Zu Beginn des Sommersemesters 2026 unternahmen Studierende des Studiengangs Architektur der Hochschule Kaiserslautern eine einwöchige Exkursion nach Albanien. Im Rahmen verschiedener Workshops setzten sie sich mit der außergewöhnlich dynamischen Stadtentwicklung des Landes an der Adria auseinander. Der Austausch mit Expert*innen vor Ort aus Hochschulen, Stadtverwaltung sowie lokalen Architekturbüros bildete zugleich den Auftakt für das studentische Entwurfsprojekt „Modern Ruins. Mediating Spaces, Resonating Heritage“.
Tirana als Labor für Stadt und Architektur
Auf Stadtspaziergängen führten Studierende mit vorbereiteten Kurzvorträgen durch die Hauptstadt Albanien, die symbolisch für den Wandel des Landes seit dem Ende der sozialistischen Diktatur steht. Anhand ausgewählter Architekturprojekten – von spektakulären Neubauten bis zu Interventionen im Bestand konnten die Teilnehmenden die Rolle von Architektur und öffentlichem Raum als Medium politischer, gesellschaftlicher und touristischer Transformation unmittelbar erleben.
Neben den urbanen Räumen Tiranas standen auch Landschaft und Alltagskultur auf dem Programm: Die Gruppe besuchte die von touristischen Großprojekten geprägte Adriaküste, unternahm Streifzüge durch einsame Gebirgslandschaften im Umland.
Austausch mit Hochschulen in Tirana
Ein besonderer Schwerpunkt der Reise lag auf Gesprächen mit albanischen Architekturhochschulen und den Besuch von fünf Institutionen in Tirana – der Epoka University, der POLIS University, der Polytechnic University of Tirana, der Marin Barleti University und der University Metropolitan Tirana. Dabei wurden Aufbau und Ausrichtung des Architekturstudiums in Albanien, Perspektiven der internationalen Vernetzung sowie gemeinsame Themen für Forschung und Lehre diskutiert.
Zugleich erhielten die Studierenden vertiefende Informationen zu vergangenen und aktuellen Planungsprozessen in Tirana sowie in Shkodra im Norden des Landes.
Shkodra und das Projekt „Modern Ruins“
Dort bildet ein leerstehendes ehemaliges psychiatrisches Rehabilitationszentrum den Ausgangspunkt für ein studentisches Entwurfsprojekt im Sommersemester. In einem Vor-Ort-Workshop mit ausführlicher Begehung des Bestandsgebäudes untersuchten die Studierenden die räumlichen Qualitäten, die konstruktive Struktur und die städtebauliche Einbindung des Gebäudes.
Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Shkodra begrüßte die Gruppe und zeigte großes Interesse an dem geplanten Entwurfsprojekt, indem als Alternative zum Abriss der sozialistischen Großform kluge Perspektiven für eine gemeinwohlorientierte Weiter- und Umnutzung aufgezeigt werden sollen – für studentisches Wohnen, Räume für Kunst und Kultur oder quartiersbezogene Angebote.
Einblicke in die Praxis: Architekturbüros vor Ort
Abgerundet wurde die Exkursion durch Besuche bei in Tirana tätigen Architekturbüros wie Cityförster und Common Sense Studio. In Gesprächen mit den Planenden erhielten die Studierenden Einblick in kollaborative Projektkonstellationen, planerische Rahmenbedingungen und die besondere Rolle ausländischer und lokaler Akteur*innen bei aktuellen Bau- und Stadtentwicklungsprozessen.
Ausblick
Die Exkursion bildet die Grundlage für das anschließende Entwurfs- und Forschungsprojekt (forschendes Lernen) an der Hochschule Kaiserslautern und soll zugleich den Startpunkt für eine langfristige Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen in Albanien markieren.
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Quelle Text/Bild:
Pressestelle
Hochschule Kaiserslautern
Schoenstraße 11
www.hs-kl.de
Kaiserslautern, 23.04.2026











