Antisemitische Vorfälle in Gurs

Mitglieder des Gedenkausschusses reagieren bestürzt

Große Bestürzung und Betroffenheit herrschte in der Sitzung des Ausschusses für Gedenkarbeit und Demokratieförderung unter Vorsitz von Manfred Schwarz, als die Mitglieder von den antisemitischen Vorfällen hörten, die sich in der Nacht vom 10. auf den 11. September 2023 in der Gemeinde Gurs ereignet hatten. Dort wurde Angst und Schrecken verbreitet und die Bewohnerinnen und Bewohner mit unerträglichen Parolen belästigt. Es kursierten Gerüchte über eine aus menschenfeindlichen Gründen intendierte Zerstörung des Deportiertenfriedhofs, auf dem unter anderem rund 1.070 jüdische Menschen aus der Pfalz und Baden bestattet sind. Aus derselben antisemitischen Motivation heraus sollte das nahegelegene Gelände des ehemaligen Interniertenlagers in Mitleidenschaft gezogen werden.

Im Hinblick auf die bevorstehende jährliche Gedenkveranstaltung der „Arbeitsgemeinschaft zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofes in Gurs“, der auch der Bezirksverband Pfalz angehört und mit einer Delegation sowie einer Jugendgruppe teilnimmt, solidarisierten sich die Gremienmitglieder im Namen des Regionalverbands mit der Gemeinde Gurs. Sie schlossen sich ausdrücklich einer Solidaritätsbekundung an, die der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup mit Schreiben vom 14. September 2023 im Namen der Arbeitsgemeinschaft an den Ortsbürgermeister von Gurs, Christian Puharré, adressiert hatte.



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Quelle Text/Bild:
Bezirksverband Pfalz
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Bismarckstraße 17
67655 Kaiserslautern

www.bv-pfalz.de

Kaiserslautern, 02.10.2023

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