mpk macht Kaiserslautern aus Perspektive seiner Bewohnerinnen und Bewohnern sichtbar

• „Mein Viertel, meine Stadt, mein Block“: mpk kooperiert mit den Stadtteilbüros Grübentälchen, Slevfisch und Innenstadt West / ASZ sowie der IGS Goethe-Schule und der Seniorenresidenz Westpfalz-Klinikum Pflege GmbH
• Outreach-Projekt schafft niedrigschwellige kulturelle Teilhabe
• Weitere Kooperationspartner und -partnerinnen gesucht

Beim Pressegespräch am 17. September 2026 im Stadtteilbüro Slevfisch, Slevogtstraße 36 stellte das mpk sein neues Outreach-Projekt „Mein Viertel, meine Stadt, mein Block“ vor. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt sowie ersten Kooperationspartnern wurde erläutert, wie das Projekt die Perspektiven der Kaiserslauternerinnen und Kaiserslauterer sichtbar machen und kulturelle Teilehabe unmittelbar in den Stadtteilen ermöglichen möchte. Mit dabei sind die Stadtteilbüros Grübentälchen, Slevfisch und Innenstadt West / ASZ sowie der IGS Goethe-Schule und der Seniorenresidenz Westpfalz-Klinikum Pflege GmbH Menschen.
Weitere Kooperationspartnerinnen und -partner sind ausdrücklich eingeladen, sich zu beteiligen. Das Projekt richtet sich an Teilenehmende aller Altersgruppen, ihre Stadt aus der eigenen Perspektive zu zeigen. In Workshops, Stadtteilbegehungen und mobilen Formaten entstehen Fotografien, Collagen, Siebdrucke und persönliche Erzählungen. Die Ergebnisse werden zunächst in den Quartieren und anlässlich des Neujahrsempfangs 2027 am 15.01.2027 im Museum präsentiert. Ziel ist es, unterschiedliche Lebensrealitäten sichtbar zu machen und neue Zugänge zum Museum zu schaffen.
Wie sieht Kaiserslautern aus der Perspektive der Menschen aus, die hier leben? Welche Orte prägen ihren Alltag, welche Geschichten verbinden sie mit ihrem Viertel, und was möchten sie sichtbar machen? Diesen Fragen geht das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern mit seinem neuen partizipativen Projekt „Mein Viertel, meine Stadt, mein Block“ nach. Dabei verlagert das mpk seine Arbeit bewusst in die Stadtteile und lädt Bewohnerinnen und Bewohner dazu ein, ihre unmittelbare Lebenswelt kreativ zu dokumentieren. Im Mittelpunkt steht der persönliche Blick. Fotografien, Skizzen, Interviews, Erzählungen, Collagen und Siebdrucke werden zu Ausdrucksformen individueller Erfahrungen und Wahrnehmungen. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend ist, was die Teilnehmenden über ihren Stadtteil erzählen möchten.

Museum vor Ort
Das Projekt richtet sich an Menschen aller Generationen und sozialen Hintergründe. Jugendliche, Senior:innen, Familien, Schulklassen, Vereine und lokale Initiativen können ebenso teilnehmen wie Einzelpersonen. Das mpk setzt dabei auf unterschiedliche, niedrigschwellige Formate: offene Walk-ins, Workshops mit festen Gruppen, mobile Angebote und gemeinsame Begehungen im Quartier. So soll kulturelle Teilhabe auch dort ermöglicht werden, wo der Weg ins Museum bislang vielleicht nicht selbstverständlich ist.
„Uns war es wichtig, ein Angebot zu machen, womit sich die Menschen in Kaiserslautern identifizieren können“, sagt Benjamin Košar, Leiter der Vermittlung am mpk und Initiator des Projekts. Ziel ist es, zugleich unterschiedliche Perspektiven auf Kaiserslautern sichtbar zu machen. Die Teilnehmenden erfahren, dass ihre Wahrnehmungen, Erfahrungen und Geschichten Teil eines größeren Bildes der Stadt sind.
„Wir wollen ein Ort sein, der niedrige Schwellen hat“, sagte mpk-Direktor Steffen Egle. Dafür müsse man auf die Menschen zugehen. „Dazu braucht es aber auch entsprechende Partnerwie die Stadtteilbüros. Nur so kann man wirklich publikumsorientiert arbeiten.“

