Kaiserslautern/Enkenbach-Alsenborn. Filme verbinden, bilden und fordern zum Nachdenken auf. Das können auch Schulklassen in Kaiserslautern ab dem 19. November erleben: Das UCI in Kaiserslautern und das Provinz-Programmkino in Enkenbach-Alsenborn öffnen im Rahmen der SchulKinoWoche ihre Türen und zeigen ausgewählte Filme für unterschiedliche Altersstufen. Landesweit beteiligen sich 40 Kinos an der Aktionswoche und zeigen ein breit gefächertes Programm mit Filmen für junge Leute. Unter dem Motto „Filme verbinden: Gemeinsam erinnern, Demokratie leben, Visionen gestalten“ bietet die diesjährige SchulKinoWoche aktuelle Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme, Sonderreihen zu gesellschaftlich relevanten Themen und zahlreiche filmpädagogische Angebote wie Fortbildungen für Lehrkräfte und Kinoseminare für Schulklassen. Damit bietet das Projekt sowohl einen Beitrag zur Medienbildung, zur kulturellen und auch zur demokratischen Bildung.
Organisiert wird die SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz vom Filmbüro im Pädagogischen Landesinstitut. Das aktuelle Programm für Kaiserslautern sowie alle Veranstaltungen des Rahmenprogramms sind auf den Seiten des Pädagogischen Landesinstituts online unter https://schulkinowoche.bildung-rp.de/schulkinowoche.
Sonderreihen zu sozialen, politischen, historischen und wissenschaftlichen Fragen
In vielen Kinos des Landes sind Filme aus Sonderreihen zu sehen. „Neve paramisija – Neue Erzählungen“ vermittelt Wissen über den NS-Völkermord an den Sinti und Roma sowie Antiziganismus in der Gegenwart und schafft ein Bewusstsein für Diskriminierung und den Wert von Vielfalt in einer Demokratie. Die Reihe „17 Ziele – Kino für eine bessere Welt“ rückt Aspekte der UN-Agenda 2030 wie Frieden, Demokratie, Armutsbekämpfung und Klimaschutz in den Fokus. Das Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ stellt Filme zu Gesundheit und Forschung vor, und die bpb-Sonderreihe „250 Jahre Freiheit für alle? Filmische Perspektiven auf die USA“ bietet Anlass, demokratische Ideale und gesellschaftliche Realität zu hinterfragen.
Filmbildung als Teil der Medienkompetenzförderung
Film als Unterrichtsgegenstand und Methode kann die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern stärken: Sie lernen Bild- und Filmsprache zu entschlüsseln, Inszenierungsformen zu erkennen, Medienwirkungen zu hinterfragen und sicher mit digitalen Medien umzugehen, erhalten Anregungen für eigene Foto- und Videoprojekte und Impulse für die Auseinandersetzung mit Themen wie z.B. Demokratie, Vielfalt, Erinnerung und Verantwortung.
Filmbildung konkret: Angebote für Lehrkräfte und Schulklassen
Die Fortbildung „Auf den Spuren bewegter Bilder“ (02.12.2026, in Präsenz, Neustadt) greift die Bedeutung von Film als zentralem Bestandteil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen auf und unterstützt Lehrkräfte dabei, bewegte Bilder im Unterricht nicht nur zu analysieren, sondern auch selbst zu produzieren. Darüber hinaus werden Online-Fortbildungen u.a. zu Fake News, Dokumentarfilm im Unterricht oder Themen wie Vorurteile und Antisemitismus angeboten. Zu allen Filmen des Programms stehen pädagogische Begleitmaterialien zur Verfügung. Außerdem können Lehrkräfte den Kinobesuch an den MedienkomP@ss anbinden und die erworbenen medialen Kompetenzen unmittelbar auch dokumentieren. Dieser bietet Anknüpfungspunkte in den Bereichen „Analysieren und Reflektieren“ sowie „Produzieren und Präsentieren“. Praktische Unterstützung bietet der neue MedienkomP@ss-Chatbot, der Vorschläge für Unterrichtseinheiten zu den Kompetenzbereichen erstellt und an die heterogenen Bedürfnisse der individuellen Lehrkräfte anpasst.
Ein Format für Schülerinnen und Schüler sind die Filmgespräche. Hier besprechen Experten und Filmpädagogen den Film nach der Sichtung mit den Schulklassen. Einen Überblick aller Veranstaltungen bietet die Projekthomepage.
Das UCI in Kaiserslautern zeigt:
• Der kleine Rabe Socke – Suche nach dem verlorenen Schatz, für Vorschule bis 3. Klasse
• Paddington, ab 2. Klasse
• Tafiti – Ab durch die Wüste, ab 1.-4. Klasse
• Das geheime Stockwerk, ab 5. Klasse
• Der Pfad, ab 5. Klasse
• Ghost School, ab 7. Klasse
• Die Welle, ab 9. Klasse
• Der Lehrer, der uns das Meer versprach, ab 9. Klasse
• Verflucht normal, ab 10. Klasse
• Kein Land für Niemand, ab 10. Klasse
Das Provinzkino in Enkenbach-Alsenborn zeigt:
• Tafiti – Ab durch die Wüste, für 1. bis 4. Klasse
• Das fliegende Klassenzimmer, für 3. bis 6. Klasse
• Future Council – Komm an Bord, ab 6. Klasse
• Amrum, ab 9. Klasse
• Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke, ab 10. Klasse
Organisation der SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz
Die SchulKinoWochen Rheinland-Pfalz werden veranstaltet von VISION KINO in Kooperation mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz, dem Ministerium für Bildung und der Bundeszentrale für politische Bildung. VISION KINO ist eine gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Film- und Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen. Sie wird unterstützt von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt, der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie der „Kino macht Schule“ GbR, bestehend aus dem Verband der Filmverleiher e.V., dem HDF Kino e.V., der Arbeitsgemeinschaft Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater e.V. und dem Bundesverband kommunale Filmarbeit e.V. Die Schirmherrschaft über VISION KINO hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernommen.
Quelle Text/Bild:
SchulKinoWoche Rheinland-Pfalz
c/o Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz, Standort Koblenz
Hofstraße 257c, 56077 Koblenz
www.schulkinowochen.de
Kaiserslautern, 22.10.2026
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