Information der Landesregierung: Reproduktionszahl und Qualifizierung Pflegefachkräfte für Intensivversorgung

Da für die epidemiologische Einschätzung der Gesamtentwicklung und als Grundlage für Entscheidungen eher der mittelfristige Trend maßgeblich ist, ist das Robert Koch-Institut nun dazu übergegangen, eine “geglättete” Reproduktionszahl herauszugeben, welche weniger die kurzfristigen Schwankungen abbildet. Die aktuellste Schätzung des Robert Koch-Instituts der 7-Tages-Reproduktionszahl für Rheinland-Pfalz wird mit 0,8 angegeben, die aktuellste Angabe für den Bund beträgt 0,87. Die Reproduktionszahl (kurz: R) beschreibt, wie viele Menschen pro Infiziertem durchschnittlich angesteckt werden.



Diesem aktuellen Schätzwert zufolge bleibt die Zahl der Neuinfektionen auf relativ niedrigem Niveau stabil. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten – ganz nach dem Motto „Ich schütze dich und du schützt mich“.

Ziel der 2.000 zusätzlichen Pflegefachkräfte für die Intensivversorgung erreicht

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte sich das Gesundheitsministerium als Ziel gesetzt, die Zahl der fortgebildeten Pflegefachpersonen in der Intensivpflege neben den vorhandenen Intensivpflegefachkräften in Rheinland-Pfalz deutlich zu erhöhen.

„Ich freue mich sehr, dass wir heute unser Ziel erreicht haben und nun in Rheinland-Pfalz weitere rund 2.000 Pflegefachpersonen im Bereich der Intensivpflege fortgebildet sind“ so Ministerin Bätzing-Lichtenthäler. „Damit ist Rheinland-Pfalz in der Versorgung von intensivpflichtigen COVID-19-Erkrankten sehr gut aufgestellt.“

Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz hat eine Kurz-Qualifizierung Intensivpflege und einen Auffrischungskurs für ehemalige Intensivpflegefachkräfte für alle Krankenhäuser durchgeführt. Die Qualifizierungen werden vom Land finanziert. Die Landesregierung stellt dafür Landesmittel in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro zur Verfügung. Darüber hinaus wurden Schulungen im Krankenhaus vor Ort und Online-Kurse angeboten.

„In kürzester Zeit konnten wir gemeinsam mit den Bildungsstätten und Krankenhäusern unsere Kurz-Qualifikationsmaßnahmen umsetzen und direkt mit der Fortbildung beginnen. Dies wäre ohne eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten nicht möglich gewesen, besonders vor dem Hintergrund, dass diese Maßnahmen – bedingt durch den Verlauf der Pandemie – sehr kurzfristig erfolgen mussten,“ führt Matthias Moritz, Geschäftsführer der Landespflegekammer, aus.

Bätzing-Lichtenthäler dankte der Landespflegekammer für die schnelle Umsetzung der Schulungsmaßnahmen und allen beteiligten Krankenhäusern für die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit.



Quelle Text/Bild:
Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie des Landes Rheinland-Pfalz
Bauhofstr. 9
55116 Mainz

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Mainz, 20.05.2020