Lesetipps von der Buchhandlung „blaue Blume“ 19.06.

Roman
Anne Berest – Vatertage
Nach zwei Büchern über die Familie ihrer Mutter widmet Anne Berest dies neue Kapitel ihres Romanwerks dem väterlichen, dem bretonischen Zweig ihrer Familie. Schon der Ururgroßvater lebte im Finistère. Wie schon in ‚Die Postkarte‘ vermischt sich die private mit der ‚großen‘ Geschichte, von der Gründung der ersten Bauerngenossenschaften bis zum Mai 1968, von der deutschen Besatzung eines Dorfes im Léon bis zur Zerstörung der Stadt Brest.

Sachbuch
Samra Kljajic – Femme Fatale
Ob Prinzessin oder Königin, ob adelig oder bürgerlich – für Frauen war der Lebensweg oft vorgezeichnet. Wenn sie aufstiegen, dann nur im Verdacht, berechnend zu sein oder Männer um den Verstand zu bringen. Bis heute prägt dieses Bild die Erzählung über mächtige Frauen in der Geschichte. Samra Kljajic erzählt die wahre Geschichte von Königinnen und Mätressen, von Kurtisanen und Konkubinen. Wie Frauen ganze Dynastien formten, die Gesellschaft prägten und Geschichte schrieben: von Kleopatra und Jeanne d’Arc über Anne Boleyn, Madame de Pompadour, Katharina de‘ Medici, Hürrem Sultan und Maria Theresia bis zu Marie Antoinette, Lola Montez und Mata Hari.

Erkundung
Tuvia Tenebom – Wie nennt ihr dieses Land hier
Mitten im Kriegs- und Krisenjahr reist Tuvia Tenenbom dorthin, wo Geschichte, Religion und Politik auf engstem Raum aufeinandertreffen: ins biblische Kernland zwischen Jerusalem, Nablus und den jüdischen Siedlungen – auch bekannt als Westjordanland, Judäa und Samaria, besetzte Gebiete oder einfach ‚dieser Ort‘. Er streift durch Siedlungen und Flüchtlingslager, trifft Rabbiner und Radikale, Aktivisten und Journalisten, Palästinenser und Politiker. Er sammelt Geschichten, die überraschen und verstören – und zeigt eine Welt, die älter ist als jeder Konflikt und komplexer als jedes Schlagwort. Mit beißendem, zugleich mitfühlendem Humor legt er dabei die Verwerfungen von Glauben und Politik offen.

Sachbuch
Stephen Greenblatt – Dunkle Renaissance
Das England des 16. Jahrhunderts war eine brutale Welt, geprägt von politischen Intrigen, religiösen Kämpfen und grassierenden Seuchen. Und dennoch wurde das elisabethanische Zeitalter zu einer überragenden Blütezeit der englischen Literatur. Ihr Wegbereiter war Christopher Marlowe: Im gleichen Jahr wie William Shakespeare wurde er als Sohn eines Schusters geboren. Allen Widrigkeiten zum Trotz erkämpfte er sich ein Stipendium in Cambridge, ließ sich in den Spionagedienst der Königin verwickeln und schuf einige der spektakulärsten Meisterwerke der englischen Literatur, bevor er im Alter von nur 29 Jahren unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Mitreißend erzählt Pulitzer-Preisträger Stephen Greenblatt von seinem kurzen, bewegten Leben. Er zeigt ihn als einen Getriebenen, einen Mann voll unbezähmbarer Neugier, mit Lust auf das Fremde und einem Hang zur Selbstzerstörung, der gerade deshalb Revolutionäres denken und Außergewöhnliches schaffen konnte.



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Quelle Text/Bild:
buchhandlung blaue blume
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Kaiserslautern, 19.06.2026