Anklage wegen Messerattacke auf dem Willy-Brandt-Platz

Kaiserslautern. Auf meine Presseerklärung vom 12.08.2026 nehme ich zunächst Bezug: stakl.justiz.rlp.de/presse-aktuelles/detail/haftbefehl-nach-messerangriff-auf-dem-willy-brandt-platz

Nach Abschluss der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern Anklage gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen zum Landgericht Kaiserslautern erhoben. Die Staatsanwaltschaft erhebt den Vorwurf des versuchten Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung. Nach dem Ergebnis der Ermittlungen versetzte der Tatverdächtige dem ebenfalls 17-jährigen Geschädigten vorsätzlich einen Stich in den Bauch, der zum Tod hätte führen können. Einen Rücktritt vom Versuch des Totschlags nimmt die Staatsanwaltschaft nicht an, da sich sofort nach dem Stich Passanten und ein Begleiter des Geschädigten und diesen kümmerten und der Täter vom Tatort flüchtete. Unter den Beweismitteln befinden sich auch Aufzeichnungen aus der Videoüberwachung des Rathausvorplatzes.

Die Ermittlungen zum Tatmotiv haben ergeben, dass sich Tatverdächtiger und Geschädigter flüchtig kannten und in der Vergangenheit einen Streit miteinander hatten. Kurz vor der Tat ging der Tatverdächtige auf dem Willy-Brandt-Platz auf den Geschädigten zu, nahm in einem kurzen Wortwechsel auf den Streit Bezug und stach zu. Das Tatmotiv bleibt dennoch im Dunkeln, da über den Streit nur ermittelt werden konnte, dass er von keiner großen Bedeutung war, ca. zwei Jahre vor der Tat stattfand und seither kein Thema zwischen den beiden gewesen war.

Der Beschuldigte macht von seinem Schweigerecht Gebrauch.

Das Landgericht hat jetzt über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.

Dr. Gehring

Leitender Oberstaatsanwalt

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Quelle Text/Bild:
Staatsanwaltschaft Kaiserslautern
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67655 Kaiserslautern

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Kaiserslautern, 16.10.2026