Das Quäntchen Glück fehlt

Dansenberg verpasst Überraschung gegen Homburg

Beinahe wäre dem TuS 04 Kaiserslautern-Dansenberg gegen den TV Homburg die Überraschung geglückt, doch am Ende siegte der Favorit glücklich mit 30:28 (14:11), auch weil er in der Schlussphase von fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen profitierte.
Die 300 Zuschauer in der stimmungsvollen Dansenberger Sporthalle sahen eine ausgeglichene Anfangsphase, in der der TuS bis zum 6:7 (18.) auf Augenhöhe mit dem Team des Ex-Dansenbergers Theo Megalooikonomou agierte. Danach setzte sich die Routine der Saarpfälzer aber mehr und mehr durch, obwohl mit Robin Egelhof und Ante Grbavac zwei wichtige Rückraumakteure verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden konnten. Insbesondere Jan-Philipp Valda, der nach zweimonatiger Verletzungspause erstmals wieder mit von der Partie war, zeigte seine Klasse und traf im ersten Durchgang vier Mal. Nach 6:10-Rückstand (22.) verkürzten die Schwarz-Weißen zwar binnen drei Minuten durch Tore von Joshua Graß (2) und Timo Holstein auf 9:10, versäumten es aber, das Momentum komplett auf ihre Seite zu ziehen. Stattdessen luden sie die „Honigdachse“ durch unnötige technische Fehler zu einfachen Toren ein, so dass die Gäste mit einer komfortablen10:14-Führung in die Pause gehen durften.
Nach dem Seitenwechsel agierte der TuS deutlich konzentrierter, ohne dass sich das zunächst auf der Spielstandsanzeige widerspiegeln sollte. Homburg blieb weiterhin clever, hielt den Vorsprung bei mindestens drei Toren und schien die Partie im Griff zu haben. Doch nach dem 17:22 (40.) und einer Strafzeit gegen Tobias Alt nutzte der TuS die Überzahlphase, um drei Tore innerhalb von 80 Sekunden zu erzielen. Als Vincent Uben in der 45. Minute zum 21:22 traf, war der TuS endgültig wieder zurück in der Partie und ließ nun nicht mehr locker. Marco Holstein traf zuerst zum Ausgleich (23:23, 47.) und erzielte wenig später die viel umjubelte Führung zum 25:24 (50.). Eine mehr als fragwürdige 2-Minuten-Strafe beim Stand von 25:25 (50.) gegen Timo Holstein, der beim Wurf aus spitzem Winkel TVH-Keeper Daniel Schlingmann zwar im Gesicht traf, aber nicht direkt, sondern erst nachdem der Ball mit dem Arm abgelenkt wurde, sorgte für Unmut auf TuS-Seite. Eine Fehleinschätzung der Unparteiischen, die noch Folgen haben sollte. Die Überzahl nutzten die Gäste, um wieder in Führung zu gehen (25:27, 53.). Marco Holstein war es dann, der zum 26:27 (54.) und 27:28 (56.) verkürzte. Nur wenig später der nächste Aufreger auf Dansenberger Seite. Nach einem Wurf von Homburgs Gil Kunkel entschieden die Schiedsrichter auf Einwurf für den TVH, obwohl kein TuS-Spieler mehr den Ball berührt hatte, zudem hoben Sie das kurz zuvor angezeigte Zeitspiel auf. Homburg blieb dadurch in Ballbesitz und der TuS fühlte sich zurecht benachteiligt. Knapp 30 Sekunden später der nächste Tiefschlag: Timo Holstein kassierte wegen einer vermeintlichen Abwehrbewegung ins Gesicht seines Gegenspielers Gil Kunkel seine dritte Zeitstrafe (58.) und musste mit „Rot“ den Platz verlassen. Tobias Alt nutzte die Überzahl, um von Rechtsaußen zum 27:29 einzunetzen. Dennoch gaben sich die Schwarz-Weißen nicht auf. Zwei Minuten vor Schluss verkürzte Vincent Uben mit seinem sechsten Treffer zum 28:29. Als der Ex-Dansenberger Robin von Lauppert frei vom Kreis nur den Pfosten traf, keimte die Hoffnung auf, zumindest noch ein Remis erreichen zu können. Leider verfehlte der letzte Wurf von Theo Poloczek sein Ziel, so dass der TVH die verbliebene Zeit clever zu Ende spielen konnte und durch den finalen Treffer seines besten Akteurs Jan-Philipp Valda mit 28:30 eine denkwürdige Partie für sich entschied.
TuS-Coach Ivan Vukas will seiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen: „Eigentlich sind wir gut ins Spiel gekommen, verwerfen dann aber zu viele freie Chancen und bringen uns durch technische Fehler mit vier Toren in Rückstand zur Pause. Die Jungs haben aber in der zweiten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht und sich mit viel Energie zurückgekämpft. Am Ende haben etwas die Ruhe und das Spielglück gefehlt, auch die ein oder andere Schiedsrichterentscheidung hat dazu beigetragen, dass wir wieder mit leeren Händen dastehen.“

TuS 04 KL-Dansenberg
Michael Hoppe (1), Simon Gabrys und Darvin Mayer (im Tor), Marcel Fritz, Lars Rozina, Louis Lang (1), Niklas Jung, Joshua Graß (4), Timo Holstein (5/2), Marco Holstein (5), Ben Kölsch, Theo Poloczek (4), Simon Flesch (1), Vincent Uben (6), Henry Hofmann (1). – Trainer: Ivan Vukas/Patrick Schulze.
TV Homburg
Fabian Schommer und Daniel Schlingmann (im Tor), Sebastian Birster, Ante Grbavac, Tim Schaller (8/3), Tobias Alt (4), Rasmus Sigsgaard Hansen (3), Robin Von Lauppert (3), Maximilian Kroner, Philipp Daume, Fabian Abel, Robin Egelhof, Abderrahmane Belhadi (1), Jan-Philipp Valda (7), Gil Kunkel (4). – Trainer: Theodoros Megalooikonomou.
Schiedsrichter: Tim Schott/Felix Rose (HSV Alzey)
Zuschauer: 300
Siebenmeter: 2/2 : 3/4
Zeitstrafen: 5 : 3
Rote Karte: Timo Holstein (TuS, 57., 3. Zeitstrafe)
Spielfilm: 4:3, 6:7, 6:10, 10:11, 10:14 (Halbzeit), 11:16, 17:22, 25:24, 28:29, 28:30 (Ende)

Heimspieltermine für die Saison 2026/27:
Heim Gast Datum Uhrzeit

TuS 04 KL-Dansenberg HSG Dudenhofen/Schifferstadt 07.11.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg SF Budenheim 28.11.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg HB Mülheim-Urmitz 12.12.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg TV Nieder-Olm 19.12.2026 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg Südpfalz Tiger 30.01.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg HSG Kastellaun/Simmern 20.02.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg SG Zweibrücken 06.03.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg MSG HF Illtal 13.03.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg HSG Rhein-Nahe Bingen 03.04.2027 20:00
TuS 04 KL-Dansenberg VTV Mundenheim 17.04.2027 20:00

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Quelle Text/Bild:
TuS 04 KL-Dansenberg e.V.
Am Handballplatz 1
67661 Kaiserslautern

www.tus-dansenberg.de

Kaiserslautern, 19.10.2026

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