Engagement aller Beteiligten: Stipendien an der Hochschule Kaiserslautern

Das seit 2011 durchgeführte Format des Deutschlandstipendiums kann an der Hochschule Kaiserslautern im Jahr 2023 erneut eine besonders hohe Anzahl an Stipendien aufweisen: die Zahl der vergebenen Stipendien liegt bei 54 und damit – wie auch bereits im Vorjahr ¬– rund 20 Prozent über dem Durchschnitt der Vorjahre. Als Förderer treten Unternehmen der Region sowie Stiftungen auf, viele davon halten seit Jahren an ihrem Engagement fest. Seit 2013 werden zudem jährlich auch mehrere Stipendien für Studierende zur Förderung von Gleichstellung und Diversität vergeben.

Bei der Vergabe am 30. November konnten so in diesem Jahr zusammen 64 Stipendien in feierlichem Rahmen in der Aula am Campus Kammgarn der Hochschule Kaiserslautern überreicht werden: Silke Weber, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte und Leiterin der Stabsstelle Diversitätsmanagement, konnte vier Stipendien an alleinerziehende Studierende und sechs Stipendien an Studienanfängerinnen vergeben. In ihrer Ansprache hob sie die Erweiterung der Vergabekriterien für Studienanfängerinnen hervor. So können in diesem Jahr neben Studentinnen mit besonderem ehrenamtlichem Engagement erstmals auch Studentinnen mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung, Studentinnen mit Migrationserfahrung und auch Studentinnen aus Nicht-Akademikerfamilien gefördert werden. Zudem verwies sie darauf, dass mit den lila Lichtern der feierlichen Vergabe auf die rund um den 3. Dezember, dem Tag der Menschen mit Behinderung, lancierte globale Kampagne #PurpleLightUp ein Zeichen für gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen gesetzt werden sollte.

Förderern und Stipendiat*innen des Deutschlandstipendiums gratulierte Vizepräsident für Digitalisierung Prof. Dipl.-Ing. Klaus Knopper, Vorsitzender des Stipendienauswahlgremiums. Die Kandidat*innen, die sich im Rahmen des Auswahlprozesses durchsetzten, entstammen allen 5 Fachbereichen der HSKL und decken somit die gesamte Bandbreite des Studienangebots der HSKL ab.



„Das Deutschlandstipendium und auch das Stipendium der Gleichstellung zeichnet sich gegenüber anderen Förderungen dadurch aus, dass nicht nur besondere Leistungen im Studium ausgezeichnet werden, sondern auch herausragendes persönliches und gesellschaftliches Engagement berücksichtigt wird. Die Förderung ist daher nicht nur eine Belohnung für akademische Exzellenz, sondern eine echte Investition in die Zukunft“, hob Knopper hervor.

Auf die Relevanz des Deutschlandstipendiums an der Schnittstelle von Hochschule und Wirtschaft ging Prof. Dr. med. Karl-Herbert Schäfer, Vizepräsident für Forschung und Transfer, im gemeinsamen Grußwort mit seinem Kollegen Knopper ein. Das Instrument des Deutschlandstipendiums ist in seiner Wirkkraft nicht zu unterschätzen und für viele Förderer zunehmend ein fester Bestandteil im Recruiting-Prozess.

Die Beziehung von Förderer und Stipendiat*in kann dabei deutlich über den finanziellen Aspekt hinausgehen und nachhaltige Wirkung aufzeigen: so ist es durchaus nicht ungewöhnlich, dass Stipendiat*innen nach Abschluss ihres Studiums von ihrem ehemaligen Förderer unter Vertrag genommen werden.

Die feierliche Vergabe der Stipendien war für alle Beteiligte ein Highlight. Man konnte die festliche Atmosphäre und die wertvollen Gespräche genießen und im Anschluss an die Stipendienvergabe den Abend bei Life-Musik von Bass2Voice, Wein und einem Imbiss ausklingen lassen.

Zusätzliche Infos zu den Stipendien:

Zum Deutschlandstipendium:
Eine Bewerbung ist i.d.R. von Mai-August möglich. Entscheidend ist neben Studienleistung und persönlichem Bildungsweg auch soziales bzw. ehrenamtliches Engagement. Das Deutschlandstipendium wird i.d.R. für zwei Semester vergeben.

Zu dem Stipendium der Gleichstellung für Studienanfängerinnen:
Das Stipendium läuft über 2 Semester, dient der Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Studiengängen und soll in der sensiblen Anfangszeit die volle Konzentration aufs Studium ermöglichen. Vergabekriterien sind neben besonderem ehrenamtlichem Engagement eine Behinderung und/oder chronische Erkrankung, Migrationserfahrung (kleiner zehn Jahre) oder die sozioökonomische Herkunft (Erstakademikerin).

Zu dem Stipendium für alleinerziehende Studierende der Stipendienstiftung Rheinland-Pfalz:
Das Stipendium läuft über 1 Semester mit der Möglichkeit zur Verlängerung. Es soll die Konzentration auf das Studium ermöglichen und eine Erleichterung schaffen für die Mehrfachbelastung durch die Parallelität von Familie und Studium.

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Quelle Text/Bild:
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Kaiserslautern, 06.12.2023