Schockanruf “verhindert” Betrug – Sohn soll tödlichen Unfall verursacht haben

Um ein Haar wäre ein Paar aus dem Landkreis am Mittwoch auf Betrüger hereingefallen. Zum Glück wandten sich die Senioren Hilfe suchend an die Polizei, so dass der Betrugsversuch rechtzeitig aufgeklärt werden konnte. Zuerst brachte die Frau allerdings die Polizisten auf der Wache in der Kaiserslauterer Gaustsraße zum Staunen, als sie gegen 15 Uhr dort auftauchte und angab, sie wolle ihren Sohn abholen. Er habe einen tödlichen Unfall verursacht und befinde sich nun im Polizeigewahrsam.

Wie sich im weiteren Gespräch herausstellte, hatten die Seniorin und ihr Mann kurz zuvor zu Hause einen Anruf erhalten, bei dem ihnen diese erschreckende Nachricht mitgeteilt wurde. Vermutlich handelte es sich um einen sogenannten Schockanruf, mit dem Betrüger versuchen, ihre Opfer so zu verunsichern, dass sie bereit sind, jeden genannten Geldbetrag zu bezahlen.



In diesem Fall war das Ehepaar allerdings tatsächlich so geschockt, dass die Frau den Anruf abrupt beendete – noch bevor die Stimme am andere Ende irgendwelche (Geld-)Forderungen stellen konnte. Und während sich die 88-Jährige umgehend auf den Weg zur Polizei machte, wartete ihr Mann zu Hause am Telefon, um für weitere Anrufe erreichbar zu sein. Es gingen aber keine weiteren Anrufe ein, so dass es auch zu keinen Forderungen kam.

Das Paar konnte beruhigt werden – der Sohn hatte weder einen Unfall, noch befand er sich im Polizeigewahrsam. Den Senioren wurde stattdessen die Betrugsmasche erläutert und ihnen Verhaltenstipps gegeben, falls sich die Täter doch noch einmal melden sollten. |cri



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Quelle Text/Bild:
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Kaiserslautern, 10.06.2021