An einer weiterführenden Schule kam es unter zwei Schülern zu einer gefährlichen Challenge: Nach aktuellen Erkenntnissen würgte ein 13-Jähriger einen 14-jährigen Mitschüler bis zur Bewusstlosigkeit. Der als „Blackout-Challenge“ bekannte Vorfall ereignete sich bereits am 9. Juni, wurde aber erst am Dienstag bei der Polizei angezeigt. Die Beamten haben die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung aufgenommen und warnen eindringlich: Nehmt nicht an solchen Challenges teil! Sie sind lebensgefährlich!
Gefahren durch digitale Mutproben
Digitale Challenges – oft als Mutproben in Sozialen Medien verbreitet – können harmlos beginnen, bergen aber nicht selten erhebliche Risiken. Einige dieser „Herausforderungen“ zielen darauf ab, körperliche Grenzen auszutesten oder extreme Handlungen durchzuführen. So können scheinbar harmlose Aktionen wie das Einatmen von Spraydosen oder das Konsumieren übermäßig scharfer Lebensmittel zu schweren gesundheitlichen Schäden führen. Dazu zählen unter anderem Atemnot, Kreislaufprobleme oder sogar Hirnschädigungen und andere dauerhaft anhaltende Gesundheitsschäden.
Besonders problematisch sind Inhalte, die selbstverletzendes Verhalten oder gefährliche Schönheitsideale verherrlichen. Solche Darstellungen können bei Kindern und Jugendlichen zu riskantem Verhalten führen. Hinweise auf solche Inhalte können Sie unter www.jugendschutz.net/verstoss-melden melden.
Empfehlungen für Eltern und Erziehungsberechtigte
– Im Dialog bleiben: Fragen Sie regelmäßig nach, welche Trends und
Challenges aktuell in den Sozialen Medien Ihres Kindes
verbreitet werden. So können Sie frühzeitig auf mögliche
Gefahren aufmerksam werden und rechtzeitig reagieren.
– Kritisches Hinterfragen fördern: Ermutigen Sie Ihr Kind, Inhalte
zu prüfen – viele Challenges sind erfunden oder übertrieben
dargestellt.
– Widerstandsfähigkeit stärken: Bestärken Sie Ihr Kind, sich und
andere nicht in Gefahr zu bringen. Betonen Sie, wie wichtig es
ist, sich nicht durch Gruppendruck zu gefährlichem Verhalten
drängen zu lassen.
– Verantwortung vermitteln: Erklären Sie, dass das Teilen
gefährlicher Challenges andere in Gefahr bringen kann.
– Meldestellen nutzen: Gefährliche Inhalte können Sie bei
Plattformen wie internet-beschwerdestelle.de oder
jugendschutz.net melden. Im Zweifel und bei Hinweisen auf
strafbare Handlungen, wenden Sie sich an die Polizei.
Weitere Informationen und Tipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de im Internet. |erf
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Kaiserslautern, 17.06.2026












