POL-PPWP: Gefährliche „Lost Places“ – Alte Bunkeranlagen sind kein Spielplatz!

Westpfalz (ots) – In der Westpfalz gibt es zahlreiche alte militärische Liegenschaften. Vermutlich Anfang Juni drangen Unbekannte in eine Bunkeranlage in der Südwestpfalz ein. Sie gruben ein etwa vier Meter tiefes Loch in den Waldboden, um von dort aus eine Öffnung in die Bunkerwand zu stemmen. Aktuell geht die Polizei davon aus, dass Abenteurer oder Liebhaber von sogenannten „Lost Places“ (sinngemäß übersetzt: „vergessene Orte“) als Täter infrage kommen. In diesem Fall steht die Anlage leer, sodass die Unbekannten vermutlich keine Beute machten. Allerdings dürften sie sich damit strafbar gemacht haben. Die Polizei ermittelt wegen des Einbruchs. Das entstandene Loch in der Bunkerwand muss nun aufwendig gesichert und verschlossen werden, was Kosten verursacht. Die genaue
Summe steht noch nicht fest.

Die Polizei warnt vor dem Betreten alter Bunkeranlagen und ähnlicher „Lost
Places“. Diese Objekte bergen lebensgefährliche Risiken:

  • Einsturzgefahr: Marode Bauten können jederzeit einstürzen.
  • Unsichtbare Fallen: Offene Schächte, rostige Metallteile oder instabile Decken können zu tödlichen Stürzen führen.
  • Sauerstoffmangel: In geschlossenen Räumen droht Erstickungsgefahr durch schlechte Belüftung.
  • Veraltete Munition oder Kampmittel: In alten Militäranlagen können noch Blindgänger oder chemische Rückstände lagern.
  • Giftige Stoffe: Asbest, Schimmel oder andere gesundheitsschädliche Materialien sind häufig vorhanden.
  • Kein Handyempfang: In Betonbauten ist oft kein Netz verfügbar – im Notfall ist nicht möglich, Hilfe zu verständigen.
  • Rechtliche Konsequenzen: Das Betreten und Beschädigen solcher Anlagen kann strafbar sein, beispielsweise wegen Hausfriedensbruchs,
  • Sachbeschädigung oder Einbruchdiebstahls.

Halten Sie sich von alten Bunkeranlagen, verlassenen Gebäuden und anderen „Lost
Places“ fern. Melden Sie verdächtige Aktivitäten oder Beschädigungen der
Polizei. Klären Sie als Eltern oder Erziehungsberechtigte Ihre Kinder und
Jugendlichen über die lebensgefährlichen Risiken von solchen Orten auf. |erf

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Kaiserslautern, 18.06.2026