Viele Stimmen, viele Sichtweisen
Pro Workshop sollen fünf bis acht individuelle Perspektiven medial weiterentwickelt werden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entscheiden selbst, was veröffentlicht wird. Eine anonyme Beteiligung ist ebenfalls möglich. Die entstandenen Arbeiten werden zunächst vor Ort in den jeweiligen Stadtteilen präsentiert. Ergänzend ist eine zentrale Präsentation im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern vorgesehen. Als gemeinsamer Präsentationspunkt ist der Neujahrsempfang 2027 geplant.
So entsteht nach und nach ein vielstimmiges, persönliches Bild Kaiserslauterns – erzählt von den Menschen, die die Stadt täglich erleben und gestalten.
O-Ton Beate Kimmel, Oberbürgermeisterin der Stadt Kaiserslautern
„Ich freue mich sehr über diese Initiative, die Kultur direkt vor Ort in unseren Stadtteilen für alle erlebbar macht“, so Oberbürgermeisterin Beate Kimmel. „Es ist etwas Besonderes, dass Menschen aus Kaiserslautern mit unterschiedlichsten Hintergründen ihre ganz persönliche Sicht auf ihre Stadt in einem gemeinsamen Kunstprojekt kreativ ausdrücken und mit anderen teilen können.“ Das mpk gehe damit auf die Bürgerinnen und Bürger zu, greife ihre verschiedenen Lebenswelten auf und schaffe einen lebendigen Austausch. „Über Institutionen, Schulen, Vereine und lokale Initiativen trägt das mpk die Idee mitten in unsere Stadtgesellschaft“, dankt die Oberbürgermeisterin für das Engagement und ermuntert mögliche weitere Kooperationspartner, sich anzuschließen. „Wir dürfen uns schon auf die künstlerischen Arbeiten freuen, die uns beim Neujahrsempfang des mpk 2027 aus neuen und außergewöhnlichen Blickwinkeln zeigen werden, wie facettenreich Kaiserslautern und seine Menschen sind.“

Kooperationen ausdrücklich erwünscht
Für die Umsetzung des Projekts sucht das mpk die Zusammenarbeit mit Stadtteilzentren, Schulen, Vereinen, Quartiersmanagements und lokalen Initiativen. Sie können als Multiplikatoren, Gastgeber:innen oder Kooperationspartner:innen Teil des Projekts werden.

Aktuelle Kooperationspartnerinnen und -partner:

Stadtteilbüro Slevfisch
Slevogtstraße 36
67659 Kaiserslautern
getragen von:
Caritas-Zentrum Kaiserslautern
Engelsgasse 1
67657 Kaiserslautern

Integrierte Gesamtschule Goetheschule Kaiserslautern
Goethestr. 35
67655 Kaiserslautern

Kreisverband Kaiserslautern Stadt e.V.
DRK Gemeinschaftsunterkunft Vogelwoog
Vogelwoogstr. 50
67659 Kaiserslautern

Stadtteilbüro Innenstadt West / ASZ
Königstr. 93
67655 Kaiserslautern
getragen von:
Pfälzischer Verein für Soziale Rechtspflege Kaiserslautern e. V.
Arbeits- und sozialpädagogisches Zentrum Kaiserslautern
Pfaffstraße 3, 67655 Kaiserslautern

Stadtteilbüro Grübentälchen
Friedenstraße 116
67657 Kaiserslautern
getragen vom DRK

Sozialkultureller Dienst
Seniorenresidenz
Westpfalz-Klinikum Pflege GmbH
Hellmut-Hartert-Str. 1
67655 Kaiserslautern

Workshops und Beteiligungen an Stadtteilfesten werden fortlaufend geplant.

Quelle Text/Bild:
Museum Pfalzgalerie Kaiserslautren
Museumsplatz 1
67657 Kaiserslautern
www.mpk.de

Kaiserslautern, 21.09.2026