Vollsperrung der Bahnstrecke SB-KL-LU – Kaiserslautern muss erreichbar bleiben!

„Seit etwa der Jahrtausendwende baut die Bahn ständig an der Strecke zwischen Mannheim und Saarbrücken: Erst für die S-Bahn im Zuge der WM 2006, dann für den TGV nach Paris. Zusätzlich gibt es seit einiger Zeit immer wieder Streckensperrungen, so bspw. auch an Ostern 2026“, kritisiert Holger Munderloh, Nahverkehrsexperte der Grünen Stadtratsfraktion. „Eigentlich müsste die Strecke in einem Top-Zustand sein. Und dennoch stehen monatelange Totalsperrungen in den Jahren 2028 und 2029 an, bei denen Kaiserslautern laut bisherigem Plan komplett von der gesamten Ost-West- Achse abgeschnitten wird. Auch die Nebenstrecken, zum Beispiel nach Bingen, sollen gekappt werden. Das ist völlig überzogen!“ Die DB-Tochter DB InfraGo plant die Sanierung der Bahnstrecke Ludwigshafen – Saarbrücken – Forbach. Dabei soll die Strecke im Herbst 2028 acht Wochen und fast das gesamte zweite Halbjahr 2029 gesperrt werden. Dadurch wäre Kaiserslautern sowohl in Richtung Saarbrücken, als auch in Richtung Mannheim vom Bahnverkehr abgeschnitten. Im Kaiserslauterer Stadtrat wurde am Montag eine Resolution verabschiedet, die die massive Einschränkung durch die Sanierung so weit wie möglich reduzieren will. Unter anderem sollen die Sperrungen auf ein Minimum reduziert und in Teilabschnitte aufgeteilt werden. Außerdem soll der Schienenersatzverkehr in Kapazität und Taktung ausreichend geplant und finanziert werden. „Die Resolution hat natürlich unsere volle Unterstützung. Wir fordern aber: Wenn schon gebaut wird, dann wenigstens richtig!“, meint Munderloh. „Im Zuge der geplanten Bahnsanierung und der ohnehin anstehenden Renovierung des Fußgängertunnels auf dem Einsiedlerhof muss endlich die vollständige Barrierefreiheit des Bahnhofs Einsiedlerhof hergestellt werden, die bereits seit dem Jahr 2006 vorgesehen ist. Außerdem muss die Strecke zwischen Mannheim und Saarbrücken endlich so ertüchtigt werden, dass wir die nächsten Jahre Ruhe von größeren Baumaßnahmen haben. Das beinhaltet natürlich auch alle Einbauten, die für den zukünftigen digitalen Zugbetrieb erforderlich sind. Stückwerk ist nicht zu akzeptieren.“



Quelle Text/Bild:
Stadtratsfraktion Die Grünen
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Kaiserslautern, 15.05.2026