Falsche Polizeibeamte rufen an und haben einmal Erfolg

Ein Fall aus Kaiserslautern zeigt, dass die betrügerischen Anrufe falscher Polizeibeamter immer noch aktuell sind – und funktionieren. Eine Seniorin erhielt am Mittwochnachmittag mehrere Anrufe angeblicher Polizeibeamter. Die Unbekannten erzählten der Frau eine Geschichte von festgenommenen Tätern, die Senioren um ihr Hab und Gut bringen wollten. Bei den Tatverdächtigen sei ein Zettel mit ihrem Namen aufgefunden worden. Die Anrufer – eine Frau und ein Mann, die abwechselnd mit ihrem Opfer sprachen – forderten die 94-Jährige auf, ihr gesamtes Bargeld in eine Tüte zu packen und aus dem Fenster zu werfen. Die Geschädigte tat wie geheißen. Ein Mann nahm das Päckchen mit einem vierstelligen Bargeldbetrag an sich. Er konnte unerkannt entkommen.

Bereits am Dienstag gingen mehrere Anzeigen wegen ähnlicher Anrufe bei der Polizei ein. In allen Fällen blitzen die Betrüger bei ihren potenziellen Opfern aber ab. Sie durchschauten die Masche. Auch die Seniorin aus Kaiserslautern erstattete Anzeige bei der Polizei. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei warnt erneut: Lassen Sie sich nicht von Betrügern am Telefon überrumpeln. Geben Sie keine persönlichen Daten von sich preis. Gehen Sie nicht auf Geldforderungen ein und übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.

Bei den Anrufen nutzen die Betrüger eine spezielle Technik. Im Telefondisplay wird dann eine gefälschte Vorwahlnummer zusammen mit der Notrufnummer 110 oder die Telefonnummer der örtlichen Polizeidienststelle angezeigt. So wird den Opfern vorgegaukelt, die „echte“ Polizei rufe an.

Verständigen Sie die Polizei, wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten und erstatten Sie Anzeige, wenn Sie auf die Kriminellen hereingefallen sind.

Informieren Sie auch Ihre Angehörigen und Bekannten über die Betrugsmaschen. Die Gauner haben es meist auf ältere Menschen abgesehen.

Sollten Sie die Tricks der Betrüger und das richtige Verhalten bei solchen und ähnlichen Anrufen noch einmal nachlesen wollen, finden Sie weitere Informationen auf der Seite der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) unter https://s.rlp.de/ZOl4D |mhm

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Quelle Text/Bild:
Polizeipräsidium Westpfalz
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Kaiserslautern, 08.07.2021