Solides Jahresergebnis bei unterdurchschnittlichem Zusatzbeitragssatz und insgesamt steigenden Leistungsausgaben für die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland sowie die GKV insgesamt: Der Verwaltungsrat der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat in seiner heutigen Sitzung die Jahresrechnung für das Jahr 2025 abgenommen. Diese schließt unterhalb des geplanten Ergebnisses ab, jedoch im Vergleich mit der GKV dennoch beachtlich stark. Grundsätzlich wird seit Jahren die Finanzkraft der gesetzlichen Krankenversicherung wegen kostentreibender Bundesgesetzgebungen enorm belastet. Die beitragszahlenden Versicherten und Arbeitgeber sind damit ununterbrochen übermäßig zur Kasse gebeten.
Kennzahlenentwicklung
Als größter Kranken- und Pflegeversicherer in der Region Rheinland-Pfalz und Saarland trägt die AOK die Verantwortung für die Gesundheit von rund 1,25 Millionen Versicherten. Durch eine grundsolide Finanzplanung gelang es auch im Berichtsjahr 2025 die kontinuierlich anwachsenden Kosten für die medizinische und pflegerische Versichertenversorgung zu sichern und zugleich einen attraktiven Zusatzbeitragssatz anzubieten.
Für das Jahr 2025 betrug das Haushaltsvolumen der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 5,92 Milliarden Euro. Aufgrund der vielen kostenintensiven Reformen im Gesundheitswesen und der im Jahr 2025 über den Erwartungen liegenden Kostendynamik bei den Leistungsausgaben der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland (sowie in noch stärkerem Umfang in der GKV), steht ein Defizit von 23,4 Millionen Euro in der endgültigen Jahresbilanz. Weiterhin klar positiv ist die Entwicklung bei den Versichertenzahlen: Rund 25.000 Neumitglieder konnte die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland im Jahr 2025 von sich überzeugen. Das bedeutet ein Versichertenplus von 0,83 Prozent.
„Jüngst zur besten Krankenkasse Deutschlands gekürt, überzeugen wir unsere Versicherten mit einem großartigen Preis-Leistungs-Verhältnis. Mehr und mehr Menschen wechseln kontinuierlich zur AOK und profitieren von den herausragenden Angeboten. Die AOK-Selbstverwaltung ist sich ihres Auftrages bewusst, für Menschen und Unternehmen attraktive Produkte, zugewandte Serviceangebote, individuelle Gesundheitsförderung und natürlich erst recht Lösungen im Krankheits- und Pflegefall passgenau zu gestalten“, sagt Susanne Wingertszahn, alternierende Verwaltungsratsvorsitzende der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.
„Unsere Leistungsausgaben je Versicherten sind im Jahr 2025 um 5,55 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der stationäre Bereich „Krankenhaus“ bleibt mit über zwei Milliarden Euro eindeutig der größte Einzelausgabenblock. Dessen Volumen entspricht mithin 36 Prozent der gesamten Leistungsaufwendungen. Insgesamt sind wir aufgrund der soliden Finanzplanung und des konsequenten Ausgabenmanagements gut gerüstet. Denn die Entwicklung der AOK-Leistungsausgaben lag 2,33 Prozentpunkte unterhalb der Veränderungsrate der gesetzlichen Krankenversicherung nach deren vorläufigem Jahresergebnis“, erläutert Dr. Bernd Vogler, alternierender Verwaltungsratsvorsitzender der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.
AOK-Selbstverwaltung erinnert an unaufschiebbaren strukturellen Reformbedarf
Der ehrenamtliche und paritätisch besetzte AOK-Verwaltungsrat trifft die strategischen sowie unternehmenspolitischen Entscheidungen. Anhaltend stellen die ehrenamtlich Tätigen für die gesetzliche Krankenversicherung insgesamt eine hohe Ausgabendynamik und einen unaufschiebbaren strukturellen Reformbedarf in der Gesundheitsversorgung und Pflege fest. Hier müsse die Politik dringend zukunftsfeste Weichen stellen, die mit wirksamen und durchdachten Maßnahmen zukünftig auf der Ausgabenseite zur Stabilisierung der GKV-Finanzen führen. Dann könnte man die Beitragszahlenden wirksam entlasten, anstatt die Beschäftigten und die Wirtschaft ständig weiter zu belasten.
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Quelle Text/Bild:
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse
Virchowstraße 30
67304 Eisenberg
www.aok.de
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Eisenberg, 29.06.2026













