Am Pfalztheater bringt Regisseur und Ausstatter Maik Priebe den hochspannenden Moralthriller „Die Ärztin“ von Robert Icke, sehr frei nach „Professor Bernhardi“ von Arthur Schnitzler, auf die Bühne. In der Titelrolle ist Hannelore Bähr zu erleben. Premiere des Stücks, das seit der deutschsprachigen Erstaufführung am Wiener Burgtheater vor vier Jahren bundesweit für Furore sorgt, ist am Freitag, 6. März 2026, um 20 Uhr auf der Werkstattbühne.
Skandal in einer Privatklinik: Ein 14-jähriges Mädchen liegt nach einem selbst unternommenen Abtreibungsversuch im Sterben. Ein Priester will ihr die letzte Ölung spenden. Doch die behandelnde Ärztin Ruth Wolff verweigert ihm den Zutritt, da die Patientenakte keinen Hinweis auf die Konfession des Mädchens enthält. Mit dieser Entscheidung löst sie nach dem Tod des Mädchens einen Shitstorm aus. Der Grund: Da der Priester schwarz ist, wird der weißen säkularen Jüdin Wolff Rassismus und Diskriminierung vorgeworfen. Sie wiederum sieht sich antisemitischen und frauenfeindlichen Anfeindungen ausgesetzt. Selbst langjährige Kolleg:innen wenden sich zunehmend von ihr ab. Als auch noch Sponsoren ihre finanzielle Unterstützung einstellen wollen, droht der Klinik und allen Mitarbeiter:innen das Aus. Wird es der Ärztin gelingen, sich aus dem verwirrenden Geflecht von Fakten, (Falsch-)Behauptungen und Intrigen zu befreien?
Ruth Wolff behauptet immer, dass sie Ärztin sei und sonst nichts. Aber das ist Wolff nicht möglich, da sie auch ein Mensch mitsamt einer Biografie und
Zugehörigkeiten ist. Aber wäre die Ärztin ähnlichen Diffamierungen ausgesetzt, wenn sie ein christlicher Mann wäre und keine jüdische Frau? Spielen antireligiöse Diskriminierung und unbewusster Rassismus eine Rolle in diesem Konflikt?
Nach welchen Kriterien beurteilen wir einen Menschen? Nur nach seiner Identität, seiner Physiognomie, seiner (Lebens-)Einstellung, seiner Religion oder nur nach seiner Kompetenz? Und ist das überhaupt möglich?
Der englische Dramatiker Robert Icke verhandelt in seinem Stück „Die Ärztin“ komplexe Fragestellungen und hochaktuelle gesellschaftliche Debatten, denen wir uns alle nicht entziehen können.
Priebe wird Ickes kluges Konversationsstück als einen packenden, intensiven und hochspannenden Moralthriller auf die Bühne bringen.
Premiere: 06. März, 20 Uhr, Pfalztheater Kaiserslautern, Werkstattbühne
Weitere Infos und Termine: www.pfalztheater.de
Karten: www.pfalztheater.de , Vorverkauf@pfalztheater.bv-pfalz.de , 0631 3675 209
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Quelle Text/Bild:
Pfalztheater Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 4 + 5
67657 Kaiserslautern
www.pfalztheater.de
Kaiserslautern, 02.03.2026
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