Unter dem Thema „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ setzten sich beinahe 75.000 Schülerinnen und Schüler mit der Frage auseinander, wie grundlegende Rechte und gegenseitiger Respekt im Alltag, in unserer Gesellschaft und in Europa tatsächlich gelebt werden.
In ihren Arbeiten haben sie unzählige Ideen zu den europäischen Grundwerten wie Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit entwickelt. Dabei sind sie der Frage nachgegangen, was diese Werte konkret für das eigene Leben bedeuten.
Die rheinland-pfälzische Preisverleihung des 73. Europäischen Wettbewerbs fand in diesem Jahr wieder im Mainzer Landtag statt. Teilgenommen hatten in Rheinland-Pfalz mehr als 6.500 Schülerinnen und Schüler aus 94 Schulen. Eingeladen zur Preisverleihung waren alle Schülerinnen und Schüler, die einen der 80 ersten Landespreise errungen haben. An dem Festakt nahmen die Vizepräsidentin des Landtags, Frau Katharina Binz, die Staatssekretärin im Bildungsministerium, Frau Jennifer Groß, sowie der Vorsitzende der Europa-Union Rheinland-Pfalz, Dr. Norbert Herhammer, teil.
Beim Podiumsgespräch präsentierten auch drei der Landesbesten, Eren Burkart vom Max-Slevogt- Gymnasium und Hanna und Jan Kindler vom Immanuel-Kant-Gymnasium Pirmasens ihre Arbeiten.
Bildungsstaatssekretärin Jenny Groß würdigte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler: „Seit vielen Jahren gehört Rheinland-Pfalz zu den Ländern, in denen der Europäische Wettbewerb mit das größte Interesse hervorruft – denn wir sind das weltoffene und tolerante Bundesland im Herzen des Kontinents. Der europäische Gedanke, der Austausch mit den Nachbarn wird bei uns nicht nur in den Grenzregionen, sondern in Schulen im ganzen Land gelebt und gepflegt. Hinzu kommt: Das diesjährige Thema Recht und Respekt holt junge Menschen in ihrer Lebensrealtität ab. Denn sie wissen, dass diese Werte immer wieder neu verteidigt werden müssen, gerade in den aktuell so unberechenbaren Zeiten. Ich gratuliere auch im Namen von Ministerin Dr. Ute Eiling-Hütig allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zu ihren tollen Erfolgen.“
Landtagsvizepräsidentin Katharina Binz gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern und lobte alle, die sich am Europäischen Wettbewerb so engagiert beteiligt haben. Sie betonte: „Dieser älteste Schulwettbewerb in Deutschland bringt jungen Menschen jedes Jahr aufs Neue die europäische Idee in künstlerischer Form nahe. Europa bleibt dadurch kein abstrakter Begriff, sondern wird erfahrbar. Vor allem in Zeiten, in der die Welt von geopolitischen Spannungen, Desinformationskampagnen und zunehmendem Nationalismus geprägt ist, in denen in Europa ein grausamer Krieg tobt, wird deutlich, wie wichtig ein starkes, geeintes Europa ist. Die europäische Einigung ist unser Garant für Frieden, Freiheit und Wohlstand. Das alles ist keine Selbstverständlichkeit. Deshalb braucht es vor allem auch junge Menschen, die verstehen, was Europa bedeutet und die sich aktiv für unsere demokratischen Werte einsetzen. Europa ist für Rheinland-Pfalz mehr als eine politische Idee. Es ist gelebte Realität. Deshalb ist es uns so wichtig, jungen Menschen eine Plattform zu bieten wie beispielsweise mit diesem tollen Wettbewerb der Europa-Union. Das Engagement zeigt: Die europäische Zukunft liegt in guten Händen.“
Dr. Norbert Herhammer, Vorsitzender der Europa-Union Rheinland-Pfalz, ergänzte:
„Die Europäische Idee ist in den vergangenen Jahren immer wieder unter Druck geraten. Fakten werden oftmals durch Lügen überlagert, hate-speech und aggressive Rhetorik setzen dem gesellschaftlichen Klima empfindlich zu, während Populisten und Nationalisten gezielt daran arbeiten, die Europäische Union von innen zu zerstören. Der Europäische Wettbewerb für Schulen ist als ältester Schülerwettbewerb Deutschlands eine ganz hervorragende Gelegenheit diesem Treiben etwas entgegenzusetzen. In den Schülerarbeiten des Europäischen Wettbewerbs werden die verschiedensten europa- und demokratierelevanten Themen verarbeitet und gerade dadurch wird immer wieder zum Ausdruck gebracht, wie wertvoll ein geeintes Europa für uns alle ist. Die Bedeutung des Europäischen Wettbewerb ist in dieser Hinsicht kaum zu ermessen“
Quelle Text/Bild:
Ministerium für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz vertreten durch die Ministerin Dr. Ute Eiling-Hütig
Mittlere Bleiche 61
55116 Mainz
www.bm.rlp.de
Mainz, 27.05.2026













