Innovationstag zeigt Wege zur Fabrik von morgen

Was heute noch nach Zukunft klingt, wird in der Industrie zunehmend konkret: KI-Agenten übernehmen Aufgaben, Maschinen kommunizieren über offene Standards und humanoide Roboter rücken als neue Akteure in der Produktion in den Fokus. Wie diese Entwicklungen zusammenwirken können, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Innovationstags der SmartFactory-KL.Unter dem Titel „Die Fabrik von morgen: Open SmartFactory Architecture, Agentic AI und Industrial Humanoids“ trafen sich am 15. September Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Forschung und Technologie in Kaiserslautern. Im Mittelpunkt standen dabei weniger Zukunftsvisionen als die Frage, wie sich neue Technologien bereits heute praktisch nutzen und weiterentwickeln lassen.

Wenn Maschinen zunehmend selbstständig handelnEinen Schwerpunkt bildete das Thema Agentic AI. Prof. Dr.-Ing. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SmartFactory-KL, zeigte auf, welche Möglichkeiten sich ergeben, wenn KI-Agenten künftig eigenständig Informationen verarbeiten, Entscheidungen vorbereiten und Aufgaben in Produktionsprozessen übernehmen.Dass Innovation nicht allein innerhalb eines Unternehmens entstehen muss, machte anschließend Andreas Dengel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) deutlich. Am Beispiel des Transferlabs zeigte er, wie Unternehmen auf externe Forschungs- und Entwicklungskompetenz zurückgreifen und neue Technologien gemeinsam mit Forschungspartnern erproben können.Wie solche Konzepte in konkreten Produktionsumgebungen aussehen können, demonstrierte ebm-papst. Das Unternehmen stellte eine flexible Matrixproduktion vor, bei der Agenten und die Verwaltungsschale (AAS) zusammenspielen. Damit wurde greifbar, wie offene und datenbasierte Konzepte in realen Produktionsprozessen eingesetzt werden können.

Zwischen Status quo und nächster EntwicklungsstufeWie weit ist die Industrie bei der Umsetzung von Industrie 4.0 tatsächlich? Dieser Frage widmete sich die Diskussionsrunde „Wo stehen wir heute bei I4.0?“. Unterschiedliche Perspektiven aus Forschung, Technologie und Industrie trafen dabei aufeinander und machten deutlich, dass zwischen technologischen Möglichkeiten und ihrer breiten industriellen Nutzung weiterhin wichtige Herausforderungen liegen.Weitere Einblicke lieferten die Expo Pitches. In kurzen Beiträgen stellten Partner ihre Technologien und Lösungen vor und gaben den Teilnehmenden damit einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen.

Innovation dort erleben, wo sie entstehtNach den Vorträgen verlagerte sich der Innovationstag direkt in die Praxis. Bei Führungen durch die SmartFactory-KL Modellfabrik konnten die Gäste aktuelle Technologien und Produktionskonzepte nicht nur diskutieren, sondern unmittelbar vor Ort erleben.
In der begleitenden Expo präsentierten zahlreiche Partner ihre Lösungen und standen für Gespräche zur Verfügung. Mit dabei waren unter anderem SSH, 8com, Empolis, Proalpha, PFALZKOM, Pilz, die SmartFactory-Academy, das DFKI, XITASO, YASKAWA, Fraunhofer, die IDTA sowie T-Systems/DFKI.Den Abschluss bildete ein gemeinsames Wrap-up, bevor der Tag bei einem Grillbuffet und weiterem Austausch ausklang. Gerade die Gespräche zwischen den Programmpunkten zeigten, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Forschung, Technologieanbietern und Industrie ist, um aus neuen Technologien konkrete Anwendungen entstehen zu lassen.Der Innovationstag 2026 hat damit einen Einblick in verschiedene Bausteine der Fabrik von morgen gegeben – von offenen Architekturen über KI-Agenten bis hin zu humanoider Robotik. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die entscheidende Frage nicht allein lautet, was technologisch möglich ist, sondern wie sich diese Möglichkeiten sinnvoll in bestehende industrielle Strukturen integrieren lassen.Sie möchten die Entwicklungen nicht nur beobachten, sondern selbst erproben? Die SmartFactory-KL bietet Unternehmen die Möglichkeit, neue Technologien und Produktionskonzepte in einer realitätsnahen Umgebung kennenzulernen und gemeinsam an konkreten Anwendungsfällen zu arbeiten. Sprechen Sie uns an und bringen Sie Ihre Fragestellung mit – gemeinsam finden wir heraus, was sich daraus entwickeln lässt.



Quelle Text/Bild:
Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V.
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern

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Kaiserslautern, 16.09.2026