Lesetipps von der Buchhandlung „blaue Blume“ 28.05.

Roman
Rafik Schami – Das Mosaik der Frauen
In seinem neuen Roman erzählt Rafik Schami von den Lieben seines Lebens. Wie er in Damaskus als Sohn eines christlichen Syrers und einer deutsch-jüdischen Mutter aufwuchs. Wie er als junger Mann offiziell in der Heimat begraben wurde und heimlich über Beirut nach Deutschland floh. Wie er in Heidelberg als Dolmetscher erfolgreich war, und dass er seine wichtigsten Eigenschaften den Frauen verdankt. Jedes Kapitel ist einer Frau gewidmet, und auch wenn manche Liebe tragisch endet – Nadims erste Frau Salma wird vom Geheimdienst ermordet -, hinterlässt jede einen unverzichtbaren Mosaikstein in seiner Seele.

Roman
Kathrynn Stockett – Club der Unbeugsamen
Oxford, Mississippi, 1933. Während die Wirtschaftskrise die Welt in Atem hält, kreuzen sich in einer kleinen Stadt die Wege dreier ungewöhnlicher Frauen. Sie erkennen, dass sie gemeinsam etwas bewegen können, vielleicht sogar die Regeln ihrer Zeit verändern. Um ihre Ziele zu erreichen, gehen sie erstaunliche Risiken ein, denn sie haben wenig zu verlieren. Doch in einer heuchlerischen Zeit, in der die Freiheit von Frauen zerbrechlich ist, kann selbst der kleinste Akt des Widerstands gefährliche Folgen haben. Der neue Roman der Autorin von „Gute Geister“ ist eine Hymne an alle unterschätzten Frauen, die den Mut haben, für ihre Ideale zu kämpfen.

Sachbuch
Christine Webb – Der arrogante Affe
Das Selbstverständnis der Menschheit als „Krone der Schöpfung“ bestimmt maßgeblich, wie wir uns gegenüber anderen Spezies verhalten. Doch was ist, wenn diese arrogante Haltung auf einer Ideologie beruht, die sich wissenschaftlich längst nicht mehr aufrechterhalten lässt? Die Harvard-Primatologin Christine Webb enthüllt, wie die Illusion menschlicher Überlegenheit wissenschaftlich widerlegt wird und zeigt die unterschätze Komplexität nicht-menschlichen Lebens: von der Sprache der Singvögel und Präriehunde, über die Kultur der Schimpansen und Riff-Fische bis hin zum Scharfsinn der Pflanzen und der Pilze.

Fluchtzeugnisse
Wenn ich deine Worte lese, finde ich den Weg zurück nach Hause – Briefe von Autor:innen im Exil
In den im Buch versammelten Briefwechseln aus dem Programm ‚Weiter Schreiben‘ erleben wir mit, wie sich zwischen Marica Bodroži¿, Mithu Sanyal, Daniela Dröscher und Schriftsteller:innen im Exil über persönliche und politische Grenzen hinweg tiefe Verbindungen entwickeln. Diese Briefe über die dramatische Flucht aus Kabul oder die Ruinen Tbilissis sind mehr als Erinnerungen – sie sind literarische Zeitdokumente, in denen die persönlichen Schicksale mit weltpolitischen Ereignissen verwebt werden.



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Quelle Text/Bild:
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Kaiserslautern, 29.05.2026