„Don Giovanni“, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Don Juan – italienisch Don Giovanni genannt – gilt als der Archetypus des ebenso erotischen wie gewissenlosen Verführers.
Unser Bild von Don Juan ist sicherlich durch Wolfgang Amadeus Mozarts Oper aus dem Jahr 1787 geprägt – für E. T. A. Hoffmann gar die »Oper aller Opern«.
Und der große Mozart-Dirigent Otto Klemperer formulierte die Qualitäten der Oper als Frage: »Wo sollen wir mit der Laudatio des Don Giovanni beginnen?
Mit den unsterblichen Arien oder mit den meisterhaften Ensembles oder mit den gewaltigen Finales?«
Die musikalische Leitung hat GMD Daniele Squeo. Es inszeniert Christoph Dammann in der Ausstattung von Anina Lebanidze.
Es singen und spielen: Johannes Fritsche (Don Giovanni), Seunghee Kho (Donna Anna), Bethany Yeaman (Donna Elvira), Daniel Kim (Don Ottavio), Arkadiusz Jakus (Komtur),
Ben McAteer/Oliver Weidinger (Leporello), Valerie Gels (Zerlina) und Seongbeom Gu (Masetto).
Es spielt die Pfalzphilharmonie Kaiserslautern. Den Chor des Pfalztheaters studiert John Robert Lidfors ein.
Premiere ist am Samstag, 14. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Großen Haus.
„Die Ärztin“ Schauspiel von Robert Icke,
sehr frei nach „Professor Bernhardi“ von Arthur Schnitzler
Skandal in einer Privatklinik: Ein 14-jähriges Mädchen liegt nach einem selbst unternommenen Abtreibungsversuch im Sterben. Ein Priester will ihr die letzte Ölung spenden.
Doch die behandelnde Ärztin Ruth Wolff verweigert ihm den Zutritt, da die Patientenakte keinen Hinweis auf die Konfession des Mädchens enthält. Mit dieser Entscheidung löst die Ärztin nach dem Tod des Mädchens einen Shitstorm aus, der schon bald viral geht. Der Grund: Da der Priester schwarz ist, wird der weißen säkularen Jüdin Wolff Rassismus und Diskriminierung vorgeworfen.
Sie wiederum sieht sich antisemitischen und frauenfeindlichen Anfeindungen ausgesetzt. Selbst langjährige Kolleg:innen wenden sich zunehmend von ihr ab.
Als auch noch Sponsoren ihre finanzielle Unterstützung einstellen wollen, droht der Klinik und allen Mitarbeiter:innen das Aus.
Wird es der Ärztin gelingen, sich aus dem verwirrenden Geflecht von Fakten, (Falsch-)Behauptungen und Intrigen zu befreien?
Auf der Textgrundlage von Arthur Schnitzlers »Professor Bernhardi« schrieb der englische Dramatiker Robert Icke einen packenden Moralthriller.
Seit der deutschsprachigen Erstaufführung im Dezember 2021 am Wiener Burgtheater sorgt das Stück bundesweit für Furore.
Premiere ist am Freitag, 6. März 2026, um 20 Uhr auf der Werkstattbühne.
„Frankenstein“ (UA), Theaterspektakel von Tanz und Schauspiel
nach Mary Shelley
Bühnenfassung: Stephan Beer und Georg Burger
1816 – das »Jahr ohne Sommer«: keine Sonne, nur Kälte und Dunkelheit. Ursache ist ein Vulkanausbruch in Indonesien, doch davon wissen die Menschen in Europa nichts.
Außergewöhnlich heftige Gewitter zwingen Mary Shelley und ihre Begleiter, die Ferien in den vier Wänden eines Chalets am Genfersee zu verbringen.
Um der Langeweile zu entfliehen, schlägt der Gastgeber Lord Byron vor, sich Schauergeschichten auszudenken.
Die erst 18-jährige Mary ersinnt dabei eine der berühmtesten Geschichten der Weltliteratur: Frankenstein!
Victor Frankenstein, Student in Ingolstadt, findet den Schlüssel, Leben zu erschaffen.
Aus Leichenteilen kreiert er mithilfe allerlei obskurer Mittel ein extrem großes, starkes, aber abscheulich aussehendes Geschöpf. Victor ist entsetzt und verstößt das Wesen, das in seinen Augen ein Monster ist. Dabei hat es eine verletzliche Seele, ist intelligent, lernt die menschliche Sprache und ist auf der Suche nach Liebe und Gemeinschaft.
