Giftige Gefahren im Gras

TASSO warnt vor Giftködern und motiviert zum gemeinsamen Training

Eschborn, 30. Juli 2026 – Die Nase ist tief im Gras verborgen, die Körperhaltung freudig aufgeregt. Ist das noch Schnüffeln oder ging da etwa gerade die Schnauze auf? Frisst der Hund etwas? Ist es gefährlich? Was tun, wenn es verdächtig ist? Diese oder ähnliche Gedanken haben zahlreiche Hundehalter:innen auf nahezu jedem Spaziergang mit ihrem vierbeinigen Begleiter. Leider aus gutem Grund: Die Gefahr durch Giftköder ist real. Immer wieder kommt es vor, dass Hunde ernstzunehmend verletzt werden. Die Tierschutzorganisation TASSO e.V., die Europas größtes kostenloses Heimtierregister betreibt, fasst wichtige Tipps zum Thema zusammen und motiviert dazu, gemeinsam mit dem Hund zu trainieren, um möglichst zu verhindern, dass dieser draußen etwas Gefährliches aufnimmt.

Hunde schnüffeln zu lassen, gehört zu einer artgerechten Tierhaltung dazu. Es liegt im Wesen der Tiere und ist ein wichtiger Teil des arttypischen Verhaltens. Doch je nach Charakter fressen Hunde auf einem Spaziergang auch schnell etwas und nicht immer können wir es verhindern. Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen absichtlich Köder auslegen, die Hunden gefährlich werden können. Das können vergiftete Leckerchen sein oder mit Rasierklingen gespickte Fleischstücke. Beides ist nicht nur moralisch verwerflich und tierschutzrechtlich verboten, sondern auch eine reelle Gefahr für das Leben eines Hundes. Manchmal liegt jedoch auch ohne böse Absicht etwas Unverträgliches und Gefährliches auf dem Boden. „Daher ist es wichtig, dass Hundehalter:innen auf gemeinsamen Spaziergängen aufmerksam sind und wissen, wie sie mögliche Symptome deuten können“, sagt Tierärztin und Tierschutzreferentin Dr. Lisa Borchard, die bei TASSO das Projekt Verantwortungsvolle Tierhaltung leitet.

Besonders für Hunde, die dazu neigen, draußen vermeintlich Fressbares aufzunehmen, empfiehlt es sich zudem, ein gezieltes Giftködertraining zu machen. Dabei lernen die Hunde – je nach Ansatz des Trainings – entweder, anzuzeigen, dass sie etwas entdeckt haben oder sich bewusst abzuwenden. „Ein solches Training können Menschen, die gut autodidaktisch lernen und üben, nach einiger Vorabinformation auch auf eigene Faust durchführen“, sagt Borchard. Doch manchmal ist professionelle Unterstützung sinnvoll. Viele Hundetrainer:innen und Hundeschulen bieten mittlerweile spezielle Kurse zu diesem Thema an. „Gemeinsames Training macht in erster Linie Spaß und fördert die Mensch-Tier-Bindung“, weiß die auf Tierverhalten spezialisierte Tierärztin. „Deswegen können auch Hunde, die nicht so stark gefährdet scheinen, weil sie draußen weniger dazu neigen, etwas zu fressen, durchaus von einem solchen Training profitieren und sind für einen möglichen Ernstfall vorbereitet.“

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Tipps für Tierhalter:innen:
Prävention: Machen Sie mit Ihrem Hund ein gut strukturiertes Anti-Giftködertraining.
Streckenwahl und Warnapp: Entscheiden Sie sich für Strecken, auf denen das Risiko für Giftköder geringer scheint oder nutzen Sie spezielle Warnapps.
Maulkorb mit Fressschutz: Haben Sie einen Hund, der draußen stark dazu neigt, alles aufzunehmen? Dann kann ein gutsitzender und positiv trainierter Maulkorb ein wirkungsvoller zusätzlicher Schutz sein.
Aufmerksamkeit beim Spaziergang: Beschäftigten Sie sich aktiv mit Ihrem Hund, achten Sie darauf, wo Ihr Hund schnüffelt, bleiben Sie wachsam und überprüfen Sie die Stelle, an der Ihr Hund möglicherweise etwas gefressen hat.
Beobachten Sie Ihr Tier genau und handeln Sie, wenn Sie den Verdacht haben, Ihr Tier könnte etwas Gefährliches gefressen haben oder wenn es Symptome einer Vergiftung zeigt. Diese können ja nach Giftköder etwa Erbrechen, starkes Speicheln, blasse Schleimhäute, Torkeln, Durchfall, Teilnahmslosigkeit oder Bewusstseinsverlust sein. Oft ist eine umgehende tiermedizinische Behandlung entscheidend.



Quelle Text/Bild:
TASSO-Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland e.V.
Otto-Volger-Str. 15
65843 Sulzbach/Ts.
Deutschland

www.tasso.net

Sulzbach/Ts., 30.07.2026

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