Gerade im Sommer gibt es sie immer häufiger: Vorratsschädlinge. Ob im Mehl oder in den Nüssen, Motten und Käfer fühlen sich besonders in trockenen Lebensmitteln wohl. Dies führt immer wieder zu unnötigen Lebensmittelverlusten. Ein Befall lässt sich oft vorab vermeiden – und auch bei einem Auftreten gibt es wirksame Maßnahmen.
Wie kommen die Schädlinge in das Essen?
Vorratsschädlinge gelangen häufig unbemerkt in den Haushalt. Oft werden sie bereits mit eingekauften Lebensmitteln eingeschleppt, etwa über Mehl, Reis, Nüsse oder Gewürze. Typische Anzeichen sind kleine Gespinste in Verpackungen, krümelige Rückstände oder kleine Käfer und Larven im Vorratsschrank. Besonders warme Temperaturen und lange gelagerte Lebensmittel begünstigen ihre Vermehrung.
Die Zahl möglicher Vorrats- und Hygieneschädlinge ist groß. Häufig treten in deutschen Haushalten Käferarten wie Brot-, Korn- oder Reismehlkäfer sowie Mottenarten wie Dörrobst- und Mehlmotten auf, gelegentlich auch Schaben. Die meisten Schädlinge sind dabei nicht auf ein einzelnes Lebensmittel spezialisiert: Sie befallen unter anderem Mehl, Nüsse, Schokolade, Nudeln oder sogar Gewürze. Das warme und teilweise feuchte Klima in der Küche bietet ihnen zudem günstige Lebensbedingungen.
Was hilft gegen Vorratsschädlinge?
Um einen Befall zu vermeiden, sollten trockene Lebensmittel möglichst in gut verschließbaren Behältern mit Gummidichtung aufbewahrt werden. Offene oder beschädigte Verpackungen bieten Schädlingen einen leichten Zugang. Neu gekaufte Trockenvorräte sollten zudem auf einen möglichen Befall geprüft werden. Zudem empfiehlt es sich, Vorräte regelmäßig zu kontrollieren und kühl und trocken zu lagern. Zusätzlich sollte beim Kochen regelmäßig gelüftet werden, um die Luftfeuchtigkeit möglichst gering zu halten. Das Anbringen von Fliegengittern vor allen Fenstern verhindert zusätzlich das Einfliegen von Vorratsschädlingen.
Ist bereits Befall aufgetreten, sollten betroffene Lebensmittel konsequent entsorgt werden. Davor sollten diese eingefroren werden, damit sich die Insekten nicht aus dem Müll heraus wieder ausbreiten können. Anschließend ist es wichtig, den Vorratsschrank gründlich zu reinigen. Hierzu eignet sich Allzweck- oder Essigreiniger. In einigen Fällen können auch Pheromonfallen – sogenannte synthetische Lockstoffe – zum Einsatz kommen.
Weitere Infos zur Schädlingsbekämpfung und – Vorbeugung sind hier zu finden.
Quelle Text/Bild:
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V.
Beratungsstelle Kaiserslautern
Fackelstraße 22, 67655 Kaiserslautern
www.verbraucherzentrale-rlp.de
Kaiserslautern, 06.07.2024
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