Schockanrufe durch falsche Polizeibeamte – Übergabe von 30.000 Euro

Am Dienstag haben Betrüger am Telefon versucht, an das Geld ihrer Ofer zu gelangen – und hatten einmal Erfolg. Am Vormittag gab sich die Anruferin bei einem 89-Jährigen aus Kaiserslautern als Kommissarin aus. Sie berichtete, dass die Enkeltochter des Seniors einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Zur Abwendung einer Haftstrafe sollte er 35.000 Euro überweisen. Der Mann erkannte den Trick und beendete den Anruf. In einem weiten Fall versuchten es die Betrüger bei einer 90-jährigen Frau aus dem Stadtgebiet. Diesmal gab sich die Anruferin als Enkelin des Opfers aus. Sie versuchte mit der gleichen Masche die Seniorin zur Zahlung von 25.000 Euro zu bewegen. Die Summe werde als Kaution benötigt, um einer Verhaftung durch die Polizei zu entgehen. Auch die 90-Jährige erkannte die Betrugsmasche und legte einfach auf.



Mit dem Trick des falschen Polizeibeamten hatten die Call-Center-Betrüger um die Mittagszeit bei einer 80 Jahre alten Frau aus Kaiserslautern ebenfalls keinen Erfolg. Aber es hätte für die ältere Dame schlimmer ausgehen können. Auch dieser Anrufer tischte seinem Opfer die Geschichte von einem angeblichen Unfall auf, in den ein Familienangehöriger verwickelt sei. Dabei sei ein Mensch ums Leben gekommen. Um eine Verhaftung abzuwenden sei die Zahlung einer Kaution von 35.000 Euro erforderlich. Die Seniorin glaubte dem Betrüger und nahm Kontakt zur Bank auf. Dort wollte sie die geforderte Summe abholen. Der Bankmitarbeiter schöpfte Verdacht und verständigte die Polizei. Die “echte” Polizei nahm daraufhin Kontakt mit der 80-Jährigen Frau auf und klärte sie über die fiese Betrugsmasche auf. Die alte Dame erreichte ihre Verwandte, die ihr versicherte, keinen Unfall gehabt zu haben.

Mit der gleichen Geschichte versuchten es die Betrüger bei fünf weiteren Senioren aus dem Stadtgebiet. Jedes Mal blitzen sie aber ab, weil die Angerufenen den Betrugsversuch durchschauten und das Gespräch beendeten.

Allerdings waren die Call-Center-Betrüger in einem weiteren Fall erfolgreich. Ein Mann meldete sich am Dienstagnachmittag bei einer 82-Jährigen aus dem Landkreis und gab sich als Polizist aus. Er erzählte dem Opfer die gleiche Geschichte von dem schweren Unfall und der notwendigen Kaution. Durch geschickte Gesprächsführung gelang es dem Täter, die Frau vom Wahrheitsgehalt seiner Story zu überzeugen. Sie vereinbarten die Übergabe von 30.000 Euro im Stadtgebiet von Kaiserslautern. Die Geschädigte beschaffte die geforderte Summe und übergab sie am späten Nachmittag an einen Unbekannten.

Immer wieder – und mit unterschiedlichen Methoden – versuchen Telefonbetrüger die Menschen um ihr Hab und Gut zu bringen.

Die Polizei appelliert: Lassen Sie sich nicht auf dubiose Anrufe ein! Legen Sie sofort auf! Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertsachen an fremde Personen. Informieren Sie in jedem Fall die Polizei. Wenn Sie meinen, Opfer eines Betrugs geworden zu sein, wenden Sie sich umgehend an eine Polizeidienststelle. Klären Sie auch Ihre Angehörigen über die Maschen der Betrüger auf.

Die Präventionsexperten von ProPK (Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes) haben auf ihrer Internet-Seite www.polizei-beratung.de umfangreiche Informationen zu den verschiedenen Betrugsmaschen zusammengestellt. Dort finden Sie auch Tipps, wie Sie sich vor solchen Betrügern schützen können – und was Sie tun können, falls Sie auf einen solchen Anruf hereingefallen sind und die telefonischen Anweisungen befolgt haben. |mhm

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Quelle Text/Bild:
Polizeipräsidium Westpfalz
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Kaiserslautern, 24.11.2021