Mit 32:32 (21:15) trennten sich der TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg und die TSG Haßloch in einem hoch emotionalen Pfalzderby. Für den TuS ein gefühlter Punktverlust, weil das Team des Trainerduos Ivan Vukas/Patrick Schulze ab der 10. Spielminute die Partie im Griff hatte und mit bis zu sieben Toren Vorsprung führte. Erst zum Ende hin konnten die Gäste aufschließen und durften sich über einen glücklichen, aber nicht unverdienten Punktgewinn freuen. Pech für den TuS, dass der letzte Wurf von Ben Kölsch nur am Pfosten landete.
Die Schwarz-Weißen mussten nicht nur auf Vincent Uben, Philipp Becker und Lars Rozina verzichten, sondern ab der 24. Spielminute auch auf Marco Holstein, der seinen Gegenspieler unglücklich und ohne Absicht mit dem Arm im Gesicht traf und regelkonform die Rote Karte sah. Dass es zu diesem Zeitpunkt schon 16:12 stand und der TuS seine Führung nach Anfangsschwierigkeiten (4:6, 6. Minute) bis zum Halbzeitpfiff sogar auf 21:15 ausbaute, bewies, dass die knapp 200 Zuschauer die vielleicht beste Dansenberger Halbzeit der noch jungen Saison sahen.
In der Anfangsphase des zweiten Spielabschnitts gab der TuS weiterhin den Ton an, auch wenn es die Gäste nun schafften, durch Umstellung auf eine defensivere 6:0-Abwehr, die agile TuS-Angriffsreihe mit Theo Poloczek und Louis Lang besser in Schach zu halten. Der TuS musste für jedes Tor extrem hart arbeiten und produzierte auch den ein oder anderen technischen Fehler mehr als in der ersten Hälfte. So schmolz der Vorsprung von 23:16 (33.) über 27:22 (42.) auf 28:26 (46.) zusammen. Beim 29:29 (51.) zogen die Gäste gleich und das Spiel drohte zu Ungunsten der Schwarz-Weißen zu kippen. Doch der Tus mobilisierte die letzten Kräfte, ließ in den folgenden acht Minuten nur einen Treffer zu und durfte sich 100 Sekunden vor Spielende beim Stand von 32:30 berechtigte Hoffnungen machen, den Derbysieg feiern zu können. Doch Haßlochs Tobias Schetters hatte etwas dagegen, markierte zunächst das 32:31 (59.) und 30 Sekunden vor der Schlusssirene per Siebenmeter den 32:32-Ausgleich zum Endstand. Der letzte Dansenberger Angriff blieb leider erfolglos, denn der Pfosten hatte etwas dagegen, dass beide Punkte in Dansenberg bleiben sollten.
Unter dem Strich geht das Remis in Ordnung, auch wenn die Enttäuschung der jungen Dansenberger Mannschaft anzusehen war. Mit großer Leidenschaft und unbändigem Willen haben alle bis zur letzten Sekunde gekämpft und an den Sieg geglaubt. Aus dem starken Kollektiv stachen die Torschützen Louis Lang (7), Theo Poloczek (6) und Simon Flesch (7/4) heraus. Ein Beweis dafür, dass die Entscheidung auf die eigene Jugend zu setzen immer mehr Früchte trägt.
Das zeigt auch die Einschätzung von Patrick Schulze und Ivan Vukas: „Die Jungs haben in der ersten Halbzeit ein sensationelles Spiel abgeliefert. Dass es ohne Vincent und dann auch noch Marco, der zudem als Abwehrchef enorm wichtig ist, in der Offensive schwer werden würde, war klar. Haßloch hat sich in der zweiten Hälfte darauf eingestellt, dass keine Rückraumwürfe mehr kommen würden und sich komplett auf die 1-gegen-1-Situationen eingestellt. Das hat bei Theo und Louis, die beide ein super Spiel gemacht haben, enorm viele Körner gekostet, sonst hätten wir das Spiel gezogen. Ein großes Lob auch an Simon, der das auf Rechtsaußen sehr gut gemacht hat und souverän alle Siebenmeter verwandelt hat. Auf dieser Leistung können wir aufbauen und wissen, dass wir uns vor keinem Gegner verstecken müssen.“
TuS 04 KL-Dansenberg
Michael Hoppe und Simon Gabrys (im Tor), Marcel Fritz, Louis Lang, Niklas Jung (2), Felix Dettinger, Joshua Graß, Timo Holstein (8/4), Marco Holstein (7), Ben Kölsch (3), Theo Poloczek (2), Simon Flesch (2), Henry Hofmann. – Trainer: Ivan Vukas/Patrick Schulze.
TSG Haßloch
Max Gölz, Loic Modzinski und Riku Horikawa (im Tor), Tobias Schetters (7/5), David Wolsiffer (2), Mark Hartmann (2), Jakob Baumgärtner, Nikola Sorda (2), Florian König (1), Lasse Kuhn, Jakob Chrust (6), Dennis Gregori, Luis Maier (8), Dennis Götz, Nils Chrust (3), Leonnard Pfeil (1). – Trainer: Christian Job.
Schiedsrichter: Simon Weißbrod/Till Egler (HF Köllertal/DJK Marpingen)
Zuschauer: 200
Siebenmeter: 4/4 : 5/5
Zeitstrafen: 4 : 6
Rote Karte: Marco Holstein (TuS, 24.)
Spielfilm: 2:4, 7:6, 10:9, 17:12, 21:15 (Halbzeit), 23:16, 27:22, 29:29, 32:30, 32:32 (Ende)
Bildtext: Der 7-fache Torschütze Louis Lang traf aus allen Lagen.
Heimspieltermine für die Saison 2026/27:
Heim Gast Datum Uhrzeit
TuS 04 KL-Dansenberg TV Homburg 17.10.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg HSG Dudenhofen/Schifferstadt 07.11.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg SF Budenheim 28.11.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg HB Mülheim-Urmitz 12.12.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg TV Nieder-Olm 19.12.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg Südpfalz Tiger 30.01.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg HSG Kastellaun/Simmern 20.02.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg SG Zweibrücken 06.03.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg MSG HF Illtal 13.03.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg HSG Rhein-Nahe Bingen 03.04.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg VTV Mundenheim 17.04.2027 20:00
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Quelle Text/Bild:
TuS 04 KL-Dansenberg e.V.
Am Handballplatz 1
67661 Kaiserslautern
www.tus-dansenberg.de
Kaiserslautern, 20.09.2026
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