Zu wenig Unterstützung für den Asternweg

Oberbürgermeisterkandidat Thomas Kürwitz besuchte letzte Woche die Gaststätte „Zum Ilse“ im Asternweg. „Ich bin beeindruckt, was die Menschen hier eigenhändig geschaffen haben, aber wo bleibt die entsprechende Unterstützung seitens der Stadt?“, äußert Kürwitz.
Die Wirtin Ilse Menke und ihr Ehemann Ernst sind mehr als nur Wirte auf dem Kalkofen. Ihre Gaststätte ist eine der zentralen Anlaufstellen für die Menschen dort.Sie selbst sind im Brennpunktviertel aufgewachsen und kennen jeden dort.
Die Menschen dort hoffen seit Jahren auf bessere Wohnungen
– doch sie werden immer wieder enttäuscht. In vielen dieser Schlichtwohnungen gibt es kaum ausreichend warmes Wasser und Heizmöglichkeiten. Statt Bäder gibt es Sammelduschen- wenn überhaupt. Dabei hatte die Stadt Kaiserslautern schon 2015 versprochen, alle Wohnungen komplett zu sanieren. Das ist bisher nicht passiert. Stattdessen hat Ernst Menke nicht nur für eine schöne weihnachtliche Atmosphäre im Außenbereich des Asternwegs gesorgt, sondern auch mit Hilfe von Spenden, handwerklicher Unterstützung und seinem Team eigenmächtig einen kompletten Aufgang eines Wohnblocks in beeindruckender Qualität saniert. „Die Wohnungen sind bezugsfertig, nur leider wird dies seitens der Stadt aufgrund fehlender oder nicht ausreichender Brandschutzmaßnahmen verhindert“ , äußert sich Menke. Er und seine Mitstreiter haben den Grundstein für ein besseres Miteinander zwischen der Stadt und den Menschen vom Asternweg gelegt. Stattdessen hofft der Asternweg auf politische Unterstützung und kämpft um bessere Lebensumstände. Wenn die Menschen dort ein Problem haben, gehen sie zu Ilse und ihrer Familie.

„Warum kooperiert bzw. unterstützt die Stadt nicht die Vorhaben im Asternweg?“, für Kürwitz unbegreiflich.In elf Wohnblöcken gibt es rund 260 Wohnungen, erbaut in den 50er Jahren. Sie gehören der Stadt Kaiserslautern. Diese bringt hier Menschen unter, die zwangsgeräumt oder obdachlos sind. 2015 hat der Stadtrat beschlossen, dass alle Blöcke komplett saniert werden sollten, innen und außen- und zwar innerhalb von 10 Jahren. Die Bewohner des Asternwegs haben leider das Vertrauen in diese „Fassadenpolitik“ verloren. „Es ist dringend an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen. Die Menschen sind dort viel motivierter und engagierter als ich mir vorgestellt hatte,” so Kürwitz. Immerhin hat man sich dieses Jahr im Stadtrat entschieden, dass die Bau AG an der Ecke Asternweg/ Geranienweg einen Neubau mit 45 Wohnungen erstellt. Weitere Projekte müssen nun möglichst zügig umgesetzt werden.

Quelle Text/Bild:
Thomas Kürwitz
Rauschenweg 15
67663 Kaiserslautern

www.kuerwitz-Kaiserslautern.de

Kaiserslautern, 06.12.2022