„Ich muss oft an die Familie des kleinen Jungen denken…“

Stammzellspender Sven aus Weicherdange schenkt zweijährigem Kind neue Hoffnung

Weicherdange/Birkenfeld, 29.09.2026 – Vielleicht einmal ein Leben retten können. Mit diesem Gedanken hat sich Sven vor ungefähr acht Jahren über die luxemburgische Initiative Plooschter Projet als potenzieller Stammzellspender registriert. Mittlerweile arbeitet der frisch gebackene Familienvater im Hausmeisterdienst in einem Gymnasium. Neben Zeichnen und Gartenarbeit hat er das Bemalen von Miniaturfiguren für sich entdeckt.

(Ent-)Spannung bei der Stammzellspende
Die Nachricht, dass er als Stammzellspender infrage kommt, erhält Sven als er zu Hause ist. Überglücklich darüber, helfen zu können, sagt er direkt zu. Was folgt ist eine ausführliche medizinische Aufklärung sowie zahlreiche Untersuchungen. Respekt vor der neuen Erfahrung hat er trotzdem: „Als der Tag der Entnahme kam, wurde ich ein wenig nervös doch richtige Angst hatte ich keine“, erinnert sich Sven. In rund 90 Prozent der Fälle werden Stammzellen aus dem Blut der Spender:innen gewonnen. Bei Sven erfolgt die Entnahme hingegen direkt aus dem Knochenmark. Das bedeutet, dass unter Vollnarkose eine Punktion des Beckenknochens vorgenommen wird. Obwohl dieser Eingriff zunächst beängstigend klingen mag, sieht Sven dem Ganzen entspannt entgegen: „…ich bin vom Charakter her eine Person, die vieles locker hinnimmt und sich nicht viele Gedanken macht…“, sagt er über sich selbst. „Die Krankenschwestern sowie Ärzte waren begeistert von meiner ruhigen und lockeren Art“, führt er weiter aus.
Als Sven aus der Narkose aufwacht bleibt für ihn, neben dem intensiven Muskelkater im unteren Rückenbereich, vor allem eins: Hoffnung. Hoffnung, dass seine Spende hilft. Hoffnung, dass er seinem genetischen Zwilling damit eine zweite Chance auf ein Leben gegeben hat.

Lebensrettende Hilfe für kleinen Jungen
Für Sven spielt es keine Rolle, an wen genau seine Stammzellspende geht. Für ihn zählt nur, dass er helfen kann. Als er jedoch erfährt, dass seine Spende an einen gerade einmal zweijährigen Jungen geht, wird er emotional. „Ich bekam sofort Tränen in die Augen. Ich würde meinem genetischen Zwilling gerne fest umarmen und sagen, dass er sein Leben in vollen Zügen genießen soll“, sagt Sven. Als Vater eines kleinen Sohnes fühlt er, wie wertvoll die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft ist. Jetzt möchte Sven andere ebenfalls dazu motivieren, sich registrieren zu lassen: „Egal wieviel Angst jemand vor der Entnahme oder sogar bei der Voruntersuchung hat. Das nichts im Vergleich zu dem Gefühl, das man hat, wenn man weiß, dass man einem anderen Menschen eine zweite Chance gegeben hat.“

Spende durch länderübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht
Die Stefan-Morsch-Stiftung im rheinland-pfälzischen Birkenfeld führt die Stammzellspenderdatei für Luxemburg. Unterstützt wird sie dabei durch die Initiativen Plooschter Projet und Don de Moelle, die in Luxemburg Aufklärungsarbeit über Stammzellspende leisten und neue potenzielle Spender:innen gewinnen. Sven wird damals durch das Plooschter Projet auf das Thema der Stammzellspende
aufmerksam und entscheidet sich deswegen für eine Registrierung. Damit gehört Sven zu den bereits über 22.000 potenziellen Spender:innen, die Plooschter Projet seit ihrer Gründung registrieren konnte. Die Stefan-Morsch-Stiftung übernimmt anschließend die Analyse der Gewebemerkmale sowie die Betreuung vor, während und nach der Spende. „Dass ein beim Plooschter Projet registrierter Spender dank der engen Zusammenarbeit mit der Stefan-Morsch-Stiftung nun einem kleinen zweijährigen Jungen Hoffnung auf ein neues Leben schenken konnte, ist für uns ein sehr berührender Moment und ein wunderbares Beispiel dafür, dass Grenzen bei der Hilfe für andere keine Rolle spielen“, betont Christiane Lieners, Sprecherin des Plooschter Projets. Auch Susanne Morsch, Vorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung, bekräftigt den Stellenwert der Zusammenarbeit, besonders mit Blick auf die Zukunft:„Wir sind für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Plooschter Projet, die nun seit mehr als zehn Jahren besteht, sehr dankbar. Wir freuen uns darüber, den gemeinsam Weg weiterzugehen und weiterhin auf das Thema Stammzellspende aufmerksam zu machen, um auch in Zukunft möglichst vielen Patientinnen und Patienten helfen zu können.“

Eine Registrierung bei der Stefan-Morsch-Stiftung ist nicht nur vor Ort bei einer der zahlreichen Typisierungsaktionen, sondern auch jederzeit online über https://stefan-morsch-stiftung.com/typisierung/ möglich. Weitere Informationen zur Typisierung und Stammzellspende unter: www.stefan-morsch-stiftung.de

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Die Stefan-Morsch-Stiftung feiert 2026 ihr 40-jähriges Bestehen. Seit 1986 engagiert sich die erste deutsche Stammzellspenderdatei im Kampf gegen Leukämie – inspiriert durch das Schicksal des 16-jährigen Stefan Morsch. Die Stiftung verfügt über eine Datenbank mit mehr als 500.000 potenziellen Stammzellspender:innen und hat seit ihrer Gründung Tausende Leben gerettet.
Neben der Vermittlung von Stammzellspender:innen unterstützt die gemeinnützige Organisation Patient:innen und ihre Familien durch Beratung und finanzielle Hilfen in Notlagen. Außerdem fördert sie Forschungsprojekte, um die Heilungschancen für Betroffene stetig zu verbessern.

Auch in Zukunft bleibt die Stefan-Morsch-Stiftung ihrer Mission treu: Hoffnung schenken, Heilung ermöglichen, Leben retten. Jeder kann helfen – durch Registrierung, Spenden oder ehrenamtliches Engagement.



Quelle Text/Bild:
STEFAN-MORSCH-STIFTUNG
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dambacher Weg 3-5
55765 Birkenfeld/Nahe

www.stefan-morsch-stiftung.de

Kaiserslautern: 29.09.2026