Die Grüne Fraktion im Stadtrat begrüßt den Beschluss zur Neuordnung von Asternweg und Geranienweg ausdrücklich. Mit dem nun eingeschlagenen Weg wird nach Auffassung der Fraktion endlich das Ziel greifbar, das die Grünen seit vielen Jahren verfolgen: die Abschaffung der Schlichtwohnungen, menschenwürdige Wohnverhältnisse und eine echte Perspektive für das Quartier.
„Das ist ein großer und lange überfälliger Schritt für den Kalkofen. Wir haben immer gesagt: Diese Zustände dürfen nicht verwaltet, sie müssen beendet werden. Jetzt liegt ein Weg auf dem Tisch, der Abriss, Sanierung, geförderten Wohnungsbau und soziale Durchmischung zusammendenkt. Genau das wollten wir als Grüne seit langem erreichen“, erklärt die Fraktion.
Aus Sicht der Grünen ist entscheidend, dass es nicht nur um neue Gebäude geht, sondern um einen echten Neustart für das Quartier. Die bisherigen Schlichtwohnungen stehen für eine Unterbringungsform, die Menschen zu lange in provisorischen, unwürdigen Strukturen festgehalten hat. Der jetzt beschlossene Ansatz eröffnet die Chance, Übergangsunterbringung zu reduzieren, reguläre Mietverhältnisse zu schaffen und den Asternweg aus der städtebaulichen und sozialen Sackgasse herauszuführen.
Die Grüne Fraktion dankt den zuständigen Dezernenten, Sozialdezernentin Anja Pfeiffer und Baudezernent Manuel Steinbrenner, sowie der Verwaltung ausdrücklich für die Erarbeitung des Konzepts und die ressortübergreifende Zusammenarbeit. „Dass Sozial- und Bauverwaltung hier gemeinsam einen tragfähigen Weg vorlegen, ist ein starkes Signal. Der Beschluss zeigt, dass die Stadt bereit ist, eine jahrzehntelang ungelöste Aufgabe nicht weiter zu vertagen, sondern strukturell anzugehen“, so Lea Siegfried, Vorsitzende der Grünen Fraktion.
Tobias Wiesemann, ebenfalls Vorsitzender, betont: „Wenn wir am Asternweg wirklich soziale Durchmischung erreichen wollen, reicht es nicht, einfach nur neu zu bauen. Dieses Quartier braucht architektonische Qualität, gute Freiräume und einen wertschätzenden Umgang mit dem Ort. Deshalb ist es richtig, dass unser Antrag zur Prüfung übernommen wurde: Die geplanten Mietwohnungen sollen über ein qualitätssicherndes Wettbewerbsverfahren entwickelt werden – eng abgestimmt mit der Bau AG und mit klarer Umsetzungsorientierung.“
Der von der Grünen Fraktion eingebrachte Ergänzungsantrag sieht vor, zur Qualitätssicherung der geplanten Mietwohnungen einen Wohnungsbauwettbewerb durchzuführen. Ziel ist, nicht nur funktionalen Ersatzwohnraum zu schaffen, sondern ein attraktives, lebendiges und gemischtes Quartier. „Der Asternweg darf nicht als Restfläche behandelt werden. Wer soziale Durchmischung will, muss von Anfang an Qualität organisieren“, so Wiesemann.
Zugleich legt die Grüne Fraktion Wert darauf, dass die Geschichte und das Engagement im Quartier nicht übergangen werden. Teil der weiteren Aufgabenstellung muss deshalb sein, den von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie durch Spenden sanierten Aufgang im Asternweg in die Planung zu integrieren. Dieses Engagement steht für Selbstwirksamkeit, Nachbarschaft und die Würde der Menschen vor Ort. Es darf im weiteren Verfahren nicht einfach unter den Bagger geraten.
Lea Siegfried erklärt: „Der Beschluss ist mehr als ein Bauprogramm. Er ist ein sozialpolitisches Signal: Menschen dürfen nicht über Jahre oder Jahrzehnte in Wohnungen ohne zeitgemäße Standards leben. Wer im Asternweg wohnt, braucht nicht Stigmatisierung, sondern Teilhabe, Perspektiven und eine faire Chance auf ein normales Mietverhältnis. Besonders wichtig ist uns, dass die Bewohnerinnen und Bewohner frühzeitig beteiligt, verlässlich begleitet und nicht über ihre Köpfe hinweg verplant
werden.“
Die Grüne Fraktion sieht in dem Beschluss einen wichtigen Erfolg für eine Stadtpolitik, die soziale Verantwortung und gute Stadtentwicklung verbindet. „Jetzt kommt es darauf an, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen: mit Fördermitteln, mit guter Planung, mit Beteiligung und mit dem klaren Ziel, dass am Ende keine Schlichtwohnungen mehr im Asternweg
stehen. Kaiserslautern kann hier zeigen, dass auch schwierige Quartiere nicht abgeschrieben werden,
sondern Zukunft bekommen“, so die Fraktion abschließend.
Quelle Text/Bild:
Stadtratsfraktion Die Grünen
DIE GRÜNEN im Rathaus Kaiserslautern
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67657 Kaiserslautern
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Kaiserslautern, 23.05.2026













