Staatssekretärin Petra Dick-Walther: Land investiert in Fachkräftenachwuchs im Handwerk – Förderung für überbetriebliche Ausbildung und praktische Berufsorientierung bei der HWK der Pfalz

Staatssekretärin Petra Dick-Walther hat heute zwei Förderbescheide an die Handwerkskammer der Pfalz übergeben. Das Land unterstützt die laufenden überbetrieblichen Berufsausbildungsmaßnahmen im Handwerk im Jahr 2026 mit rund 953.000 Euro. Darüber hinaus fördert das Wirtschaftsministerium das Ferienprogramm Sommerferien 2026 der HWK der Pfalz mit bis zu 25.000 Euro.
„Das Handwerk ist eine starke Säule unserer Wirtschaft in Rheinland-Pfalz. Damit das so bleibt, brauchen wir beides: eine hochwertige Ausbildung für die jungen Menschen, die bereits im Handwerk angekommen sind, und gute Angebote, die Schülerinnen und Schüler früh für handwerkliche Berufe begeistern“, sagte Staatssekretärin Dick-Walther bei der Übergabe.
Mit der Förderung der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung unterstützt das Land die Ausbildungsqualität im Handwerk. Die überbetrieblichen Kurse ergänzen die Ausbildung in den Betrieben und sorgen dafür, dass Auszubildende auch Inhalte erlernen, die nicht jeder einzelne Betrieb in vollem Umfang abdecken kann. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zu vergleichbaren Ausbildungsstandards und zur Fachkräftesicherung.
„Gerade kleine und mittlere Betriebe bilden mit großem Engagement aus. Die überbetriebliche Ausbildung hilft ihnen dabei, ihren Auszubildenden eine breite, praxisnahe und moderne Qualifizierung zu ermöglichen“, betonte Dick-Walther. „Das ist konkrete Unterstützung für Betriebe und eine Investition in die Fachkräfte von morgen.“
Neben der laufenden überbetrieblichen Ausbildung fördert das Land auch das Ferienprogramm Sommerferien 2026 der HWK der Pfalz. Das Projekt findet vom 29. Juni bis 7. August 2026 an verschiedenen Standorten in Kaiserslautern, Landau und Ludwigshafen statt. Insgesamt können rund 140 Jugendliche an 17 Workshops teilnehmen.
In den Workshops lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unterschiedliche Handwerksbereiche kennen, darunter Metalltechnik, Feinwerk, Friseurhandwerk und Kosmetik, Holztechnik, Elektrotechnik, Maler- und Lackiererhandwerk sowie Maßschneiderei. Dabei steht das praktische Erproben im Mittelpunkt: Die Jugendlichen arbeiten mit verschiedenen Materialien, lernen Werkzeuge und Techniken kennen und fertigen eigene Werkstücke an.



„Berufliche Orientierung wirkt besonders stark, wenn junge Menschen selbst etwas ausprobieren können. Wer ein Material bearbeitet, ein Werkstück herstellt oder eine Technik praktisch erlebt, bekommt einen direkten Zugang zum Handwerk“, sagte die Staatssekretärin. „So entstehen Interesse, Selbstvertrauen und im besten Fall der Wunsch, eine Ausbildung im Handwerk zu beginnen.“
Das Ferienprogramm wird auf Grundlage des Förderaufrufs des Wirtschaftsministeriums zu außerschulischen Maßnahmen der beruflichen Orientierung und praktischen Erprobung unterstützt. Ziel ist es, jungen Menschen unter 25 Jahren Einblicke in die duale Berufsbildung, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und unternehmerische Perspektiven zu ermöglichen.
„Die berufliche Ausbildung bietet hervorragende Chancen: sichere Beschäftigung, gute Entwicklungsmöglichkeiten, Meisterqualifikation und den Weg in die Selbstständigkeit. Diese Perspektiven müssen junge Menschen früh kennenlernen“, so Dick-Walther. „Die Handwerkskammern sind dabei unverzichtbare Partner – in der Berufsorientierung, in der Ausbildung und bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses.“
Insgesamt unterstützt das Land die beiden Vorhaben der HWK der Pfalz mit rund 978.000 Euro. Damit stärkt Rheinland-Pfalz sowohl die Qualität der Ausbildung als auch die Gewinnung junger Menschen für das Handwerk.

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Mainz, 06.05.2026