Ein Hitzeschutzplan ist notwendiger denn je

Das Robert Koch Institut (RKI) meldete am 6. August bereits 11.900 Hitzetote in diesem Sommer. Rheinland-Pfalz ist besonders stark davon betroffen. Viele Bürger*innen Kaiserslauterns beklagen sich über zu heiße Wohnungen, im Freien zu wenig Schattenplätze und Trinkmöglichkeiten. Zudem gibt es berechtigte Forderungen nach mehr Grün in der Innenstadt und kühle Fluchträume vor der überbordenden Hitze.

Es gibt bereits viele Konzepte und Ausarbeitungen zu diesem Thema, um einen konsistenten Bevölkerungsschutz zu ermöglichen. Ebenso gibt es Möglichkeiten der Stadtgestaltung, um die Auswirkungen zukünftiger Hitzeperioden zumindest begrenzen können. Das Rad muss also nicht neu erfunden werden.

Wir werden auf der kommunalen Ebene die katastrophale Klimaerwärmung nicht stoppen können, aber wir können dafür sorgen, dass Kaiserslautern lebenswert bleibt. Dazu braucht es konzeptionelle Lösungen, die unter Einbeziehung der Bevölkerung für Abhilfe sorgen. Wir können uns auch nicht dahinter verstecken, das im Haushalt kein Geld dafür veranschlagt worden ist, und wir dementsprechende Mittel nicht zur Verfügung haben. Denn es geht um den Schutz der Gesundheit und des Lebens vieler Menschen, die in unserer Stadt leben.

Mannheim hat gerade einen Hitzeaktionsplan 2.0 aufgelegt. Viele andere Städte in ganz Deutschland verfügen über solche Pläne. Es wird Zeit, dass sich Kaiserslautern ebenfalls auf den Weg macht. Die Stadtverwaltung kann diese Aufgabe nicht alleine stemmen. Dazu braucht es auf der finanziellen Ebene Unterstützung durch Förderprogramme der Landesregierung und von Bundesseite. Dies muss wenn notwendig eingefordert werden.

Auch müssen die Maßnahmen, die das Klimaanpassungskonzept bereits vorsieht mit Elan umgesetzt werden. Wir machen den politisch Verantwortlichen keine Vorwürfe. Aber wir fordern Transparenz und einen Plan, wie die Bevölkerung, vor allem alte Menschen, Menschen mit Behinderung und Armutsbetroffene in prekären Wohnverhältnissen, sowie die Obdachlosen der Stadt in weiteren Hitzeperioden geschützt werden können. Außerdem braucht es Anstrengungen in den Bereichen der Pflege, der Schulen und KiTas die es ermöglichen, dass die Menschen in diesen Einrichtungen geschützt und versorgt werden können.



Quelle Text/Bild:
Fraktion DIE LINKE / PARTEI im Stadtrat Kaiserslautern
Willy Brandt Platz 1
67657 Kaiserslautern

www.die-linke-kaiserslautern.de/partei/stadtratsfraktion/

Kaiserslautern, 07.08.2026

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