Rat befindet über Energiesparplan der Verwaltung – Vorlage für die Stadtratssitzung

Deutschland befindet sich in einer Energiekrise, deren Auswirkungen noch nicht absehbar sind. Die Bevölkerung ist daher schon jetzt zum Energiesparen aufgerufen, und die Verwaltung möchte hierbei mit gutem Beispiel vorangehen. Oberbürgermeister Klaus Weichel wird daher dem Stadtrat einen von den Referaten Gebäudewirtschaft und Tiefbau erarbeiteten Energiesparplan vorlegen, über den der Rat in seiner Sitzung am 18. Juli befinden wird.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Energieeinsparung in städtischen Liegenschaften sollen dem Thema Erdgasknappheit entgegenwirken und dazu beitragen, die zu erwartenden niedrigen Gaspegelstände in Deutschland im Winter nicht zu stark zu belasten. Alle genannten Einsparungen sind grobe Schätzwerte und für spätere Vergleiche als nicht belastbar anzusehen. Hier die Maßnahmen im Einzelnen:
1. Das Warmfreibad wird für den Rest der Saison als Kaltbad betrieben, ohne Erwärmung des Beckenwassers und Duschwassers. Dadurch ergibt sich eine Einsparung an Heizenergie in Höhe von ca. 760.000 kWh. Das Bad bleibt weiter in Benutzung und ist für Bürgerinnen und Bürger zugänglich und nutzbar.



2. In den städtischen Sport- und Mehrzweckhallen wird die Wärmeerzeugung für Brauchwarmwasser ab 19. Juli 2022 bis Ende des Jahres 2022 komplett abgeschaltet. Somit steht auch kein Brauchwarmwasser zum Duschen und Händewaschen zur Verfügung, nur Kaltwasser. Durch die Maßnahme könnten bei den insgesamt 29 Sport- und Mehrzweckhallen überschlägig ca. 957.000 kWh Heizenergie (Erdgas und Fernwärme) eingespart werden. Die als Flüchtlingsunterkünfte genutzten Hallen sind davon nicht betroffen.
3. Der Heizbetrieb in städtischen Liegenschaften wird in diesem Jahr 2022 generell erst ab 01. Oktober 2022 (statt normalerweise 1. September) aufgenommen. Dadurch wird überschlägig eine Million kWh Heizenergie eingespart.
4. Die Innenraumtemperaturen von städtischen Liegenschaften werden zur Heizperiode 2022/2023 (Oktober-April) abgesenkt. In Schulen und Verwaltungsgebäuden erfolgt eine Absenkung von 20 °C auf 17 °C, bei Sportflächen in Sport- und Mehrzweckhallen eine Absenkung von 19 °C auf 15 °C und in Nebenräumen eine Absenkung von 19 °C auf 16 °C. Kitas sind von der Absenkung ausgenommen. Die Ersparnis beläuft sich zusammengerechnet auf rund 3.670.000 kWh. Diese Maßnahme erfolgt vorbehaltlich entsprechender gesetzlicher Regelungen von Bundesseite.
5. Die Abend-/Nacht-Beleuchtung (Illumination) öffentlicher und historischer Gebäude wird abgeschaltet, das betrifft u.a. Fruchthalle, Rathaus, Casimirschloss, Marienkirche, Apostelkirche, Martinskirche, Stiftskirche, Museum Pfalzgalerie, Burg Hohenecken. Hierdurch werden rund 71.000 kWh Strom eingespart.
6. Verzicht auf Weihnachtsbeleuchtung an und über Straßen, sowie in und an öffentlichen Gebäuden. Hierdurch werden rund 10.500 kWh Strom eingespart.
7. Verzicht auf die Einrichtung und den energieintensiven Betrieb der Eisbahn. Hierdurch wird eine Energiemenge (Strom) von ca. 165.000 kWh eingespart. Inwiefern die Eisbahn überhaupt stattfinden kann, hängt grundsätzlich von der Flüchtlingssituation und der damit verbundenen Nutzung der Eishalle auf der Gartenschau ab.
Hierdurch ergeben sich Gesamtenergieeinsparungen von ca. 6.633.500 kWh, dies entspricht in etwa dem jährlichen Energieverbrauch von 442 durchschnittlichen Einfamilienhäusern.



Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern,
Willy-Brandt-Platz 1,
67657 Kaiserslautern

www.kaiserslautern.de

Kaiserslautern, 12.07.2022

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