Die Langzeitbaustelle am Viadukt geht in ihre letzte Phase. Ab Dienstag, 14. April 2026, bis voraussichtlich August 2026 wird die Trippstadter Straße im Bereich zwischen Logenstraße und Viadukt im Vollausbau saniert. Dabei werden auf etwa 2.100 Quadratmetern die Fahrbahn neu asphaltiert und Gehwege gepflastert sowie barrierefreie Bushaltestellen und Schutzstreifen für Radfahrende eingerichtet.
Auf dem genannten Straßenabschnitt haben die Versorger bereits Glasfaser-, Fernwärme-, Strom- und Gasleitungen erneuert bzw. neu verlegt. Auch die im Auftrag des städtischen Tiefbaureferats errichtete Gabionenwand, die den Hang des Bahndamms zur Straße hin absichert, ist bereits seit letztem Jahr fertiggestellt. Um die Trippstadter Straße verbreitern zu können wurde der Hang ein Stück weit abgetragen, was die Gabionenwand aufgrund des steileren Böschungswinkels notwendig machte. In den Nischen der Wand werden noch Bäume gepflanzt.
Es ist anvisiert, voraussichtlich im August / September 2026 das Viadukt wieder vollständig und in beide Fahrtrichtungen für den Verkehr freizugeben. Dass der Verkehr dann wieder durch die Trippstadter Straße als Teil der Südtangente fließen kann, wird der Zollamtstraße eine deutliche Entlastung bringen.
Auch für den Radverkehr ist eine deutliche Verbesserung zu erwarten, insbesondere hinsichtlich der Anbindung der neuen Fahrradstraße Parkstraße / Augustastraße in Richtung Südwesten und damit zum Beispiel an die RPTU. Daher wird auch der Radwegebau bei den nun beginnenden Bauarbeiten eine wichtige Rolle spielen. Auf beiden Seiten der Trippstadter Straße sind 1,5 Meter breite Schutzstreifen für den Radverkehr vorgesehen. Der Bürgersteig auf der Dammseite wird dafür entfernt. Einen zwei Meter breiten Gehweg und Parkplätze wird es nur auf der Nordseite der Straße entlang der Häuser geben, wo eigene Parkbuchten errichtet werden.
Die Baustelle am Viadukt
Das ursprüngliche Bauwerk war ein Sandsteingewölbe und wurde in mehreren Bauabschnitten (1846 / 1868 / 1890-93) errichtet und 1935 erweitert. Die Eisenbahnüberführung überführt die drei Bahnstrecken zwischen Homburg (Saar) und Ludwigshafen (Rhein), zwischen Kaiserslautern und Pirmasens und zwischen Kaiserslautern und Lauterecken-Grumbach. Im Rahmen einer Sonderbegutachtung aus dem Jahr 2005 wurde dem Bauwerk ein schlechter baulicher Zustand attestiert, demzufolge es erneuert werden musste. Nach Jahren der Planung war Baubeginn im Jahr 2013. Die bauliche Umsetzung zog sich dann aber insbesondere durch die Kündigung des Auftrags durch die DB und die Stadt Kaiserslautern im Jahre 2016 hin. Es folgten im Nachgang nochmals drei Ausschreibungsverfahren, bevor der Weiterbau am Viadukt im Sommer 2020 weitergehen konnte. Das neue von der Bahn errichtete Überführungsbauwerk besteht aus zwei Bauwerken – aus einem dreizelligen Stahlbeton-Rahmen mit einer lichten Weite von 21,60 Metern und einer Stahlbrücke mit einer lichten Weite von 32,8 Metern.
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Quelle Text/Bild:
Pressestelle der Stadtverwaltung Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 1, 67657 Kaiserslautern
www.kaiserslautern.de
Kaiserslautern, 13.04.2026
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