosten, der Nachschuss von Philipp Hercher ging knapp über das Tor. Erst danach war dann mal kurz Zeit zum Durchschnaufen, mit dem 2:1 ging es in die Pause.

Kurz nach Wiederbeginn hatten die Roten Teufel dann die nächste gute Torchance, Marvin Pouriés Versuch aus 15 Metern landete aber zu zentral auf dem Hachinger Tor und konnte so von Jo Coppens pariert werden. Und auch in der Folge hatte der FCK weiter gute Möglichkeiten vor dem gegnerischen Tor, ein Abschluss von Adam Hlousek ging beispielsweise nur knapp vorbei (52). 20 Minuten nach Wiederanpfiff gab es die nächste hochkarätige Chance: Nach einem Freistoß von Nicolas Sessa stieg Marvin Pourié mustergültig zum Kopfball hoch, wieder fehlten nur Zentimeter und das entscheidende Quäntchen Abschlussglück. Aber auch die Gäste aus Bayern gaben sich nicht auf und kamen wiederholt gefährlich auf. Nach 70 Minuten klärte Carlo Sickinger in höchster Not gegen den eingewechselten Boipelo Mashigo, bei der anschließenden Ecke landete ein Kopfball am Außennetz. Fünf Minuten später hatte Avdo Spahic im FCK-Tor dann das Nachsehen. Nach einer Flanke von rechts kam Stephan Hain am Fünfmeterraum zum Kopfball und traf neben den linken Pfosten zum 2:2-Ausgleich. Und der Treffer gab den Gästen weiteres Selbstvertrauen, zehn Minuten vor dem Ende musste Spahic gegen Moritz Heinrich retten. Das Tor fiel aber wieder auf der anderen Seite. Der eingewechselte Elias Huth wurde im Strafraum zu Boden gezogen, dieses Mal gab Sören Storks den Strafstoß. Marvin Pourié trat an, bewies Nervenstärke und verwandelte zum 3:2. Das machte die Schlussminuten aber nicht weniger zur Nervenschlacht. Doch die Roten Teufel konnten alle Hachinger Angriffe wegverteidigen und dann nach drei Minuten Nachspielzeit mit drei Punkten im Sack erschöpft zu Boden sinken. Mit dem knappen Erfolg verließ der FCK die Abstiegsränge und hat den Klassenerhalt vier Spiele vor Saisonende weiter in der eigenen Hand.

Statistik:
1. FC Kaiserslautern – SpVgg Unterhaching 3:2 (2:1)
FCK: Spahic – Rieder, Götze (64. Bakhat), Senger – Hercher, Sickinger, Sessa (79. Ritter), Hlousek – Zimmer (86. Jensen), Pourié, Redondo (79. Huth)
Unterhaching: Coppens – Schwabl, Göttlicher, Greger, Turtschan (64. Dombrowka) – Müller (60. Mashigo), Stierlin – Seidel (60. Stoh-Engel), Anspach (60. Fuchs), Heinrich – Hain
Tore: 1:0 Hercher (33.), 1:1 Heinrich (35.), 2:1 Hlousek (36.), 2:2 Hain (77.), 3:2 Pourié (83., FE)
Gelbe Karten: Müller, Göttlicher, Mashigo
Schiedsrichter: Sören Storks

Quelle Text/Bild:
1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA
Fritz-Walter-Straße 1
67663 Kaiserslautern

www.fck.de

Kaiserslautern, 24.04.2021