Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 02. Februar 2026 die Stadtverwaltung Kaiserslautern beauftragt, ein seniorenpolitisches Konzept zu erstellen. Dieses soll gemeinsam mit in der Altenhilfe tätigen Institutionen und dem Seniorenbeirat, der im März neu gewählt wird, erarbeitet werden. Ziel des Konzepts ist es, die bestehenden Angebote sowie den Bedarf der Altenhilfe in Kaiserslautern zu ermitteln sowie eine Basis für die künftige Ausrichtung der kommunalen Seniorenarbeit und damit verbundene Maßnahmen zu schaffen.
Dem Vorschlag der Verwaltung, ein seniorenpolitisches Konzept zu erstellen, ging ein Antrag des Seniorenbeirats im Stadtrat und im Sozialausschuss voraus. Das Anliegen war die Einrichtung eines Seniorenbüros für ältere Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Die Recherche des Sozialreferats zu Seniorenbüros in Rheinland-Pfalz zeigte ein unterschiedliches Bild. „Die Angebote der Seniorenbüros in anderen Kommunen sind in Kaiserslautern schon weitestgehend abgebildet“, erklärte Beigeordnete Anja Pfeiffer in der Stadtratssitzung. Die Angebote seien in Kaiserslautern jedoch dezentral unter anderem auf Stadtteilbüros, kommunale und ehrenamtliche Seniorenarbeit sowie kirchliche und freie Träger verteilt. Ein zentrales Seniorenbüro würde dieser bestehenden Struktur entgegenstehen.
„Wir möchten uns der Idee eines Seniorenbüros nicht verschließen, sondern Doppelstrukturen mit bereits bestehenden Angeboten vermeiden“, erklärte Pfeiffer. „Um den Bedürfnissen unseren älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern bestmöglich gerecht zu werden, möchten wir Menschen zusammenbringen, die in Kaiserslautern im Bereich der Altenhilfe tätig sind, und gemeinsam ermitteln, wo das bestehende Angebot möglicherweise noch ergänzt werden könnte.“ Das Ergebnis dieser Workshops wird das seniorenpolitische Konzept sein. Der Aufruf sowie eine Einladung zur Mitwirkung an dem Konzept folgen noch, die Stadtverwaltung freut sich aber schon jetzt auf zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Stadtgesellschaft.
Mithilfe des Konzepts sollen Aufgaben und Angebote an den Bedarf in Kaiserslautern und an bestehende Strukturen angepasst sowie ein Mehrwert geschaffen werden. Doppelstrukturen gilt es zu vermeiden. So soll die Basis für die künftige Ausrichtung der kommunalen Seniorenarbeit gebildet werden. Ob, mit welchen Aufgaben und in welcher Trägerschaft ein Seniorenbüro möglich wäre, wird bei der Erarbeitung des Konzepts ermittelt.
Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge empfiehlt nach Paragraph 71 SGB 12, dass die Altenhilfe dazu beitragen soll, Schwierigkeiten, die durch das Alter entstehen, zu verhüten, zu überwinden oder zu mildern und alten Menschen die Möglichkeit zu erhalten, selbstbestimmt am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen und ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe zu stärken. Wie genau diese Pflichtaufgabe auf kommunaler Ebene ausgestaltet wird, ist den Kommunen überlassen.
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Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 1, 67657 Kaiserslautern
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Kaiserslautern, 09.02.2026
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