Neuer Studiengang „Gesundheitspädagogik für die MT-Berufe“ an der Hochschule Kaiserslautern

Ausbildung zusätzlicher Fachkräfte für das Gesundheitswesen

Mit der Entwicklung eines neuen Bachelorstudiengangs „Gesundheitspädagogik für die MT-Berufe“ soll ein weiteres Angebot zur Ausbildung zusätzlicher Fachkräfte für das Gesundheitswesen in Rheinland-Pfalz geschaffen werden. Darauf hat sich das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit mit der Hochschule Kaiserslautern verständigt.
„Der neue Bachelorstudiengang ist eine weitere wichtige Maßnahme der Landesregierung, um die gesundheitliche Versorgung in Rheinland-Pfalz zu stärken und insbesondere die dazu notwendigen Fachkräfte auszubilden“, erklärt der Minister für Wissenschaft und Gesundheit Clemens Hoch. Rheinland-Pfalz habe bereits in den vergangenen Jahren deutliche Haushaltsschwerpunkte auf den Ausbau der Gesundheitsstudiengänge gesetzt.
Ziel des neuen Studiengangs „Gesundheitspädagogik für die MT-Berufe“ ist die Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern auf Hochschulniveau, so wie es das „Gesetz über die Berufe in der medizinischen Technologie“ vorsieht. Mit dem MT-Berufe-Gesetz wurden die vier Berufe in der medizinischen Technologie (Laboratoriumsanalytik, Radiologie, Funktionsdiagnostik und Veterinärmedizin) reformiert und gestärkt. „Medizinische Technologinnen und Technologen spielen eine zentrale Rolle in der gesundheitlichen Versorgung, auch wenn sie für Patientinnen und Patienten oft nicht sichtbar im Hintergrund arbeiten. Sie liefern die entscheidenden Befunde – beispielsweise Blutwerte, Gewebeanalysen, Röntgen-, CT- oder MRT-Bilder –, auf denen Ärztinnen und Ärzte ihre Diagnosen und Therapien aufbauen. Deshalb ist es zukunftsweisend, die Lehrerinnen und Lehrer der MT-Schulen fachwissenschaftlich und didaktisch auf Hochschulniveau zu qualifizieren, um neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen zu vermitteln. Medizintechnologinnen und -technologen sind unverzichtbar in multiprofessionellen Teams und entlasteten durch ihre spezialisierte Arbeit Ärztinnen und Ärzte“, so Minister Hoch.
Geplant ist, dass der neue Bachelorstudiengang im nächsten Jahr – zum Wintersemester 2027/2028 – an der Hochschule Kaiserslautern (Standort Zweibrücken) an den Start geht. Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmidt, Präsident der Hochschule Kaiserslautern, betonte die Synergien an seiner Hochschule: „Wir freuen uns darauf, unsere umfangreichen Expertisen, Kompetenzen und Erfahrungen in den Gesundheitswissenschaften in den neuen Studiengang einzubringen und unser Portfolio um den Bereich Pädagogik zu erweitern. Die Praxisnähe, die charakteristisch für die Ausbildung sein wird, ist eine besondere Stärke unserer Hochschule.“



Der Bachelorstudiengang „Gesundheitspädagogik für die MT-Berufe“ für Lehrkräfte an MT-Schulen soll berufsbegleitend in Teilzeit angeboten werden. Bundesweit attraktiv und studierbar wird er durch sein Online-Format. Der Studiengang verbindet eine praxisorientierte naturwissenschaftliche Grundlagenausbildung mit fundierten fachspezifischen Inhalten. Auch der pädagogischen Qualifizierung kommt ein besonderer Stellenwert zu: Sie umfasst einen zentralen Studienanteil von 40 ECTS sowie insgesamt zwölf Wochen Praktika an einer Schule für medizinische Technologie einschließlich einer Lehrprobe. Darüber hinaus wird eine Ausbildung in einem Beruf der technischen Assistenz in der Medizin auf das Studium angerechnet, was zu einer Verkürzung der Studienzeit führt.

Hintergrund:
Am Standort Zweibrücken der Hochschule Kaiserslautern haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche attraktive und teilweise bundes- oder landesweit einmalige biomedizinische Studiengänge etabliert, die überregionale Strahlkraft entfalteten. Besonders hervorzuheben ist der seit Wintersemester 2024/2025 angebotene berufsintegrierte Bachelorstudiengang Physician Assistant. Er qualifiziert Absolventinnen und Absolventen dazu, im Delegationsprinzip medizinische Tätigkeiten auszuüben und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Ärztinnen und Ärzte.

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Quelle Text/Bild:
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Kaiserslautern, 25.02.2026