Resolution des Bezirkstags Pfalz für Ausbildungsplätze – Einführung eines kommunalen Energiemanagements beschlossen

Die Mitglieder des Bezirkstags Pfalz unter Vorsitz des Bezirkstagsvorsitzenden Theo Wieder haben in ihrer Sitzung in Landau einstimmig eine Resolution zur Erhaltung und Entwicklung des Ausbildungsangebots in der dreijährigen Berufsfachschule an der Meisterschule für Handwerker in Kaiserslautern (MHK) verabschiedet. Sie appellieren damit an das rheinland-pfälzische Bildungsministerium, sich für eine Weiterführung dieser wichtigen Ausbildungsform einzusetzen, denn auf Bundes- und Landesebene gibt es Bestrebungen, die der derzeitigen schulischen Ausbildung in Handwerksberufen durch Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen die Grundlagen entziehen könnten.

Bereits seit ihrer Gründung 1874 bietet der Bezirksverband Pfalz kostenfrei an der MHK jungen Menschen eine Erstausbildung in verschiedenen Handwerksberufen und leistet damit Jahr für Jahr einen wertvollen Beitrag für die Versorgung der hier ansässigen Industrie- und Handwerksbetriebe mit qualifizierten Fachkräften. Seit Jahren findet die theoretische und praktische Ausbildung in neun Berufen statt: Systemelektroniker, Goldschmied, Maler und Lackierer, Feinwerkmechaniker, Metallbauer, Steinmetz und Steinbildhauer, Tischler, Informationselektroniker und Kraftfahrzeugmechatroniker. Die Prüfungen in den meisten Ausbildungsberufen sind denen der Handwerkskammern gleichgestellt, das heißt die Absolventen und Absolventinnen erhalten ein dem Gesellenbrief ebenbürtiges Zertifikat.

Das Pfälzer Parlament hat außerdem die Einführung eines kommunalen Energiemanagements für die Einrichtungen des Bezirksverbands Pfalz beschlossen, um Klimaschutzziele zu erreichen und Energiepreissteigerungen zu begegnen. Die Klimaschutzmanagerin des Bezirksverbands Pfalz, Carolin Sperk, erläuterte, dass sie sich zunächst um Maßnahmen kümmern wolle, die nur geringe Kosten verursachen; dies betreffe die Sensibilisierung der Beschäftigten, die Erarbeitung einer Dienstanweisung „Energie“ und die Durchführung von Aktionen, wie zur „weißen Ware“, bei der alte Kühlschränke und Küchengeräte sowie ineffiziente Beleuchtung durch energiesparende ersetzt würden. Mit den Haustechnikern der Einrichtungen würden diese und andere Maßnahmen, etwa die Heizungsoptimierung durch den sogenannten hydraulischen Abgleich, diskutiert und geplant. Darüber hinaus empfiehlt sie die Erneuerung der Heizungsanlage beim Hofgut Neumühle und gegebenenfalls auch bei der Pfalzakademie sowie energetische Sanierungsmaßnahmen, wie beispielsweise Dämmung. Der Heizenergieverbrauch könne, so Sperk, um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Vorteile eines kommunalen Energiemanagements sieht sie in einer systematischen Erfassung, Kontrolle und Steuerung von Energieverbräuchen. Zentral für die Energiewende und die -versorgung des Bezirksverbands Pfalz sei die weitere Ausstattung von Einrichtungen mit Photovoltaikanlagen: So sollen ab dem kommenden Jahr neue Anlagen bei mehreren Einrichtungen, darunter das Hofgut Neumühle, errichtet werden. „Die Steigerung der Energiekosten ist eine der größten Risiken für den Haushalt des Bezirksverbands Pfalz, die durch nichts kompensierbar ist“, sagte Wieder kurz vor der Abstimmung. Die Frage sei, wie sich der Regionalverband ein stückweit unabhängiger machen könne. Diese Thematik sei von höchster Bedeutung.

Schließlich sprach sich das Gremium einmütig dafür aus, Günther Ramsauer und Karl-Heinz Seebald, beide SPD, die Ende des vergangenen Jahres aus dem Bezirkstag Pfalz ausgeschieden sind, für ihre langjährigen Verdienste mit dem Wappenschild zu ehren.

Sitzung in Landau: die Mitglieder des Bezirkstags Pfalz informieren sich über das kommunale Energiemanagement
(Foto: Bezirksverband Pfalz)

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Quelle Text/Bild:
Bezirksverband Pfalz
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Kaiserslautern, 15.07.2022

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