8. November 2026 bis 14. Februar 2027 · Eröffnung am 8. November, 11 Uhr
Kaiserslautern, 28.10.2026 – Erde, Stahl und Licht sind die zentralen Materialien im Werk von Madeleine Dietz. Aus ihnen entwickelt die Künstlerin großformatige Plastiken und raumgreifende Installationen, die durch klare geometrische Formen und einen sensiblen Umgang mit Material und Raum geprägt sind. Vom 8. November 2026 bis 14. Februar 2027 widmet das mpk, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, der Künstlerin die Ausstellung „Madeleine Dietz: Erde, Stahl, Licht“. Die Eröffnung findet am Sonntag, 8. November, um 11 Uhr, statt.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über Dietz’ Schaffen seit Ende der 1980er-Jahre bis in die Gegenwart. Rechtecke, Quadrate, Dreiecke und Kreise bilden häufig die Grundlage ihrer Arbeiten. Erde erscheint als veränderliches, von Zeit und Vergänglichkeit geprägtes Material; Stahl setzt dazu eine feste, konstruktive Form. In neueren Malereien verbindet die Künstlerin Erde mit Pigmenten aus verkohlten Weinreben. Auch das Licht gewinnt in ihrem Werk eine eigene räumliche und bildnerische Bedeutung.
Dietz hat eigens auf die Architektur des mpk reagiert: Den oktogonalen Grundriss der Kuppel greift sie in einem Erdfeld auf, in das eine Lichtquelle eingebunden ist. So tritt die Arbeit in einen unmittelbaren Dialog mit dem Ausstellungsraum. Leben und Tod, Werden und Vergehen, Verlust und Neubeginn gehören zu den wiederkehrenden Themen ihres Schaffens. Dabei verzichten die Arbeiten auf erzählerische Ausschmückung: Die Materialien und ihr Verhältnis zueinander stehen im Vordergrund und eröffnen Raum für unterschiedliche Wahrnehmungen und Deutungen.
Madeleine Dietz, 1953 in Mannheim geboren, lebt in Landau-Godramstein. Von 1969 bis 1973 studierte sie an der Werkkunstschule in Mannheim Buchgrafik und Buchillustration. 1986 entstanden erste Videoarbeiten, Performances und Rauminstallationen, sechs Jahre später erste Lichtinstallationen und Projektionen. Konzeptionen in elf Kirchen Landaus folgten 1993. 1996 erhielt sie ein Stipendium Cité International des Arts Paris, 1997 ein Gaststipendium an der Villa Romana in Florenz und 1998 ein Arbeitsstipendium in Houston, Texas. 1999/2000 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Saar in Saarbrücken inne.
2024 zeichnete der Bezirksverband Pfalz sie mit dem Lebenswerkpreis für Bildende Kunst aus. Das mpk präsentiert die Ausstellung mit 40 teils großformatigen Arbeiten – Plastiken, Wandobjekten, Malereien, Installationen, Graphiken und 2 Videos – anlässlich dieser Würdigung.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Vorgestellt wird er am 10. Dezember 2026 bei einem Gespräch über den Wandel der Bestattungskultur mit der Künstlerin und Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst.
Eröffnung am Sonntag, 8. November 2026, um 11 Uhr
Zur Eröffnung begrüßen Steffen Egle, Direktor des mpk, und Hans-Ulrich Ihlenfeld, Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz. Dr. Annette Reich, stellvertretende Direktorin des mpk und Kuratorin der Ausstellung, führt in das Werk ein. Anschließend findet ein Rundgang statt; Madeleine Dietz steht für Gespräche zur Verfügung. Ein kleiner Imbiss wird von Wein des Weinguts Karl Wegner aus Bad Dürkheim begleitet.
Pressetermine werden individuell vereinbart. Anfragen bitte an die unten genannte Ansprechpartnerin für Medien.
Ausgewählte Veranstaltungen im Begleitprogramm
Sonntag, 22. November 2026, 14 Uhr: „Sakrale Räume von Madeleine Dietz“. Bildvortrag von Birgit Weindl und Gespräch mit der Künstlerin. Eintritt im Sonderausstellungseintritt enthalten.
Donnerstag, 10. Dezember 2026, 19 Uhr: „Abschied im 21. Jahrhundert – Bestattungskultur im Wandel“. Gespräch mit Madeleine Dietz und Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst; Vorstellung des Ausstellungskatalogs. Eintritt frei.
Sonntag, 24. Januar 2027, 11 Uhr, und Sonntag, 14. Februar 2027, 15 Uhr: Kuratorinnenführungen mit Dr. Annette Reich. Eintritt zuzüglich 3 Euro.
Samstag, 6. Februar 2027, 14.30 Uhr: „Bild des Monats – Auch das Schöne muss sterben …“ mit Annette Reich; Eintritt frei.
Ausstellungsdaten und Eintritt
Madeleine Dietz: Erde Stahl Licht · 8. November 2026 bis 14. Februar 2027 · Sonderausstellung 8 Euro, Kombiticket 12 Euro. Die ständige Sammlung ist kostenfrei; Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende haben freien Eintritt.
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Quelle Text/Bild:
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautren
Museumsplatz 1
67657 Kaiserslautern
www.mpk.de
Kaiserslautern, 29.10.2026












