„Ist die Presse vertrauenswürdiger als der Stadtrat?“ Diese Frage drängt sich nach dem gestrigen Artikel in einer Tageszeitung auf, erklärt die FDP-Fraktionsvorsitzende Brigitta Röthig-Wentz.
Oberbürgermeisterin Kimmel und der Beigeordneten Pfeiffer lagen zu dem Zeitpunkt bereits Zahlen zu den drohenden Mindereinnahmen des Westpfalz-Klinikums (WKK) vor. Dennoch verschwiegen sie diese dem Stadtrat in seiner Sitzung am vergangenen Montag. – Jetzt kann jeder diese Zahlen in der Zeitung lesen.
Die finanzielle Lage des WKK ist zweifellos ernst. Das Klinikum befindet sich weiterhin in der Sanierung. Gleichzeitig sind hohe Investitionen für den Aufbau der Medical School erforderlich. Eine praxisnahe ärztliche Ausbildung braucht geeignete Räumlichkeiten, eine vollständige Ausstattung und ausreichend Personal für den Betrieb der privaten Hochschule. Mindereinnahmen von derzeit prognostizierten 15 Millionen Euro könnten daher sowohl die Sanierung des WKK als auch den Aufbau der Medical School gefährden.
Kimmel und Pfeiffer hätten den Stadtrat offen und vollständig informieren müssen. Stattdessen hielten sie wichtige Zahlen zurück und verhinderten damit eine sachliche Debatte. Das ist unverantwortlich und untergräbt das Vertrauen.
Besonders schwer wiegt dieses Vorgehen, weil die Oberbürgermeisterin seit ihrem Amtsantritt Zusammenhalt und gemeinsame Erfolgsgeschichten zu ihrem politischen Anspruch erklärt. Wer dem Stadtrat dennoch wichtige Zahlen vorenthält, handelt diesem Anspruch zuwider, so Röthig-Wentz weiter.
Quelle Text/Bild:
Freie Demokratische Partei (FDP)
FDP Fraktion im Stadtrat Kaiserslautern
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Kaiserslautern, 06.10.2026
















