Achtung, aktuelle Welle Telefon-Betrug!

Aktuell ist die Westpfalz offenbar wieder das „Ziel“ von Telefonbetrügern. Das zuständige Fachkommissariat der Kriminaldirektion Kaiserslautern hat am Montag und Dienstag etliche Hinweise von Betroffenen erhalten, bei denen Unbekannte angerufen und versucht haben, sie übers Ohr zu hauen. Leider hatten die Täter in einem Fall Erfolg und erbeuteten mehrere zehntausend Euro.

Allein am Dienstag gingen in der Mittagszeit (11.45 bis 13 Uhr) sechs Meldungen zu Betrugsversuchen aus den Bereichen Kaiserslautern und Pirmasens ein. In fünf Fällen handelte es sich um sogenannte Schockanrufe, bei denen die Opfer mit erschreckenden Nachrichten zu überstürzten Handlungen gebracht werden sollen. Überwiegend wird bei solchen Anrufen die Lügengeschichte aufgetischt, dass die Tochter einen schweren Unfall verursacht habe, bei dem jemand gestorben sei. Und um das Familienmitglied vor dem Gefängnis zu bewahren, müsse schnellstens eine Kaution bezahlt werden. Oft wird die Story von einer weinenden Frauen-Stimme erzählt und begleitet von angeblichen Polizeibeamten, die das Geschehene „bestätigen“.

Achtung: Bitte glauben Sie nicht alles, was Ihnen am Telefon erzählt wird! Lassen Sie sich nicht von solchen Geschichten dazu verleiten, etwas über Ihre Lebenssituation und Vermögensverhältnisse zu verraten. Ob Sie alleine leben und ob Sie Bargeld oder Wertgegenstände zu Hause haben, geht niemanden etwas an! Die echte Polizei wird Sie auch niemals am Telefon danach fragen. Und es wird auch niemals am Telefon einen Kautionsforderung gestellt! – Allein daran können Sie schon erkennen, dass hier jemand versucht, Sie hereinzulegen…

Das Gleiche gilt für Anrufe von vermeintlichen Polizeibeamten, die Ihnen am Telefon weismachen wollen, dass (beispielsweise) „bewaffnete Kriminelle“ in der Umgebung unterwegs seien, in der Nachbarschaft eingebrochen wurde und die Täter einen Zettel verloren haben, auf dem Ihr Name und Ihre Anschrift steht. – Alles frei erfunden! Und spätestens wenn das dubiose Angebot kommt, dass Sie der Polizei Ihr Bargeld übergeben sollen, damit es „in sicheren Händen“ ist, sollten bei Ihnen alle Alarmglocken schrillen!

Leider hatten Betrüger mit dieser Masche am Montag in der Verbandsgemeinde Landstuhl Erfolg. Die angerufene Seniorin glaubte die Geschichte und öffnete wenig später einer falschen Polizeibeamtin, die zu ihr nach Hause kam, die Tür. Während sie weiter am Telefon mit dem angeblichen Polizisten sprach, riss sich die Betrügerin das Bargeld unter den Nagel und verschwand. Der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich.

Zeugen beschrieben die falsche Polizeibeamtin anschließend folgendermaßen: etwa 30 bis 40 Jahre alt, ungefähr 1,60 bis 1,65 Meter groß, schwarze lockige Haare, die bis zu den Ellenbogen reichten, bekleidet mit einem längeren schwarzen Rock und einem schwarzen Oberteil. Da die Polizei aber erst mit einer halben Stunde Verzögerung informiert wurde, war bei der folgenden Fahndung in der Umgebung von der Unbekannten weit und breit nichts mehr zu sehen. Die weiteren Ermittlungen laufen.

Unser dringender Appell: Bleiben Sie bei Telefonanrufen von Unbekannten unbedingt wachsam! Lassen Sie sich weder einschüchtern, noch unter Druck setzen – und gehen Sie auch auf keine Geldforderungen ein! Im Zweifelsfall legen Sie einfach auf und verständigen Sie die Polizei! |cri




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Kaiserslautern, 07.07.2026