Roman
Judith Hermann – Ich möchte zurückgehen in der Zeit
Judith Herrmann begibt sich in die Vergangenheit ihrer Familie. Wie bei vielen schweigen die Eltern, erinnern sich nicht, wollen nicht wissen, was geschah. Diese Sprachlosigkeit, dieses Ausweichen beschreibt die Autorin, indem sie Gespräche mit ihrer Mutter wiedergibt. Und sie folgt den Spuren ihres Großvaters, der möglicherweise in Polen an SS-Verbrechen beteiligt war. Sie reist nach Polen und versucht Hinweise zu finden, wird jedoch enttäuscht. Auch Gespräche mit ihrer Schwester bringen sie nicht weiter und offenbaren aber, dass sich jeder unterschiedlich intensiv mit Familie und möglicher Schuld beschäftigt und jeder seine Gründe dafür hat.
Roman
Elizabeth Strout – Erzähl mir alles
Vor ein paar Jahren ist Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, mit ihrem Ex-Mann William in die Küstenstadt Crosby in Maine gezogen. In ein abseits gelegenes Haus am Meer. Doch die beschauliche Ruhe in Crosby wird gestört, als eine alte Frau spurlos verschwindet. Und auch Lucys Welt gerät still und leise aus dem Lot. Auf den einsamen Spaziergängen mit Bob Burgess, ihrem alten Freund und Vertrauten, sprechen beide über ihr Leben und über das, was hätte sein können.
Roman
Jacqueline Harpman – Ich, die ich Männer nicht kannte
In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was über Tage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden. Die 1995 erschienene Dystopie der belgischen Autorin erinnert an Atwoods Report der Magd und erscheint nun erstmals auf Deutsch.
Sachbuch
Julian NIda-Rümelin
Was Demokratie ausmacht – und wie sie aus der Krise kommt
„Demokratie hat starke Voraussetzungen. Zu diesen gehört die Annahme, dass ihre Bürgerinnen und Bürger sich wechselseitig als frei, gleich und vernunftbegabt anerkennen, dass sie bereit und in der Lage sind, die Bedingungen ihres Zusammenlebens human zu gestalten. Ohne eine Zivilkultur des Respekts ist die Demokratie nicht lebensfähig.“ In seinem politischen Hauptwerk legt Julian Nida-Rümelin eine fundierte Analyse der Demokratie vor – woher sie kommt, was sie ist, was sie bedroht und wie wir sie schützen können und müssen. Er wirbt für demokratischen Optimismus und demokratisches Engagement – allen gegenwärtigen Krisen zum Trotz.
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Quelle Text/Bild:
buchhandlung blaue blume
Richard-Wagner-Str. 46
67655 Kaiserslautern
www.buchhandlung-blaue-blume.de
Kaiserslautern, 27.03.2026