Doch nicht nur von seinem Schöpfer, auch von anderen Menschen erfährt die Kreatur immer wieder Ablehnung. In rasender Wut richtet sich deren todbringende Rache schließlich gegen ihren Erschaffer …
In einer opulenten Koproduktion von Schauspiel und Tanz bringen der renommierte Choreograph Bryan Arias, Schauspieldirektor Stephan Beer und Tanzdirektorin Luisa Sancho Escanero mit ihrem Team diesen an starken Gefühlen und Bildern überbordenden Stoff auf die Große Bühne.
Idee und Konzept: Stephan Beer/Luisa Sancho Escanero; Regie (Schauspiel): Stephan Beer; Choreographie: Bryan Arias; Tanzprobenleitung: Luisa Sancho Escanero; Bühne: Georg Burger;
Kostüme: Carlijn Petermeijer; Musik: Jan S. Beyer; Licht: Thomas Schöneberger
Mit freundlicher Unterstützung der »Freunde des Pfalztheaters«
Premiere ist am Samstag, 14. März 2026, um 19.30 Uhr im Großen Haus.
„Bestia palatinensis (UA), Stückentwicklung von Arne Dechow (JUP)
Skandal in der alten Turnhalle des Saalbaus Kranz: Eigentlich wollte Dr. Theo Rückert, Vorsitzender der »Tritschologischen Forschungs- und Jagdgemeinschaft Zollborn«, nur ein paar neue Mitglieder gewinnen. Um seinen Verein – und die Elwetritsche – zu retten, druckt er nicht nur reichlich missverständliche »zielgruppengerechte« Flyer und verteilt sie in der ganzen Pfalz; er stellt auch vorsorglich Anträge zum Schutz des mythischen Wesens bei der UNESCO.
Leider unterschätzt der kauzig-komische Rückert, dass die Grenzen zwischen Ernst und Satire längst nicht mehr klar gezogen sind. Denn plötzlich strömen Dutzende Menschen in die marode Turnhalle: Radikale jeder Couleur, Geflüchtete in der Hoffnung auf Beheimatung, Einheimische in der Hoffnung auf freie Rieslingschorle, und eine ehrgeizige Landespolitikerin. Was als gemütlicher Vereinsabend beginnt, kippt rasend schnell in eine gesellschaftliche Kampfzone: Fördergelder werden versprochen, Anträge überschlagen sich, Machtblöcke bilden sich – und am Ende wird der komplette Vereinsvorstand in einem Tumult abgewählt. Während im Saal Stimmen, Dialekte und Weltbilder kollidieren, gerät draußen die Nacht außer Kontrolle: In Neustadt werden Brunnenfiguren geschändet, in der Vorderpfalz Nilgänse erschossen, in Lambrecht läuft ein wütender Hühnerzüchter Amok, und in den sozialen Medien bilden sich erste paramilitärische Gruppen, die wahlweise die Elwetritsche retten oder ein für alle Mal ausrotten wollen. Als früh am Morgen die entmachteten Tritschologen die Scherben auflesen und Wirt David ein Lied anstimmt, hört man plötzlich Flügelschlagen an den Fenstern: Die Tritschen sind da. In der Inszenierung von Franziska Geyer und der Ausstattung von Lina Maria Stein spielen Hans Schneider, Marliese Leonhardt, Volker Teuscher, Quatis Tarkington, Marcus Hering, Bijan Alemi, Monika Cappel-Ludwig, Pauline Vogelsanger, Mahsa Saremi, Alex Mikayalyan und Alexandra Decker-Jack.
Premiere ist am Freitag, 20. März 2026, um 20 Uhr auf der Werkstattbühne.
Konzerte
Expeditionskonzert „Das Geheimnis des Orchesters“
Instrumentalschüler:innen und Pfalzphilharmonie Kaiserslautern
Dirigent: Oliver Pols
1. März 2026, Großes Haus
18. März 2026, Fruchthalle Kaiserslautern
Krabbelkonzert
Klassische Musik für die Allerkleinsten zum Horchen, Fühlen und Staunen
Duo Lumière
21. März 2026, Werkstattbühne
Kammerkonzert: „Zwei Meister, zwei Oktette“
Werke von Max Bruch, Felix Mendelssohn Bartholdy und York Bowen
Ivan Kneževič, Sumin Lee, Karoline Janot, Julia Haufe (Violine);
Sunmi Hwang, Julie Moffette (Viola); Caroline Busser-Kneževič, Yejin Na (Violoncello)
29. März 2026, Werkstattbühne
Weitere Informationen und Extras finden Sie auf www.pfalztheater.de .
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Quelle Text/Bild:
Pfalztheater Kaiserslautern
Willy-Brandt-Platz 4 + 5
67657 Kaiserslautern
www.pfalztheater.de
Kaiserslautern, 28.01.2026
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