„Deine Stimme zählt?!“: Politische Bildung für Jugendliche an der IGS Am Nanstein in Landstuhl

Gerade für junge Menschen ist politische Bildung ein zentraler Schlüssel, um eigene Positionen zu entwickeln und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen. Der Landkreis Kaiserslautern setzt daher seit Jahren gezielt auf Angebote, die Jugendliche frühzeitig für demokratische Prozesse sensibilisieren. Mit einem klaren Fokus auf politische Partizipation fand entsprechend am Freitag, 6. März, an der Integrierten Gesamtschule Am Nanstein (IGS) in Landstuhl der multimediale Vortrag „Deine Stimme zählt!?“ von DOKULIVE aus Mainz statt.
Als Veranstalter holte das Jugendamt der Kreisverwaltung Kaiserslautern für das multimediale Beteiligungsprojekt den Politologen und Journalisten Ingo Espenschied nach Landstuhl. In rund 90 Minuten präsentierte Espenschied den Schülerinnen und Schülern der 11. und 12. Jahrgangsstufe kompakt und anschaulich die Hintergründe zur bevorstehenden Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am 22. März und vermittelte grundlegendes Wissen zur demokratischen Entscheidungsfindung.
Zur Begrüßung betonte Kreisbeigeordneter Peter Schmidt die Bedeutung politischer Teilhabe: „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt davon, dass Menschen ihr Wahlrecht wahrnehmen und sich beteiligen. Deshalb ist es wichtig, wählen zu gehen und von diesem Recht Gebrauch zu machen. Nur so kann unsere Demokratie auch in Zukunft bestehen bleiben.“
Im Anschluss nahm Espenschied die rund 100 Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise durch die Geschichte Deutschlands sowie durch die aktuelle Parteienlandschaft, veranschaulichte die Entwicklung des Wahlrechts ebenso wie das Prinzip der Gewaltenteilung. Anschaulich erklärte er den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern die Aufgaben von Abgeordneten, die Arbeit in Ausschüssen und Plenarsitzungen sowie den Ablauf einer Wahl – von der Wahlbenachrichtigung über die Stimmabgabe im Wahllokal oder per Briefwahl bis hin zur Bedeutung von Erst- und Zweitstimme.
Dabei machte Espenschied deutlich, dass Demokratie überall dort stattfindet, „wo Öffentlichkeit entsteht und Meinungen gebildet werden. Jeder kann daran teilnehmen. Auch junge Menschen können Einfluss auf Politik nehmen“, wie u. a. die Bewegung „Fridays for Future“ gezeigt habe.
Neben jugendgerecht aufbereiteten Informationen zur anstehenden Landtagswahl erhielten die Teilnehmenden die Möglichkeit, dem Experten Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Auch bewusst provokant formulierte Fragen – etwa, warum jede einzelne Stimme bei Wahlen zählt und woran demokratische Systeme überhaupt zu erkennen seien – wurden rege im Publikum diskutiert.
Seit fünf Jahren widmet sich das Jugendamt der Kreisverwaltung Kaiserslautern verstärkt der Partizipation und Demokratiebildung junger Menschen und hat in diesem Zusammenhang verschiedene Formate umgesetzt – darunter „Landrat macht Schule“, das digitale Austauschformat mit Schülervertretungen, sowie die Initiative „Landkreis mit Courage“. „Junge Menschen wollen nicht nur informiert, sondern auch gehört werden und mitreden dürfen“, betont Kreisjugendpflegerin Petra Brenk. Entsprechend liegt der Fokus der Jugendamtsarbeit daher nicht nur auf Informations- und Aufklärungsangeboten, sondern auch darauf, weitere Möglichkeiten zur Beteiligung und Mitwirkung zu schaffen. Bereits für April ist dafür ein Austauschtreffen zu den Themen politische Partizipation und Beteiligung junger Menschen geplant.



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Bild: Reiner Voß, © Landkreis Kaiserslautern

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Kaiserslautern, 09.03.2026

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