Letztes Teilstück der Dauerbaustelle in der Trippstadter Straße fertiggestellt
Als am Nachmittag des 11. Juni die Trippstadter Straße zwischen Viadukt und Logenstraße für den Verkehr freigegeben wurde, hat die neben der Stadtmitte wahrscheinlich längste Baustelle der Stadt ein gutes Ende gefunden. Das von der Bahn neu gebaute Eisenbahnviadukt konnte damit endlich beidseitig für den Verkehr freigegeben werden.
Nachdem kurz vor Jahresende 2025 bereits die Gabionenwand, die den Hang des Bahndamms zur Straße hin absichert, fertig wurde, kamen zum Jahresbeginn zunächst die Versorger zum Zug, die auf dem genannten Teilstück der Trippstadter Straße Glasfaser-, Fernwärme-, Strom- und Gasleitungen erneuerten. Danach folgte der Straßenausbau, der nun – etwa zwei Monate früher als geplant – abgeschlossen werden konnte.
Das 2.100 m² große Teilstück wurde im Vollausbau saniert, das heißt neben der Fahrbahn wurden auch gepflasterte Geh- und Radwege gebaut. Insbesondere der Radwegebau spielte eine große Rolle. Um der Trippstadter Straße als wichtiger Ost-West-Achse Rechnung zu tragen, wurden auf beiden Seiten 1,5 Meter breite Schutzstreifen für den Radverkehr eingeplant. Der Bürgersteig auf der Dammseite wurde dafür entfernt. Einen – zwei Meter breiten – Gehweg und Parkplätze gibt es nun nur noch auf der Nordseite der Straße entlang der Häuser, wo eigene Parkbuchten errichtet wurden.und barrierefreie Bushaltestellen. Die Kosten für den Ausbau belaufen sich auf rund 900.000 Euro.
„Eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Stadt hat ein gutes Ende gefunden“, freut sich Baudezernent Manuel Steinbrenner. Dass der Verkehr nun wieder durch die Trippstadter Straße als Teil der Südtangente fließen könne, werde der Zollamtstraße eine deutliche Entlastung bringen. „Auch die Verbesserungen für den Radverkehr begrüße ich sehr, als Verbindung zwischen der neuen Fahrradstraße Parkstraße / Augustastraße in Richtung Uni spielt die Trippstadter Straße eine wichtige Rolle.“
Während das Viadukt ab sofort wieder in beide Richtungen befahrbar ist, wird die Einbahnstraßenregelung in der Karcherstraße beibehalten. Sie liegt in einer Tempo-30-Zone und ist geprägt durch einen engen Straßenraum mit angrenzender Wohnbebauung und weiteren sensiblen Nutzungen, wie etwa dem Stadtpark sowie als Parkraum der Anwohnerinnen und Anwohner. Zudem ist sie eine wichtige Verbindung für den Schulweg zum Hohenstaufen Gymnasium und zur Goetheschule. Aus Sicht der Verwaltung hat sich die Einbahnstraßenregelung bewährt, da dadurch brenzlige Situationen und die Verkehrsbelastung insgesamt reduziert wurden. Auch für das Viadukt selbst bringt die Maßnahme Vorteile, da sich durch die Verlängerung des Aufstellbereichs des linken Fahrstreifens in stadtauswärtiger Richtung die Leistungsfähigkeit der Kreuzung verbessert.
Die Stadtverwaltung wird die Verkehrsbelastung nicht nur an dieser Kreuzung, sondern auch an den angrenzenden Knotenpunkten kontinuierlich überwachen und bei Bedarf nachsteuern, um die Verkehrssituation weiter zu optimieren.



Die Baustelle am Viadukt
Das ursprüngliche Bauwerk war ein Sandsteingewölbe und wurde in mehreren Bauabschnitten (1846/1868/1890-93) errichtet und 1935 erweitert. Die Eisenbahnüberführung überführt die drei Bahnstrecken zwischen Homburg (Saar) und Ludwigshafen (Rhein), zwischen Kaiserslautern und Pirmasens und zwischen Kaiserslautern und Lauterecken-Grumbach. Im Rahmen einer Sonderbegutachtung aus dem Jahr 2005 wurde dem Bauwerk ein schlechter baulicher Zustand attestiert, demzufolge es erneuert werden musste. Nach Jahren der Planung war Baubeginn im Jahr 2013. Die bauliche Umsetzung zog sich dann aber insbesondere durch die Kündigung des Auftrags durch die DB und die Stadt Kaiserslautern im Jahre 2016 hin. Es folgten im Nachgang nochmals drei Ausschreibungsverfahren, bevor der Weiterbau am Viadukt im Sommer 2020 weitergehen konnte. Das neue von der Bahn errichtete Überführungsbauwerk besteht aus zwei Bauwerken, aus einem dreizelligen Stahlbeton-Rahmen mit einer lichten Weite von 21,60 Metern und einer Stahlbrücke mit einer lichten Weite von 32,8 Metern. Die ursprünglich auf rund 14 Millionen Euro geschätzten Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich nach aktuellem Stand auf 52,56 Millionen Euro. Davon hat die Stadt rund 10,5 Millionen Euro zu tragen. Den Rest übernehmen die Bahn und das Land Rheinland-Pfalz.
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Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 1, 67657 Kaiserslautern
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Kaiserslautern, 11.06.2026
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