Unternehmen bei der Automatisierung der Produktion unterstützen: RPTU forscht an modularen Lösungen

Mit dem Forschungsprojekt „MAMBO#5 – Modulare Automatisierung mit Mensch-Bot-Orchestrierung“ wird die Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) beim Einstieg in die digitale Produktion unterstützen. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und die Standardisierung von Maschinenfähigkeiten stehen bei den praxisnahen Ansätzen im Mittelpunkt. Am 15. Januar 2026 übergab die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt den Förderbescheid für das Forschungsvorhaben.

Verortet ist „MAMBO#5“ am Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Steuerungen (WSKL) der RPTU mit dem Ziel, KMU den Zugang zu moderner Produktionstechnologie zu erleichtern. Anlässlich der Übergabe des Förderbescheids betonte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, dass Künstliche Intelligenz längst Teil unseres wirtschaftlichen Alltags geworden sei und die Möglichkeit eröffne, Prozesse effizienter zu gestalten und Ressourcen gezielt einzusetzen. Sie unterstrich dabei: „Entscheidend ist, dass Unternehmen diese Technologien verstehen und verantwortungsvoll anwenden können.“
Unter der Leitung von Professor Martin Ruskowski, Leiter des Lehrstuhls für Werkzeugmaschinen und Steuerungen und Vorstandsvorsitzender der SmartFactory-KL, werden Ansätze zur flexiblen und herstellerunabhängigen Automatisierung gezielt auf ihre Wirkung für produktivere Abläufe hin ausgerichtet. Ziel des Projekts ist es, Hürden bei der Erhöhung des Automatisierungsgrades zu senken, Fachkräfte zu entlasten und die wertschöpfenden Zeiten in der Produktion deutlich zu erhöhen. „In MAMBO#5 wollen wir ein System entwickeln, das Unternehmen dazu befähigt, ihre bestehenden Anlagen schrittweise zu optimieren und damit reale Produktivitätsgewinne zu erzielen“, erklärt Ruskowski. MAMBO#5 kombiniert dabei Künstliche Intelligenz, moderne Werkzeugmaschinen, kollaborierende Roboter und containerisierte Steuerungssysteme mit einer offenen Middleware-Lösung, die den Einsatz bestehender Maschinen flexibilisiert und effizient erweitert.
Das Projekt ist offiziell am 1. Dezember 2025 gestartet, hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Rheinland-Pfalz gefördert. Neben der Forschung steht der Technologietransfer im Vordergrund: Ziel ist es, Unternehmen aus der Region konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Durch die offene Systemarchitektur und den konsequenten Einsatz standardisierter Schnittstellen wie OPC UA wird eine Grundlage für nachhaltige, zukunftssichere Automatisierungslösungen geschaffen. Damit leistet das Projekt einen bedeutenden Beitrag, Rheinland-Pfalz als Standort für moderne Produktionstechnologien weiter zu stärken.



Quelle Text/Bild:
Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V.
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern

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Kaiserslautern, 16.01.2026